Deutsche Eishockey-Liga

Düsseldorfer EG enttäuscht in Krefeld

Luke Adam (rechts) brachte die DEG früh in Führung – dennoch ging das Spiel in Krefeld verloren.

Luke Adam (rechts) brachte die DEG früh in Führung – dennoch ging das Spiel in Krefeld verloren.

Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf.  Die 3:4-Pleite im Derby bei den Pinguinen ist verdient. Stadion in der Seidenstadt ausverkauft. Am Sonntag geht es im Dome gegen Schwenningen.

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Ausverkauftes Haus – keine Alltäglichkeit für die Krefeld Pinguine, und deshalb feierten die Fans des wirtschaftlich angeschlagenen Eishockey-Klubs die entsprechende Durchsage des Hallensprechers bei der Partie gegen die Düsseldorfer EG auch fast wie die Deutsche Meisterschaft. Doch nicht nur deswegen hatten die Gastgeber Grund zum Feiern, denn sie setzten sich überraschend, aber sicher nicht unverdient mit 4:3 (2:1, 2:2, 0:0) gegen die favorisierte DEG durch. Die Düsseldorfer zeigten nach gutem Start eine enttäuschende Partie und kamen nie richtig in Tritt.

Die letzten Zuschauer hatten ihre Plätze noch gar nicht eingenommen, da hatte es schon im Krefelder Kasten eingeschlagen. Luke Adam nutzte die Vorarbeit seiner Sturmkollegen Chad Nehring und Kenny Olimb zu seinem dritten Saisontreffer, und in der Folge sah es zunächst ganz so aus, als sollten die Pinguine kein Mittel gegen die Düsseldorfer Kombinationsfreude finden. Doch die DEG vergaß bei aller Überlegenheit irgendwie das Toreschießen, nutzte auch eine Überzahlsituation nicht aus – und das brachte die Schwarz-Gelben zurück in die Partie. Innerhalb von 195 Sekunden drehten sie das Spiel, wobei der 19-jährige Torhüter Hendrik Hane bei beiden Treffern machtlos war. Beim 1:1 fälschte Philipp Kuhnekath den Puck unerreichbar ab, beim 2:1 nutzten die Krefelder ihr Powerplay schlichtweg effektiver aus als der Favorit.

Kurioses Tor von Chad Nehring

In der 25. Minute wurde es kurios. Nehring ergaunerte sich die Scheibe hinter dem Krefelder Tor, doch Keeper Jussi Rynnäs bekam das anscheinend gar nicht mit. Ohne jede Körperspannung stand er plötzlich dem ums Gehäuse gekurvten Deutsch-Kanadier gegenüber – und der schob ungehindert zum 2:2 ein. Das Ganze geschah auch noch in Unterzahl, doch das war der Haken an der Geschichte: Die Pinguine blieben schließlich in Überzahl und gingen im Gegenzug erneut in Führung.

Viel problematischer als der Rückstand war für die DEG allerdings, dass sie sich unnötigerweise von der Hektik anstecken ließ, die die Krefelder aufs Eis brachten. Etliche undurchsichtige Schiedsrichterentscheidungen zu Lasten beider Seiten taten ihr Übriges, dass der Spielfluss der Anfangsminuten immer mehr einem munteren, aber chaotischen Treiben Platz machte. Glück für die Gäste, dass nach dem zwischenzeitlichen 4:2 – das aus einem dummen Fehler von Johannes Johannesen resultierte – Marc Zanetti wenigstens wieder verkürzte. Bezeichnend für die Fehlerquote an diesem Allerheiligen-Tag, dass Rynnäs den Schuss des Kanadiers eigentlich mit seiner Fanghand hätte erwischen müssen.

Am Sonntag gegen Schwenningen

Eine Initialzündung für eine bessere Vorstellung in Rot-Gelb war das indes nicht. Die DEG fand weiterhin nicht zu ihrer Form, wirkte fahrig und unkonzentriert. Drei unnötig verlorene Punkte waren die Folge, und nun muss die Kreis-Truppe am Sonntag ab 17 Uhr im ISS Dome gegen Schwenningen zusehen, dass sie nicht mit zwei unerwarteten Pleiten in die Deutschland-Cup-Pause geht. (jol)

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