Skaterhockey-Bundesliga

Duisburg Ducks: Früher raus, spielerisch weiterentwickelt

Luca Linde hat sich in der Saison 2019 ausgesprochen positiv entwickelt.

Luca Linde hat sich in der Saison 2019 ausgesprochen positiv entwickelt.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Saisonfazit der Duisburg Ducks lässt für die Zukunft hoffen. Aber: Lennart Pakmor fallen lange aus. Erster Neuzugang für 2020 steht fest.

Platz sechs statt Platz acht. Aber auch im Viertel- statt im Halbfinale ausgeschieden. Wie fällt das Saisonfazit bei dem Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks aus? „Ganz klar“, sagt Trainer Gordon Kindler, „nach der vergangenen Saison war das Gefühl natürlich besser, weil wir Krefeld herausgeworfen und eine spannende Serie gegen Köln gespielt hatten.“ Nun aber revanchierte sich der Crefelder SC, gewann das Viertelfinale gegen die Enten, die damit in die Winterpause verabschiedet wurden. Doch ein Blick weg von den Ergebnissen, hin auf den Platz zeigt: Die Ducks haben sich weiterentwickelt.

„Das ist so und lässt sich auch an Zahlen belegen“, sagt Kindler. Beispielsweise kamen in dieser Saison nur 19 Spieler zum Einsatz – das heißt: Der Kern der Mannschaft steht. Die Zahl der Strafzeiten ist wieder etwas nach oben gegangen, was aber auch das Engagement und den Willen der Spieler widerspiegelt. Zudem hat sich prozentuale Punkteausbeute von 38 auf 47 Prozent erhöht. All das spricht für die Ducks.

Mehrmonatige Ausfälle

Bitter ist nur, dass die Enten mit zwei Langzeitverletzten in die Saison 2020 gehen werden. „Ich habe Lennart Pakmor im Krankenhaus besucht. Er hat gelächelt, aber das war ein wenig gequält“, sorgt sich der Coach um den jungen Spieler, der sich am Samstag einen Schienbeinbruch zugezogen hat. „Lennart kann sich nicht bewegen, nur auf dem Rücken liegen. Und noch ist nicht entschieden, ob er operiert werden muss. Jedenfalls wird er wohl mindestens drei bis vier Monate ausfallen.“ Ähnlich übel hat es auch Kapitän Philip Müller erwischt: „Die erste Diagnose lautet auf Kreuzbandriss. Eine MRT-Untersuchung steht noch aus.“

In beiden Fällen geht es dabei um Leistungsträger der Ducks, die deutlich zu den positiven Erscheinungen der Saison gehören. Die Rockets Essen hatte Lennart Pakmor mir nichts, dir nichts ziehen lassen. Doch in Duisburg entwickelte sich der Angreifer zu einem hervorragenden Zweikämpfer, sicherte Bälle, gewann Bälle. Und Müller entwickelte sich zum Führungsspieler, spielt ausgesprochen stabil, wird nach auch nach vorne immer gefährlicher. Das „C“ des Kapitäns prangt nicht zu Unrecht auf seiner Brust.

Platz vier war drin

Es gibt auch weitere positive Entwicklungen. Luca Linde beispielsweise – seine bissige Galligkeit ist Gold wert. Kindler lacht: „Stimmt, Luca lässt sich sein Spielzeug ungern wegnehmen.“ Er ist ein Spieler, der alleine mit seinem Willen – gepaart mit Können – viel erreichen kann. Ebenfalls eingeschlagen ist Jakob Theis. „Man darf nicht vergessen, dass Jakob am Beginn seiner Entwicklung steht, dennoch zeigt er im Tor bereits Topleistungen“, freut sich Kindler über seinen Torhüter. Und Sebastian Schröder, der nun auch schon länger in Duisburg ist, ist ebenso verlässlich, punktet beständig und hat sich offenbar bei den Enten hervorragend eingelebt.

Es geht insgesamt freilich besser. „Mit den verschenkten Punkten aus den Spielen in Augsburg, in Velbert und daheim gegen Düsseldorf hätten wir Vierter werden können“, sieht Kindler – trotz hinzu gewonnener taktischer Flexibilität – noch Luft nach oben. Personell ist klar, dass Gabriel Hildebrandt und Basti Loch künftig nicht mehr dabei sind. Ein Fragezeichen steht hinter dem Verbleib von Kevin Wilson. Ansonsten haben alle Spieler zugesagt. Mit dem jungen Stürmer Henrik Müller aus Oberhausen, der in Dinslaken Eishockey spielt, steht der erste externe Neuzugang fest. „Angesichts von nur noch zehn Teams in der Bundesliga müssen wir etwas tun“, geht Kindler von weiteren Veränderungen aus. Auch Junior Raphael Nachtwey wird sicher seinen Platz im Team finden.

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