Vereinsleben

Ein Lächeln und viel Schweiß im Rückenfit-Kurs des HTV

Auf den Matten arbeiten die Kursteilnehmer eisern für ihre Fitness.

Auf den Matten arbeiten die Kursteilnehmer eisern für ihre Fitness.

Foto: Norbert Prümen

Duisburg.   Beim Rückenfit-Kurs des Homberger TV geht es neben der Stärkung der Muskulatur auch um den Zusammenhalt und den Spaß der Teilnehmer.

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In einer Reihe liegen sie da. Auf Matten. In einer Sporthalle. 15 Männer und Frauen, 50 bis 75 Jahre alt. Beide Beine und Arme nach oben ausgestreckt. Birgitta Gatz geht mit prüfendem Blick durch die Reihen. An einer Matte bleibt sie stehen. Korrigiert die Haltung von Helmut Srech und geht zur nächsten Matte. Wir sind beim Rückenfit-Kurs des Homberger Turnvereins.

Zurück zum Start. Die ersten Teilnehmer trudeln in die Halle ein. Helmut scheint der Spaßvogel in der Truppe zu sein. Die ersten Witze hat er zumindest schon auf dem Weg in die Halle gebracht, sodass sie jeder mit einem Lächeln betritt. Jeden Dienstag von halb acht bis neun Uhr trifft sich die Gruppe in der Wilhelm-Otto-Halle in Homberg.

Scherzhaft flüstert Karl Schräder seinem Liegenachbarn zu: „Das machst du aber ganz toll.“ Es dauert nicht lange und Birgitta Gatz ist auch an seiner Matte angekommen. Auch bei ihm gibt’s was zu mäkeln. „Den Rücken gerade halten, Karl.“ Seit zehn Jahren leitet Gitta, wie sie hier alle nennen, den Rückenfit-Kurs. Und ihre Motivation ist ungebrochen: „Die Truppe hier ist echt fit. Deshalb kann ich mir immer neue Übungen ausdenken und schauen, wie sie ankommen.“

Heute hat sie Brasils mitgebracht. Das sind kleine, mit Sand gefüllte Gummi-Kakteen, die gut in der Hand liegen. Bei Übungen mit den stacheligen Dingern wird die Tiefenmuskulatur trainiert. „Vier, drei, zwei, eins und zack“, Gitta gibt Ton und Tempo an. Mal auf einem Bein balancierend oder die Arme zur Seite ausgestreckt – wenn die Brasils dabei geschüttelt werden, wird’s anstrengend. Und das soll es auch sein.

Die erschöpften Teilnehmer erzählen, dass sie es auch am nächsten Tag noch spüren, wenn sie beim Rückenfit waren. „Aber am meisten merke ich, was ich von dem Training hier habe, wenn ich mal eine längere Zeit nicht hier war“, sagt Susanne Srech. Das liege zum einen daran, dass der Rücken Probleme mache, auf der anderen Seite fehle ihr auch einfach etwas.

Ausklang im Vereinsheim

„Ich treffe hier beim Training immer viele nette Leute, habe Spaß. Das ist mindestens genauso wichtig wie das Rückentraining“, meint sie. Und das stärkt auch die Motivation? „Es fällt mir auf jeden Fall leichter, meinen Schweinehund zu überwinden, wenn ich weiß, dass ich meine Freundinnen und die anderen beim Training mal wieder treffe“, sagt Susanne Herbst. Mit dieser Freude ist sie nicht alleine. Auch die anderen legen großen Wert auf das Gemeinschaftsgefühl beim Training.

Ein Gefühl, das die Halle ein Stück weit ausfüllt. Die Übungen von Gitta Gatz bewältigen die Aktiven mit einem Lächeln im Gesicht – meistens jedenfalls. Denn irgendwann kommen sie alle ins Schwitzen.

Während Samba-Musik direkt aus Rio de Janeiro im Hintergrund läuft, gibt Gitta Gatz klare Anweisungen. Sie erhöht das Tempo. Gibt die Bewegungen im Takt vor. Alle schauen sie an und machen die Übungen nach. Das gelingt dem einen besser als dem anderen. Kein Problem. Das ist hier selbstverständlich, dass jeder die Übung so gut mitmacht, wie er es kann. „Jeder hat hier andere Probleme. Der eine mit den Knien, der andere mit den Schultern. Ich weiß darüber Bescheid und kann die Übungen anpassen“, sagt Gitta Gatz.

Scherzhaft bei den Übungen korrigiert

Markus Schiavo ist der Neuling in der Gruppe. Das merkt man jedoch nicht. Und diesen Aspekt hebt er noch einmal hervor: „Ich habe hier sofort das Gefühl der Zusammengehörigkeit erlebt. Alle waren freundlich und wir haben uns direkt scherzhaft bei den Übungen korrigiert.“

Und die Gruppe ist sich einig: Einen großen Anteil an dem guten Klima in der Gruppe hat Gitta Gatz. „Sie ist sehr motivierend und scherzt mit uns. Aber auch resolut, wenn wir etwas falsch machen“, war der allgemeine Tenor nach den 90 Minuten Rückenfit.

Ist das Training beendet, blickt man in verschwitzte Gesichter. Mit einem Arm abgestützt sitzen alle auf ihren Matten und sehen zufrieden aus. Zufrieden, das Training geschafft zu haben. Ganz vorbei ist für viele der Kurs damit aber noch nicht. Manche von ihnen setzen sich nach dem Training im Vereinsheim des Homberger TV noch zusammen. Das gehört für viele genauso dazu wie die Rückenübungen in der Halle.

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