Fußball-Bundesliga

Aymen Barkok soll bei Fortuna Düsseldorf bleiben

Fortuna Düsseldorf möchte Aymen Barkok halten.

Fortuna Düsseldorf möchte Aymen Barkok halten.

Foto: Janning

Düsseldorf.   Der Mittelfeldmann ist bis zum Saisonende ausgeliehen. Wenn es nach Fortunas Sportvorstand geht, soll der 20-Jährige aber darüber hinaus bleiben.

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Vor Lutz Pfannenstiel liegt eine Menge Arbeit. Die Kaderplanung für die kommende Saison läuft bereits auf Hochtouren. Die gute Tabellensituation mit zwölf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz macht es möglich, dass die Fortuna-Verantwortlichen derzeit eingleisig planen: für eine zweite Saison in der 1. Fußball-Bundesliga. Neben festen Zugängen und Abgängen beschäftigen den Sportvorstand vor allem auch die aktuellen Leihspieler. Einer davon ist Aymen Barkok. Der Leihvertrag mit Eintracht Frankfurt endet am 30. Juni, doch der 20-Jährige soll auch danach für Fortuna auflaufen. „Aymen ist ein interessanter Spieler, der genau in unsere Gedankenspiele für nächste Saison passt“, sagt Pfannenstiel. „Wir sind im Austausch mit dem Spieler und der Eintracht.“

Im Vertrag mit den Frankfurtern ist eine Kaufoption festgeschrieben. Sie soll dem Vernehmen nach bei rund fünf Millionen Euro liegen. Die Eintracht hat sich allerdings auch eine Rückkaufoption gesichert. Derzeit sind alle Szenarien denkbar: Fortuna könnte die Kaufoption ziehen oder versuchen, diese nachzuverhandeln, womöglich sogar die Rückkaufoption streichen zu lassen. Oder aber die Leihe wird um ein Jahr zu neuen Konditionen verlängert. Allerdings sitzt die Eintracht am längeren Hebel.

Barkok kann mit allen Lösungen leben

Barkok selbst ließ durchblicken, dass er mit allen Lösungen leben kann und froh ist, dass andere Personen die Entscheidung über seine Zukunft fällen. Eines ist sicher: Die Vertragsgespräche werden in freundlicher Atmosphäre stattfinden. Denn Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic ist mit Pfannenstiel seit Jahren gut befreundet, war sogar sein Trauzeuge.

Für Barkok, der auch in Kaderplaner Uwe Klein einen großen Befürworter in Fortunas Reihen hat, war nach eigenem Bekunden vor allem wichtig, dass er zuletzt mehr Spielzeit bekommen hat. Nach Kurzeinsätzen zu Beginn der Rückrunde in Augsburg und gegen Leipzig stand er in der Liga gegen Leverkusen, Schalke, Frankfurt und im Pokal auf Schalke jeweils in der Startelf.

Gutes Spiel in Schalke

Besonders beim Ligaspiel in Gelsenkirchen ließ Barkok aufblitzen, welche Fähigkeiten er im zentralen Mittelfeld hat. Auch Trainer Friedhelm Funkel, der sonst eher das Kollektiv hervorhebt, ließ sich zu einem Einzellob hinreißen: „Wenn ich die Leistung von Aymen Barkok sehe, dann war das schon sehr gut.“

In der Hinserie sah das noch anders aus. Ein Muskelfaserriss und eine Innenbandverletzung im Knie stoppten den Zugang. So kam es, dass Barkok im Jahr 2018 nur 57 Minuten das Fortuna-Trikot in Pflichtspielen für die erste Mannschaft trug. In der „Zwoten“ kam er in der Regionalliga drei Mal über 268 Minuten zum Einsatz, steuerte einen Treffer bei. Ein Torerfolg in der Bundesliga gelang ihm diese Saison noch nicht. Das soll sich in den verbleibenden neun Partien ändern.

Neben dem Vertrag von Barkok laufen auch die Leihgeschäfte von Markus Suttner, Takashi Usami, Marcin Kaminski, Dodi Lukebakio und Dawid Kownacki aus. Nur bei letzterem hat die Fortuna ebenfalls eine Kaufoption vereinbart. Die soll dem Vernehmen nach deutlich über den kolportierten fünf Millionen Euro liegen und etwa neun Millionen Euro betragen.

Lutz Pfannenstiel steht mit allen Stammvereinen der Leihspieler in Kontakt. Bei allen Akteuren ist die Entscheidung über die Zukunft noch offen und ein Verbleib in Düsseldorf nicht ausgeschlossen. (erer)

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