Volleyball

In Erinnerungen geschwelgt

Foto: Manuela Schwerte/press

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Schwerte. Vor über vier Jahrzehnten ging ein neuer Stern am deutschen Volleyballhimmel auf. Die Damen des 1. VC 68 Schwerte wurden zum ersten Mal in der damals noch jungen Vereinsgeschichte Deutscher Pokalsieger. Eine bis heute für die Region einzigartige Ära nahm nun ihren (An-)Lauf.

Das junge Team von der Ruhr wurde 1978 Deutscher Volleyballmeister der Frauen und holte im gleichen Jahr auch den Pokal in die Ruhrstadt.

Für den großartigen Erfolg zeichneten damals Spielerinnen wie Ulla Holzhausen, Dorothee Schlüter, Brigitte Tiefenbach, Marina Staden, Lisbeth Vanderleenen, Susanne Jacobs-Tschorn, Heidi Keil, Christa Schubert und Ruth Holzhausen verantwortlich. Die Mannschaft wurde von den Trainerin Dagmar Berg und Frans Smeets sowie Manager Alfred Berg fast aus dem Nichts heraus geformt.

Erfolgreich war der Club auch im Nachwuchsbereich. Mehr als 60 nationale Titel wurden nach Schwerte geholt. Die ursprüngliche sportliche Heimat der Volleyballerinnen war die Schwerter Turnerschaft.1968 splitterte sich aus dem STS eine Gruppe ab, die sich mit der ehrgeizigen Sportlehrerin Dagmar Berg an der Spitze anschickte, Volleyball-Deutschland im Sturm zu erobern. Mit ihrem Erfolgswillen - und ihrem Mann, dem Funktionär Alfred Berg - wurde die Erfolgsleiter Sprosse um Sprosse erklommen. 1971/'72 spielte der 1. VCS in der sogenannten „Olympis-Liga”, die für die Olympischen Spiele in München eingerichtet worden war. Auch das Bild der Nationalmannschaft wurde jahrelang Jahre von den Berg-Schützlingen geprägt. Im Jahrestakt folgten 1979 der deutsche Meistertitel und 1980 ein weiterer Pokalsieg. Dagmar Berg war in dieser so erfolgreichen Phase als Lehrerin am Friedrich-Bährens-Gymnasium nie müde geworden, Talente zu sichten und in ihrem Verein zu fördern.

Am vergangenen Samstag kamen mehr als zwei Dutzend der erfolgreichen Volleyballerinnen zu einem Ehemaligentreffen in der Rohrmeisterei zusammen, um Erinnerungen auszutauschen. „Es hat viel Spaß gemacht, und man hat sich nach so vielen Jahren sogar wiedererkannt”, berichtete Susanne Jacobs-Tschorn über einen gelungenen Abend, der bis weit über Mitternacht andauerte: „Vielleicht lag auch darin unser Erfolg begründet, weil wir alle auf der gleichen Wellenlänge waren.”

Die weiteste Anreise musste zweifellos die jetzt in Rom lebende Susanne Schmidt bewältigen. Zugesagt hatte auch Lidija Konstanic (ehemals Jagodnik) aus Belgrad. Doch die gigantische Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hatte bekanntlich fast den gesamten Flugverkehr in Europa nahezu zum Erliegen gebracht. So blieben auch die Flieger in Kroation am Boden.

Eingeleitet wurde das Ehemaligentreffen durch eine Stadtführung mit dem Heimatvereins-Vorsitzenden Uwe Fuhrmann, ehe man mit Fotoalben und alten Zeitungsartikeln die sportlichen Erfolge auffrischte sowie viele lustige Anekdoten austauschte.

Die Idee zu diesem Treffen entstand bei der Verleihung der Stadtmedaille an Trainerin Dagmar Berg im Oktober des Vorjahres. Anwesend waren dabei auch Doro Wolfgart, Suanne Jacobs-Tschorn und Liesbeth Vanderleenen, die schließlich die Organisation übernommen hatte. Und es wird aller Voraussicht nach nicht das letzte Treffen bleiben. Der langjährige Vorsitzende Alfred Berg, der natürlich nicht fehlen durfte, hat alle Anwesenden spontan zu seinem 90. Geburtstag in anderthalb Jahren eingeladen

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