Fußball-Bundesliga

Auf welches System vertraut die Fortuna?

Dreierkette mit Ball, Fünferkette ohne Ball: Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel überlegt noch, wie er gegen Paderborn spielen lassen wird.

Dreierkette mit Ball, Fünferkette ohne Ball: Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel überlegt noch, wie er gegen Paderborn spielen lassen wird.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Düsseldorf.  Fortuna Düsseldorf bleibt in der Systemfrage auch vor dem Spiel in Paderborn am Samstag flexibel. 3-4-3 funktionierte gegen Mainz perfekt.

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Das Votum war einstimmig. Dieses System, erklärten Fortunas Spieler, war für diesen Tag perfekt. Und das eindeutige Votum wurde durch die Statistik gestützt: Nur ein Schüsschen musste Torhüter Zack Steffen beim 1:0 gegen Mainz halten. Die Defensive stand so sicher wie noch nie in dieser jungen Spielzeit. Dass das 3-4-3 nun aber auch das Allheilmittel für die kommenden Begegnungen sein wird, verneinte Friedhelm Funkel am Donnerstag. Der Trainer sagte: „Wenn wir gewinnen, sind die Aussagen ohnehin etwas positiver – auch von den Spielern. Davon darf man sich nicht beeinflussen lassen. Wir wissen noch nicht, wie wir es machen werden am Samstag.“

Dreierkette gibt Sicherheit

Gegen Mainz freuten sich die Spieler vor allem darüber, dass ihnen die Dreierkette die nötige Sicherheit gegeben habe. Andre Hoffmann erklärte, dass jeder voll in die Zweikämpfe gegangen ist, weil er wusste, dass hinter ihm noch einer ist, der einen eventuellen Fehler ausbügeln würde. „Wir können die Dreierkette spielen, aber das, was wir auch in der vergangenen Saison am meisten gespielt haben, war ein 4-4-2, oder ein 4-2-3-1, oder ein 4-3-3“, sagt Friedhelm Funkel. In allen Systemen hat Fortuna gute Spiele abgeliefert, aber auch weniger gute. „Für Samstag hängt es davon ab, welche Spieler das Trainerteam für die Startelf auswählt.“

Und da haben Funkel und sein Team wieder eine größere Auswahl. Alfredo Morales ist nach seiner überstandenen Grippe eine wahrscheinliche Option für das defensive Mittelfeld. Dann könnte Matthias Zimmermann wieder nach rechts rücken – wenn es denn eine Viererkette wird. Dann ist aber die Frage, welcher der drei Innenverteidiger weichen muss? Hoffmann, Kaan Ayhan und Kasim Adams haben alle – legt man die Leistung vom vergangenen Samstag zugrunde – keinen Anlass gegeben, sie aus dem Team zu nehmen.

Tekpetey könnte rechts beginnen

Auch auf den offensiven Außenbahnen und im Sturmzentrum sind viele Varianten möglich. Rechts könnte Bernard Tekpetey gegen seinen Ex-Klub beginnen. Oder aber Funkel entscheidet sich für die defensivere Variante mit Jean Zimmer. Links ist Erik Thommy eine Möglichkeit, der zuletzt zwei Mal nur von der Bank kam. Vorne lieferten Torjäger und Siegtorschütze Rouwen Hennings sowie Kenan Karaman auf der Außenbahn einen mehr als soliden Auftritt ab. Der türkische Nationalspieler fiel aber am Mittwoch mit einem grippalen Infekt aus, ob er in Ostwestfalen dabei sein kann, entscheidet sich erst am Freitag. Sollte Karaman ausfallen, ist auch Dawid Kownacki wieder eine Möglichkeit für die Startelf. Der hochtalentierte Angreifer kommt laut Funkel immer besser in Tritt. Wenn er gesund bleiben sollte, traut Funkel ihm eine Leistungsexplosion zu: „Wenn er das erste Mal trifft, werden weitere Tore folgen“, sagt er – egal in welchem System. „Die Dreierkette ist immer eine Option für uns. Wir waren in der zweiten Liga und auch in der vergangenen Spielzeit in der ersten Liga immer sehr flexibel – und das wollen wir auch in dieser Saison bleiben.“

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