Handball: 2. Bundesliga

Neue BVB-Torfrau Mandy Burrekes mit ehrgeizigen Zielen

Neuzugang Mandy Burrekers will mit den BVB-Frauen hoch hinaus.

Neuzugang Mandy Burrekers will mit den BVB-Frauen hoch hinaus.

Foto: Foltynowicz

Dortmund.  Ihren Spitznamen hat sie gleich in Frankfurt gelassen. Bommel wurde Mandy Burrekers beim FHC gerufen, in Anlehnung an ihren Landsmann, den Fußballer Mark van Bommel, hier bin ich für alle die Mandy, das gefällt mir auch so.

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Die 25-Jährige neue Torhüterin von Borussia Dortmund mag es, über die Vergangenheit zu reden, noch mehr aber über die Zukunft. Plötzlich nämlich ging alles ganz schnell, die Frankfurter meldeten Insolvenz an, bei Mandy Burrekers flatterten die Angebote ins Haus. Nach kurzer, reiflicher Überlegung entschied sie sich für den BVB.

Harte Schule

Schon nach dem ersten Gespräch war sie sich sicher, "hierhin will ich, ich hatte gleich ein gutes Gefühl". Vielleicht waren andere Angebote lukrativer, vielleicht auch sportlich leicht anspruchsvoller, "aber ich habe auch meinen Bauch entscheiden lassen". Und ein wenig auch den Kopf, denn "ich bin noch nie aufgestiegen, und genau das ist jetzt mein klares Ziel. Wir wollen unter den ersten Drei landen, wir wollen in die 1. Liga".
Mandy Burrekers ist durch eine harte Schule gegangen. Viele Jahre hat sie mit ihrem Bruder auf der Straße Fußball gespielt, sie war das kleine Mädchen unter vielen größeren Jungs. Die Jungs hatten keine Lust, ins Tor zu gehen, also ging Mandy zwischen die Pfosten. Und natürlich wurde nach Herzenslust geballert auf die Kiste, "bei so einer Schule hast du nie mehr Angst im Tor".

Durch Welt gereist

Das junge Mädchen wurde älter und schnell flügge. Als 17-Jährige ging sie zur TSG Ketsch in die deutsche Handball-Bundesliga, 2008 ging es nach Norwegen zu Gjerpen IF, seit 2009 stand sie in Frankfurt zwischen den Pfosten. "Ja, ich bin schon ein wenig durch die Welt gereist", sagt sie lächelnd, und so unangenehm sei es ja auch nicht, dass sie neben vielen sportlichen Erfahrungen auch einige Sprachen gelernt habe.

Die BVB-Frauen und ihre Torfrauen, es ist nicht immer ein leichtes, ein sorgenfreies Kapitel. Hellen Trodler konnte in der vergangenen Saison selten die Erwartungen erfüllen, wer aber aufsteigen will, der braucht nun einmal eine Schlussfrau, die ein Spiel ganz allein entscheidet. "Ohne eine starke Torhüterin wird man so schnell gegen ein gutes Team kein Spiel gewinnen."

"Könnte sofort losgehen"

Sie will dabei helfen, sie will der Rückhalt einer Mannschaft werden, "der einiges zuzutrauen ist". Natürlich würden die Verletzungen von Natasa Kocevska, Stella Kramer und Stefanie Steden das Team schwächen, "aber wir sind trotzdem gut aufgestellt, wir haben viele starke Spielerinnen". Auf alle Fälle freue sie sich mächtig auf die neue Saison, "von mir aus könnte es sofort losgehen". Ein paar Tage muss sie sich noch gedulden: Saisonstart der 2. Liga ist für den BVB am 7. September in der Halle Wellinghofen gegen HC Rödertal.

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