Fußball-Bundesliga

Wiederholung verboten: Fortuna will Déjà-vu vermeiden

4. November 2018: Düsseldorfs Kaan Ayhan lässt nach dem 0:3 bei Borussia Mönchengladbach den Kopf hängen.

4. November 2018: Düsseldorfs Kaan Ayhan lässt nach dem 0:3 bei Borussia Mönchengladbach den Kopf hängen.

Foto: Marius Becker / dpa

Düsseldorf.  Zu Hause gegen Wolfsburg, auswärts in Gladbach – diese Reihenfolge gab es schon in der vergangenen Saison. Fortuna verlor beide Spiele mit 0:3.

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Noch steht der Fußball im Zeichen der Länderspiele. Doch mit dem Montag beginnt bei Fortuna Düsseldorf natürlich bereits die intensive Vorbereitung auf das nächste Bundesligaspiel. Die Düsseldorfer werden den vierten Spieltag eröffnen: Am Freitagabend (20.30 Uhr, Arena) empfängt die Fortuna den VfL Wolfsburg. Danach hat die Elf von Trainer Friedhelm Funkel acht Tage Pause, bevor das Derby bei Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 22. September 15.30 Uhr) ansteht. Wolfsburg zu Hause, dann Gladbach auswärts – war da nicht etwas? Genau, diese Spielreihenfolge gab es bereits in der vergangenen Saison. Und die Partien endeten wenig erfreulich für Fortuna: Beide Spiele gingen aus Düsseldorfer Sicht 0:3 aus.

Und es gibt noch eine Parallele: Auch in diesem Jahr ging diesen beiden Spielen die Auswärtspartie bei Eintracht Frankfurt voraus. 2018 fanden die Begegnungen Ende Oktober/Anfang November statt. Fortuna befand sich in ihrer kritischsten Saisonphase. Das 1:7 und die beiden 0:3 bedeuteten schließlich eine Niederlagenserie von sechs Partien. Solch einen Negativtrend nach dem 1:2 in Frankfurt wollen Funkel und seine Mannschaft naturgemäß verhindern. Dazu gilt es, aus dem vergangenen Jahr zu lernen.

Das schlechteste Heimspiel

Das 0:3 gegen Wolfsburg war vermeintlich das schlechteste Heimspiel der Düsseldorfer in der Vorsaison. Der Fortuna fehlte jeglicher Mut und jeglicher Spielwitz – natürlich vor allem durch die 1:7-Klatsche in der Vorwoche zu erklären. „Vielleicht ging die defensive Stabilität ein bisschen zu Lasten der Durchschlagskraft“, sagte Adam Bodzek. „Wenn man in der Vorwoche sieben Stück bekommt, ist es aber doch normal, erstmal Sicherheit ins Spiel bekommen zu wollen.“

Beim 0:3 in Gladbach spielte Fortuna eine Halbzeit lang gut mit, ging dann durch einen Elfmeter in Rückstand und zerfiel schließlich in ihre Einzelteile.

Umstrittene Entscheidungen

In beiden Begegnungen spielten auch sehr umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen eine Rolle. Wolfsburg ging durch einen Elfmeter von Wout Weghorst in Führung, den Rouwen Hennings verursacht hatte. Der Angreifer stand bei einem Wolfsburger Freistoß in der Mauer, der Ball ging an seinen leicht abgespreizten Arm. Schiedsrichter Daniel Schlager entschied sofort auf Elfmeter.

In Gladbach sprang der Ball nach einem Schuss an den angelegten Arm von Kaan Ayhan. Schiedsrichter Felix Brych zeigte auch sofort auf den Punkt. Der Videoschiedsrichter meldete sich nicht zu Wort. „So einen Elfmeter zu geben, da hab ich kein Verständnis für“, sagte Funkel anschließend, der aber auch sein Team kritisierte: „Es ist nicht nur der Schiedsrichter, sondern wir haben mal wieder einen individuellen katastrophalen Fehler gemacht.“

Nach der sechsten Niederlage in Serie wurde damals auch über die Zukunft des Trainers diskutiert. Doch dann folgten der Sieg gegen Hertha BSC, der Punkt bei den Bayern und die Neun-Punkte-Woche direkt vor Weihnachten. In diesem Jahr soll es so weit gar nicht erst kommen. (erer)

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