Fußball-Bundesliga

0:3 gegen Frankfurt: Bei Fortuna mag keiner den Montag

Goncalo Paciencia brachte die Eintracht in der 48. Minute in Führung.

Goncalo Paciencia brachte die Eintracht in der 48. Minute in Führung.

Foto: Jürgen Fromme/firo

Düsseldorf.   Heimspiel gegen Eintracht geht mit 0:3 verloren. Zwei Gegentreffer in der Nachspielzeit. Handelfer für Fortuna nach Videostudium zurückgenommen.

Fortunas Arena-Discjockey Marcus Haefs hatte am Montagabend kurz vor dem Anpfiff die 40 Jahre alte Klagehymne von Bob Geldorfs Boomtown Rats aufgelegt. „I don’t like Mondays“ passte beim ungeliebten Bundesliga-Montagstermin mit Eintracht Frankfurt vor allem auf Dawid Kownacki. Fortunas Leih-Pole von Sampdoria Genua wurde nicht nur nach zwei Spielminuten der dritten Saisontreffer aberkannt. Kownacki musste nach gerade einmal 16 Minuten auch noch mit Verdacht auf Muskelfaserriss im linken Oberschenkel verletzt in die Umkleide humpeln. Immerhin verpasste der Angreifer, der zuletzt beim 4:0 auf Schalke zweimal getroffen hatte, danach nicht allzu viel: Fortunas erster Bundesliga-Montag ging unglücklich mit 0:3 (0:0) in die Binsen.

Kownacki früh raus

Trotz des frühen Personalwechsels – für Kownacki musste Rouwen Hennings einen Kaltstart hinlegen – zeigten die Fortunen eine ordentliche erste Halbzeit gegen den Europa-League-Starter. Angeführt vom überaus spiel- und zweikampfstarken Kapitän Oliver Fink waren die Gastgeber dem Treffer näher. Kownacki jubelte ja nach zwei Minuten schon. Doch Schiedsrichter Robert Hartmann, der bei vielen bissigen Scharmützeln eine Menge zu tun hatte, gab das 1:0 nicht.

Sein Assistent hatte eine Abseitsstellung Kownackis gewunken, doch das Zuspiel kam vom Frankfurter De Guzman. Der vermeintliche Vorlagengeber Dodi Lukebakio hatte sich in der Szene aber offenbar einen Ballvorteil per Hand verschafft. Die Watford-Leihgabe und auch sein schneller belgischer Landsmann Benito Raman über die rechte Offensivseite sorgten für Tempo.

Rensing rettet gegen Jovic

Das breite Selbstvertrauen sorgte für eine gewisse Leichtigkeit im Spiel des Aufsteigers. Nur ganz vorn, im Frankfurter Strafraum, da mangelte es etwas am Druck und an der Präzision. Torsteher Kevin Trapp jedenfalls blieb vor der Pause ohne Chance zur Glanztat.

Genau dieses Vergnügen hatte sein Gegenüber. Michael Rensing rettete kurz vor der Halbzeit gegen Luka Jovic, der nach einem Stellungsfehler der Düsseldorfer Defensive plötzlich frei im Strafraum auf Rensing zugestürmt war. Ein 1:0 für die Gäste wäre zu diesem Zeitpunkt denn auch ein wenig schmeichelhaft gewesen.

Schnelles Gegentor in Hälfte zwei

Halbzeit zwei? Fiel dann doch zügig der Treffer für Frankfurt. De Guzmans Flanke fand den Portugiesen Goncalo Paciencia am hinteren Fortuna-Pfosten. Der nickte dankend ein, weil Rensing, der vielleicht hätte fausten können, die weite Hereingabe unterschätzt hatte. Unglücklich lief es wenig später auch auf der Gegenseite. Schiedsrichter Hartmann hatte auf Handelfmeter entschieden. Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger war aktiv in eine Raman-Flanke gegangen. Doch mit dem Arm oder doch eher mit der Brust. Hartmann nahm nach Videostudium den möglichen Ausgleichsschuss vom bereitstehenden Lukebakio jedenfalls wieder zurück. Ein 1:1 war danach drin. Die beste Chance vergab Hennings. Der Ex-Hamburger scheiterte nach einer Vorarbeit des eingewechselten Kenan Karaman freistehend an Torsteher Trapp. Am Ende war der Montagabend aus Fortuna-Sicht trotz ordentlicher Partie sportlich im Eimer – erst recht nachdem Sebastian Haller in der Nachspielzeit noch zweimal getroffen hatte. Nicht nur für den verletzten Dawid Kownacki. Auch für die Mehrzahl der 41.419 Zuschauer.

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