Fußball

Elfmetergeschenk bringt Hamborn 07 den ersten Punkt

Starker Auftritt: Julian Bode (Mitte), der sich hier gegen Yuya Yamaura (links) und Antonio Angelov durchsetzt, stand erstmals in der Startelf.

Starker Auftritt: Julian Bode (Mitte), der sich hier gegen Yuya Yamaura (links) und Antonio Angelov durchsetzt, stand erstmals in der Startelf.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Der Duisburger Landesliga-Aufsteiger rettet mit Glück einen grundsätzlich verdienten Zähler. Neul trifft in der Nachspielzeit gegen Remscheid.

Michael Pomp sagte es frei heraus: „Ja, weiß ich.“ Der Trainer von Fußball-Landesligist Hamborn 07 tat gar nicht erst so, als hätte er bei der spielentscheidenden Situation etwas Bestrafungswürdiges gesehen. Ihm war klar: Was Schiedsrichter Khaled El-Rifai in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem Elfmeter für die Löwen geahndet hatte, war kein Handspiel gewesen, sondern ein Klärungsversuch eines Gästespielers per Fuß. Pomp war das aber ebenso egal wie Kai Neul, der sich die Kugel schnappte und zum 1:1 (0:0)-Endstand in den rechten Winkel setzte. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart hat der Aufsteiger gegen den FC Remscheid immerhin seinen ersten Punkt geholt.

„In den letzten zwei Spielen sind wir so verarscht worden, da muss ich das heute einfach mal mitnehmen – auch wenn es mir vielleicht für Remscheid jetzt leid tut“, meinte der Löwen-Coach mit Blick auf den Elfmeterpfiff. Die Kicker aus dem Bergischen Land waren vergleichsweise fassungslos über die Entscheidung – und das mit Recht, denn die nicht einmal halbhoch in den Strafraum geschlagene Flanke war eben recht klar ersichtlich an einem Fuß gelandet.

Für die Hamborner fühlte sich das schon allein deshalb nach ausgleichender Gerechtigkeit an, weil sie sich in der 78. Minute um einen Elfmeter gebracht sahen. Da hatte nämlich Remscheids Yuya Yamaura einen 07-Angriff per absichtlichem Handspiel unterbunden und dafür die gelb-rote Karte kassiert. Während naturgemäß alles in Gelb-Schwarz den Tatort innerhalb des Strafraums gesehen hatte, verlegte der Unparteiische diesen nach außerhalb und verhängte einen indirekten Freistoß, der wirkungslos verpuffte.

Lob für Youngster Julian Bode

Schlussendlich ging die Punkteteilung aus Sicht von Michael Pomp auch noch in Ordnung, weil er sie als angemessenen Lohn für die Leistung seiner Mannschaft empfand: „Mit der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, bin ich sehr einverstanden.“ In der ersten Hälfte hatte Remscheid zwei dicke Chancen durch Michele Buscemi, dessen Schuss Daniel Schäfer gerade noch blocken konnte (13.), und Nico Langels, der frei über die Latte köpfte (22.); danach hatte Hamborn die Angelegenheit defensiv weitgehend im Griff. Die beste eigene Offensivphase verzeichneten die Gastgeber nach Wiederbeginn, doch der Druck blieb ohne Auswirkung auf das Ergebnis. Tim Keinert und Gökhan Kiltan ließen die aussichtsreichsten Möglichkeiten liegen. Ein dickes Lob verdiente sich Julian Bode: Der 17-jährige Mittelfeldakteur, der noch in der A-Jugend spielen könnte, stand erstmals in der Startelf und zeigte, warum. „Ob er 17 oder 36 ist, ist ja eigentlich völlig egal“, so Michael Pomp.

Nicht 36, sondern erst 31 Jahre alt ist Ferhat Ülker: Der ehemalige Wuppertaler Profi kam nach einer Stunde ins Spiel und erzielte in der 72. Minute mit einem sehenswert über die Mauer geschlenzten 20-Meter-Freistoß das Remscheider Führungstor.

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