Extremsport

Extremsportler Höhler feiert Hattrick beim "Tough Guy Race"

Drei Siege in Folge: Knut Höhler.

Drei Siege in Folge: Knut Höhler.

Foto: WR

Wolverhampton.  Nach 2011 und 2012 hat sich Extremsportler Knut Höhler auch in diesem Jahr beim „Tough Guy Race“ in Wolverhampton als Erster durchgesetzt. Der Sportler der LG Olympia Dortmund war beim wohl härtesten Langstreckenrennen der Welt erneut nicht zu schlagen.

Knut Höhler (LG Olympia) hat sein großes Ziel erreicht: Der 26-jährige Ausdauerspezialist schaffte beim „Tough Guy Race“ im mittelenglischen Wolverhampton, das als das härteste Langstreckenrennen der Welt gilt, den Hattrick. Der unverwüstliche Langstreckler konnte sich wegen des seines Medizinstudiums nur zwei Monate gezieltvorbereiten. Daher betrug sein Vorsprung dieses Mal nur 15 Sekunden. Zum Vergleich: 2011 und 2012 lag jeweils mehrere Minuten vor der Konkurrenz.

Leicht bewölkt und sieben Grad Lufttemperatur – so präsentierte sich das Wetter beim „Tough Guy“. Wegen der vorangegangenen Kälteperiode war der Boden an einigen Stellen des Parcours hart gefroren. Auch musste an einigen Wasserhindernissen das Eis gebrochen werden. Insgesamt mussten auf der 12km-langen Strecke 21 künstliche oder natürliche Barrieren, die sogenannten Killing Fields, überwunden werden.

Höhlers erfolgreiche Sportlerkarriere begann im Triathlon

„Auch wenn ich am Anfang geschwitzt habe, die Wasserhindernisse haben mir den Rest gegeben. Als ich da raus kam, konnte ich nicht mehr klar denken. Daher mussten mir die Streckenposten den Weg weisen. Sonst hätte ich mich verlaufen“, berichtete Höhler. Der angehende Mediziner ist jetzt nicht nur Rekord-Sieger beim „Fisherman’s Strongman Run“, sondern auch beim „Tough Guy Race.“ Noch nie schaffte in der langen Geschichte des brutalsten Rennens der Welt ein Läufer den Hattrick.

Bevor Knut Höhler, der am 7. Februar seinen 30. Geburtstag feiert, seine Freude am Extrem-Hindernislauf entdeckte, startete er für mehrere Triathlon-Vereine in der Triathlon-Bundesliga. Ohne Hindernisse erzielte er schon 8:44 Minuten über 3000m, 32:09 Minuten über 10km und 2:36:00 Stunden im Marathonlauf. Weshalb der LGOer solche Torturen wie beim „Tough Guy“ auf sich nimmt, begründet er so: „Im Triathlon sowie auf der Bahn und auf der Straße bin ich einer unter vielen. Bei den brutal harten Läufen kann ich dagegen am besten meine Fähigkeiten ausspielen und bin daher am erfolgreichsten. Das motiviert mich immer wieder auf Neue.“

Höhlers nächstes großes Ziel ist der zweite Ecco Indoor Trail vom 22. bis 24. Februar in den Westfalenhallen, bei dem er dieses Mal gewinnen möchte. Im Vorjahr musste sich der Lokalmatador wegen einer Magen-Darm-Grippe mit dem zweiten Platz begnügen.

Auch Dortmunderin Feil mit 20 Minuten Vorsprung auf Platz eins

Eine starke Vorstellung bot beim „Tough Guy“ in Wolverhampton auch Knut Höhlers Teamkollegin Friederike Feil, die auf der 12km-langen Distanz nach 1:48 Stunden ins Ziel und im Gesamtklassement unter die Top 30 kam. In der Frauen-Wertung lag die Dortmunderin mit einem Vorsprung von 20 Minuten klar vorn. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Lauf so hart werden würde. Daher werde ich wahrscheinlich dort nicht mehr starten“, erklärte die Ernährungswissenschaftlerin.

Wie Knut Höhler möchte Friederike Feil auch am „Ecco Indoor Trail“ in Dortmund teilnehmen, wo sie bei den Frauen sicherlich ganz weit vorne mitmischen kann. „Danach werde ich mich ganz normal auf die Freiluft- Saison vorbereiten. Wie in den Vorjahren wird der 3000m-Hindernislauf wieder meine Schwerpunkt-Disziplin bilden“, betont die ehrgeizige LGOerin.

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