Westfalen Triathlon

Niedrig feiert phänomenales Comeback

Der Sieger und der Zweitplatzierte: Sieger Andreas Niedrig freut sich mit Stephan Morawski über sein tolles Comeback im Fredenbaum.

Der Sieger und der Zweitplatzierte: Sieger Andreas Niedrig freut sich mit Stephan Morawski über sein tolles Comeback im Fredenbaum.

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Alter siegt vor Talent: So kann man den Ausgang der elften Auflage des Westfalen-Triathlon am Sonntag kurz und knackig zusammenfassen. Der 45 Jahre alte Andreas Niedrig setzte sich bei seinem Comeback vor dem 16 Jahre jüngeren Dortmunder Stephan Morawski durch. Den dritten Platz erkämpfte sich der Herner Sven Abbing.

Für Niedrig war es der sechste Sieg beim Westfalen-Triathlon. „Und sicherlich einer der schönsten“, gestand der überglückliche Sieger, der erst vor fünf Wochen auf Zureden von Gerd Keitmann wieder ins Training eingestiegen war und sich gestern in erstaunlich guter Verfassung präsentierte. „Gerd hat mich vom Start überzeugt. Das Training habe ich dann richtig ernst genommen. Das Laufen war natürlich nicht ganz so einfach“, sagte der in Gelsenkirchen beheimatete Niedrig, der erst vor drei Wochen wieder seinem Ex-Verein Tri Geckos beigetreten war.

Dieser Andreas Niedrig ist offensichtlich durch nichts und niemand aufzuhalten. Besonders durch Wetter nicht. „Es regnet halt“, schmunzelte Niedrig, der am Sonntag einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg hinlegte. Pünktlich um 12 Uhr waren die Teilnehmer der Olympischen Distanz ins Wasser des Dortmund-Ems-Kanals gesprungen. Dortmunds OB Ullrich Sierau hatte die Athleten auf die Reise geschickt. Nach 1,5 km hatte Niedrig als Erster das immerhin 20 Grad warme Wasser verlassen und sich aufs Rad geschwungen. In seiner Spezialdisziplin ließ er nichts anbrennen. „Ich wäre noch 20 km länger gefahren. Bis so ein alter Diesel in Schwung kommt, vergeht halt einige Zeit“, lachte Niedrig. Mit zweieinhalb Minute Vorsprung war Hobby-Triathlet Niedrig („ich hab’ Familie, ein Unternehmen, ein Hund“) auf die 10 km lange Laufstrecke gegangen. Ein scheinbar komfortabler Vorsprung.

Doch der schmolz von Kilometer zu Kilometer. Am Ende waren es nur noch wenige Sekunden, die Stephan Morawski fehlten, um seinen erfahrenen Konkurrenten noch einzuholen. „Ich habe immer gehört, wie der Sprecher die immer geringer werdenden Abstände durchsagte, das hat mir Flügel verliehen“, erklärte der Überraschungs-Zweite Morawski, der noch keinem Verein angehört und sich auf den Frankfurt-Triathlon in zwei Wochen vorbereitet hat.

Dass Niedrig trotz seiner langen Wettkampfpause nur wenig von seiner Klasse verloren hat, bewies der Zeiten-Vergleich. Bei seinem vorletzten Triumph im Jahr 2008 durchquerte er nach 1:57:35 Stunden die Ziellinie. 2009 feierte er seinen fünften Erfolg in 1:54:59 Stunden. Gestern benötigte er 2:01:02 Stunden. Nicht schlecht, möchte man dazu sagen.

Nicht schlecht waren auch die Leistungen der anderen Dortmunder Teilnehmern unter den 700 Dreikämpfern. Im Sprint der Frauen musste sich Annika Potthoff nur um 15 Sekunden geschlagen geben. Die Düsseldorferin Andrea Schmitz war hier am Schnellsten. Beim Sprint der Männer landete der Dortmunder Philipp Kleff auf Rang sechs.

Bei den Staffeln der Männer feierte der LT Brechten mit Harald und Till Goepfert sowie Ex-Radsportler Andreas Jung (mit 30:04 Min. die schnellste Radzeit der Staffelteilnehmer) einen souveränen Sieg vor dem „Kirchlinder Express“ mit den Leichtathleten Fabian Dillenhöfer, Frank Hanschmann und Andreas Trapp. Bei den Frauen war das Hombrucher Trio „Sac dans la chaine“ mit Rita Keitmann, Hilde Schwenge und Cordula Keitmann nicht zu stoppen.

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