Fußball

Der MSV Duisburg feiert eine Gala gegen Preußen Münster

Duisburger Glückseligkeit: (von links) Yassin Ben Balla, Moritz Stoppelkamp, Vincent Vermeij und Joshua Bitter.

Duisburger Glückseligkeit: (von links) Yassin Ben Balla, Moritz Stoppelkamp, Vincent Vermeij und Joshua Bitter.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus / firo Sportphoto

Duisburg.  Der Duisburger Drittligist gewinnt auch sein zweites Heimspiel. Nach Spielende feiern die Anhänger der Zebras besonders einen Youngster.

Die Fans wollten Lukas Daschner sehen. Der Youngster musste nach dem Schlusspfiff vortreten und alleine zum Zaun gehen. Der 20-Jährige lieferte gestern Abend wieder eine starke Leistung ab und trug entscheidend zum 2:0 (0:0)-Sieg über Preußen Münster bei. Auch Trainer Torsten Lieberknecht freute sich über Sprechchöre. Ein schönes Geschenk am Vorabend seines 46. Geburtstages.

Torsten Lieberknecht setzt auf Kontinuität. Der MSV-Trainer schickte zum dritten Mal in Folge die selbe Startaufstellung ins Rennen. Der Coach setzt darauf, dass sich die neue Mannschaft nach dem Umbruch einspielt und sich Automatismen aneignet.

Schmeling rückte für Neumann in den Kader

Den Platz auf der Bank für den verletzten Sebastian Neumann nahm Migel-Max Schmeling ein. Hier saß auch Ahmet Engin, der einen Kurztrip in die Türkei, wo er der Hochzeit seiner Schwester beiwohnte, in den Knochen hatte.

Im Vergleich zum 2:3 in Ingolstadt präsentierte sich der MSV gefestigter. Münster kam in der Anfangsphase durch Rufat Dadashov zu einer Kleinchance: MSV-Torwart Leo Weinkauf hatte keine Probleme, den 18-Meter-Schuss zu parieren (10.).

Es folgte eine Duisburger Phase mit viel Sturm und Drang – aber ohne Ertrag. In der elften Minute setzte sich Vincent Vermeij auf der rechten Seite durch und bediente Connor Krempicki. Der Ex-Uerdinger konnte sich jedoch nicht im Strafraum durchsetzen.

Drei Minuten später brach Tim Albutat auf der linken Seite durch und schlug einen scharfen Pass ins Zentrum. Dort stand Vincent Vermeij, der aber offenbar überrascht war. Einen Meter vor dem Tor versprang dem Niederländer der Ball. In der 20. Minute setzte Vermeij Lukas Daschner per Zuspiel mit der Hacke in Szene. Daschner scheiterte aus zehn Metern jedoch freistehend an Preußen-Schlussmann Maximilian Schulze Niehues, der mit einer Fußabwehr zur Stelle war.

Der MSV blieb überlegen, fand aber in der ersten Halbzeit kaum noch Mittel, um den Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Nur noch Joshua Bitter verbuchte eine Chance, sein Schuss wurde jedoch abgeblockt.

Albutat trifft zum 1:0

Nach dem Seitenwechsel setzte der MSV sofort auf Offensive. In der 47. Minute trat Kapitän Moritz Stoppelkamp zum Freistoß an. Sein Schuss aus 22 Metern schien verunglückt – doch der Ball verfehlte das Tor nur knapp. Zwei Minuten später passte jedoch alles – wenn auch über Umwege. Joshua Bitter flankte von rechts, Lukas Daschner kam im Strafraum völlig frei zum Kopfball, traf aber nur den Pfosten. Doch Tim Albutat stand goldrichtig und staubte zum 1:0 für die Zebras ab.

In der 54. Minute hatte Stoppelkamp das 2:0 auf dem Fuß. Auf Zuspiel von Daschner war er mit einer Direktannahme zur Stelle, doch Schulze Niehues im Preußen-Tor entschärfte die Chance mit einer Glanztat. Auch beim nächsten Angriff stand Stoppelkamp im Fokus. Der 32-Jährige setzte zu einem Kabinettstückchen an und versuchte es per Hackentrick, verfehlte das Tor aber nur knapp.

In der 70. Minute traf Stoppelkamp dann aber ohne Zaubertrick. Lukas Daschner, der mit zunehmender Spieldauer immer stärker wurde und später unter tosendem Beifall der MSV-Fans ausgewechselt wurde, bediente „Stoppel“ mit einem langen Ball. Der MSV-Kapitän spielte Simon Scherder aus und schob zum 2:0 ein. In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Ahmet Engin noch das 3:0 auf dem Fuß. Doch auch er fand seinen Meister im stärksten Gästespieler: Torwart Maximilian Schulze Niehues war auch hier mit einem starken Reflex zur Stelle.

Stoppelkamp freut sich über gelungenen Start

Kapitän Moritz Stoppelkamp freut sich über einen gelungenen Saisonstart – auch wenn die Zebras zuletzt in Ingolstadt eine Niederlage hinnehmen mussten. Gegen Preußen Münster hätte er sich etwas weniger Spannung gewünscht. „Wir hatten das Spiel über 90 Minuten im Griff, hätten aber schon in der ersten Halbzeit führen müssen“, sagte Stoppelkamp nach der Partie.

Am Sonntag geht’s nun mit der Auswärtspartie bei Eintracht Braunschweig weiter. Das Duell Löwen gegen Zebras birgt gleich mehrere Reize. Der MSV fährt als Tabellendritter zum Spitzenreiter – und die Braunschweiger Eintracht ist Lieberknechts Ex-Klub.

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