Triathlon

Der Ironman 70.3 kommt nach Duisburg

Duisburg-Sport-Betriebsleiter Jürgen Dietz, Renndirektor Mike Matthias, Oberbürgermeister Sören Link, Sportdezernent Ralf Krumpholz und Burkhard Schmidt, Präsident des nordrhein-westfälischen Triathlon-Verbandes (von links), freuen sich auf den Ironman in Duisburg.

Duisburg-Sport-Betriebsleiter Jürgen Dietz, Renndirektor Mike Matthias, Oberbürgermeister Sören Link, Sportdezernent Ralf Krumpholz und Burkhard Schmidt, Präsident des nordrhein-westfälischen Triathlon-Verbandes (von links), freuen sich auf den Ironman in Duisburg.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Am 23. August 2020 wird erstmals ein Triathlon der berühmten Marke an der Wedau stattfinden. Die Regattabahn und die Arena sind das Zentrum.

Die Regattabahn im Sportpark Wedau sorgt dafür, dass Duisburg im Kanurennsport sowie beim Rudern einen international sehr guten Ruf hat. Nun kommt eine Sportart dazu, die ebenfalls auf Duisburgs berühmtester Wassersport-Rennstrecke ein Großereignis ausrichten wird – allerdings kommt sie ohne Boote aus: Am 23. August 2020 wird erstmals in Duisburg ein Ironman-Triathlon 70.3 stattfinden. Das heißt 1,9 Kilometer Schwimmen in der Regattabahn, 90 Kilometer Radfahren auf einer noch zu bestimmenden Strecke und schließlich ein Halbmarathon, der auf drei Runden rund um die Regattabahn und durch die Schauinsland-Reisen-Arena ausgetragen wird.

Klingt nach einer großen Nummer? Ist es tatsächlich. „Wir erwarten über 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, erklärt Mike Matthias, der Senior Race Director der Ironman Germany GmbH. Der Zeitpunkt für die Bekanntgabe ist gut gewählt – denn in wenigen Tagen beginnt die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii, bei der mit Sven Wies auch ein Athlet des Duisburger SV 98 teilnehmen wird. Dort geht es allerdings über die Volldistanz, die doppelt so lang ist wie ein Ironman 70.3, dessen eigenartiger Name sich auf die 70,3 Meilen, das sind 113 Kilometer, bezieht, die die gesamte Strecke bemisst.

Internationales Starterfeld

Was einen Ironman von anderen Triathlon-Wettbewerben unterscheidet? „Ironman ist eine Marke“, sagte Burkhard Schmidt, der Präsident des nordrhein-westfälischen Triathlon-Verbandes. „Es ist ein Qualitätssiegel. Und Ironman-Rennen sorgen dafür, dass die Strahlkraft über die jeweilige Region hinausgeht.“ So erwarten die Ironman-Macher in Duisburg ein Teilnehmerfeld, das sich aus Sportlern aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland zusammensetzen wird. „Ich gehe von den Benelux-Ländern, Skandinavien und auch östlichen Nachbarländern wie Polen aus“, erklärt Matthias. Das bedeutet: Hotels und Gastronomie in Duisburg dürften davon profitieren. „Für Triathleten sind Ironman-Rennen auch immer etwas, das sie mit der gesamten Familie besuchen und sich dann auch die Region anschauen.“ In Deutschland gibt es aktuell nur zwei Ironman 70.3 – einen im Kraichgau und nun den in Duisburg. Das Rennen rund um die Wedau dient dann auch zur Qualifikation über die WM über die Halbdistanz, die jährlich rotiert, während der die legendäre Ironman-WM über die Langdistanz grundsätzlich auf Hawaii stattfindet.

Los geht es mit dem Schwimmwettkampf. Vor der Tribüne der Regattabahn gehen die Athleten ins Wasser, schwimmen die halbe Strecke in Richtung des Kanustarts, drehen um, schwimmen danach in den Parallelkanal, ehe es auf Höhe Dreieckswiese in die Wechselzone geht. Die sich dann anschließende Radstrecke muss noch festgelegt werden. „Wir werden mit allen denkbaren Nachbarkommunen sprechen. Es wird aber eher nach rechts oder links gehen“, sagt Matthias. Heißt: Nicht nach Düsseldorf, sondern eher in Richtung Mülheim oder in Richtung Niederrhein. „In den nächsten acht Wochen sollte die Strecke stehen.“ Wieder in Duisburg angekommen, geht es auf die Laufstrecke, die zweimal die Arena durchquert, ehe bei der dritten Runde in der Arena der Zieleinlauf stattfinden wird.

„Es spricht für unseren Sportpark, dass Duisburg für den Ironman ausgewählt worden ist“, sagte Oberbürgermeister Sören Link. Jürgen Dietz, Betriebsleiter von Duisburg-Sport, erklärte, dass die Zusammenarbeit zunächst auf drei Jahre angelegt ist. „Ich gehe aber davon aus, dass das ein großer Erfolg wird.“

Infos zum Ironman:

Nordrhein-Westfalen ist das deutsche „Kernland“ für den Triathlon-Sport. Der hiesige Landesverband ist der größte in Deutschland und rund 12.000 Sportlerinnen und Sportler in circa 280 Vereinen. In Duisburg betreiben der ASV und der DSV 98 den Triathlonsport.

Der erste Triathlon, der in Deutschland ausgetragen wurde, fand ganz in der Nähe statt. 1982 ging es in Essen erstmals auf die Strecke.

Wer beim Ironman mitmachen will, muss eine Anmeldegebühr zwischen 260 und 310 Euro bezahlen. In Duisburg kann man sich für die 70.3-WM 2021 in St. George, Utah qualifizieren. Anmeldungen sind ab dem 15. Oktober um 16 Uhr möglich. Infos gibt es unter:
www.ironman.com/duisburg70.3

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