Fußball

Dawid Kownacki muss sich bei Fortuna Düsseldorf gedulden

Gut lachen: Dawid Kownacki nach seinem Treffer beim 4:0 auf Schalke im vergangenen März.

Gut lachen: Dawid Kownacki nach seinem Treffer beim 4:0 auf Schalke im vergangenen März.

Foto: Christof Wolff

Düsseldorf.  Der Stürmer hatte vier Muskelverletzungen. Nun soll er die Belastung ganz langsam steigern. Ein Einsatz im Pokal steht nicht zur Debatte.

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Er ist die große Sturmhoffnung bei Fortuna Düsseldorf: Dawid Kownacki. Doch der 22-Jährige hat ein Problem, seine Muskeln spielen nicht immer so mit, wie er es gerne möchte. „Er hatte in den vergangenen Monaten vier Muskelverletzungen. Das ist zu viel“, sagt Friedhelm Funkel. Und daher hat Fortunas Trainer dem ungeduldigen Angreifer nun mit auf den Weg gegeben, dass er sich in Geduld üben muss. Das Credo lautet: „Wir müssen Dawid behutsam und langsam aufbauen.“

Seit Januar ist Kownacki ein Teil der Fortuna. Doch das Talent ist über den Status eines Teilzeitarbeiters nie hinausgekommen. Adduktoren-, Waden-, und Oberschenkelprobleme plagten Kownacki. Zwei Mal erwischte es ihn bei der polnischen Nationalmannschaft, zwei Mal bei der Fortuna. Zuletzt stoppte ihn ein Faserriss unmittelbar vor dem Trainingslager in Maria Alm. Nach drei Wochen Pause stieg er in der vergangenen Woche wieder ins Mannschaftstraining ein.

Funkel will Kownacki bremsen

Doch ein Einsatz im Pokal beim Oberligisten FC Villingen 08 am Samstag (15.30 Uhr) steht nicht zur Debatte. „Dawid glaubt immer zu früh, dass es schon wieder geht. Da muss ich ihn, als Trainer mit viel Erfahrung, endlich mal bremsen“, sagt Funkel, der im Training zuletzt Besuch vom polnischen Nationaltrainer Jerzy Brzęczek hatte.

„Unsere Analyse hat ergeben, dass er einfach immer wieder zu früh angefangen hat. Da haben wir Trainer natürlich eine Mitschuld“, erklärt Funkel. „Wir haben Dawid gemeinschaftlich ein paar Dinge mit auf den Weg gegeben. Er muss sich Zeit lassen, nicht ungeduldig werden, uns vertrauen.“

Kownacki soll zudem seine Ernährung etwas umstellen und sich einigen Untersuchungen unterziehen, um zu erkennen, woran die muskuläre Anfälligkeit noch liegen kann. „Wir versuchen dabei zu helfen, dass er stabil bleibt“, sagt Funkel. „Wir setzen ihn erst wieder ein, sobald wir es für richtig halten. Erst, wenn wir glauben, dass er in einem wirklich guten Fitnesszustand ist.“

Zehn Spiele bis zur Option

Wann das sein wird, ist unklar. Funkel ließ durchblicken, dass er Kownacki möglicherweise beim Testspiel gegen den TSV Bockum in Krefeld am kommenden Dienstag 45 Minuten einsetzen wird. Das ist aber kein Hinweis darauf, dass der Angreifer auch schon eine Option für den Bundesliga-Auftakt sein wird. „Wir entscheiden das ganz kurzfristig. Vielleicht ist er in Bremen dabei, oder gegen Leverkusen, oder in Frankfurt, oder erst nach der Länderspielpause im September“, sagt Funkel, der mit Brzęczek vor den Länderspielen telefonieren wird, um abzusprechen, ob eine Reise nach Polen Sinn macht: „Es kann auch sein, dass Dawid hier bleibt. Wir müssen vernünftig sein.“

Kownacki will natürlich spielen. Derzeit ist er noch von Sampdoria Genua ausgeliehen, nach zehn Einsätzen greift aber die Kaufoption, die ihn zum dauerhaften Fortunen macht. Funkel: „Er brennt natürlich, will immer spielen. Aber wir haben 34 Spieltage. Er wird noch genügend Einsätze bekommen.“ (erer)

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