Fußball

Die Devise beim VfB Homberg: rennen, laufen, kämpfen

Ob Ahmad Jafari (Mitte) am Freitagabend gegen Düsseldorf mitwirken kann, ist noch ungewiss.

Ob Ahmad Jafari (Mitte) am Freitagabend gegen Düsseldorf mitwirken kann, ist noch ungewiss.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Am Freitag ist die U 23 von Fortuna Düsseldorf im Duisburger Westen zu Gast. Der Regionalliga-Aufsteiger will endlich wieder dreifach punkten.

Die U-23-Wochen gehen für die Fußballer des VfB Homberg in der Regionalliga schon am Freitagabend weiter. Um 19 Uhr empfängt der Aufsteiger die U 23 von Fortuna Düsseldorf im PCC-Stadion – und wie am letzten Samstag beim 0:3 gegen die U 23 von Borussia Dortmund erwartet Stefan Janßen auch gegen die nächste Reserve eines Bundesligisten „einen harten Brocken“, so der Coach.

Die Angriffsreihe des BVB habe schon eine „außerordentliche Qualität für diese Liga“, betont Janßen. Da wird die Offensive der Fortuna womöglich nicht ganz mithalten können, „aber das ganze Team steht der Qualität in nicht viel nach“.

Spielstark und körperlich robust

Der Coach weiß, dass erneut ein spielstarker und körperlich robuster Bundesliga-Unterbau auf sein Team zukommen wird, der sich mit den Angreifern Kevin Hagemann (Wuppertaler SV) und Max Wegner (Rot-Weiß Essen) zudem zwei erfahrene Neuzugänge an Bord geholt hat.

Doch was die Torquote betrifft, sollten sich die Zuschauer am Rheindeich auf ein Duell auf Augenhöhe einrichten dürfen. Mit 7:15 Treffern nach sieben Spielen hat Düsseldorf ebenso oft – oder besser: ebenso wenig – getroffen wie der VfB und dabei noch ein Tor mehr kassiert. Dennoch haben die Landeshauptstädter mit sieben Punkten noch drei Zähler mehr auf dem Konto als die bislang recht glücklosen Homberger.

Janßen hofft auf Heimsieg für die Fans

Das möchte Stefan Janßen am Freitag gern ändern. „Es zählen nur die Punkte, und die haben wir uns jetzt auch verdient“, möchte der Coach zudem den – auch bei den Auswärtsfahrten recht zahlreich unterstützenden – Fans, „endlich einen Heimsieg“ bescheren. „Wir haben lange genug über die Qualitäten der Gegner in dieser Liga geredet und diese inzwischen auch oft genug erleben dürfen“, sagt Janßen, „aber wir müssen nur noch auf uns schauen. Den Hurra-Fußball, den wir in der Aufstiegssaison spielen konnten, müssen wir etwas einstellen und uns auf die alten Tugenden fokussieren: Rennen, laufen, kämpfen“, lautete die Devise für das Kellerduell am achten Spieltag. Oder wie es Dennis Wibbe nach dem Spiel in Dortmund ausdrückte: „Wir brauchen einfach mal einen dreckigen 1:0- oder 2:0-Sieg.“

Ein Problem dabei ist, dass der beherzte Kampf, den die Gelb-Schwarzen bislang stets boten, auch Kräfte gekostet hat. So ist der Einsatz von Kapitän Wibbe nach erneuter Muskelverhärtung ebenso fraglich wie der von Ahmad Jafari, der in Dortmund einen Schlag aufs Knie abbekam und mit dem Training aussetzen musste. Bei Patrick Dertwinkel, Ferdi Acar, Metin Kücükarslan und Koray Kacinoglu besteht weiterhin keinerlei Hoffnung auf einen Einsatz am Freitag. Janßen sieht aber zumindest bei den letzteren beiden „eine deutliche Verbesserung“ und hofft zur in acht Tagen anstehenden Englischen Woche auf eine Rückkehr der Defensivakteure.

Immerhin ist Andreas Kossenjans wieder gesund und kann diesmal den rotgesperrten Ersatzkeeper Robin Offhaus auf der Bank vertreten. Vielleicht kann sich VfB-Urgestein „Kosse“ beim ersten Regionalliga-Eintrag in seiner Vita mit 46 Jahren dann ja gleich über zwei Premieren freuen. Den ersten Heimsieg in der vierthöchsten Spielklasse hätte sich der Aufsteiger jedenfalls verdient. Doch da hat Fortunas U 23 freilich noch ein Wörtchen mitzureden...

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