Triathlon

Chantal Homscheid sucht sich immer neue sportliche Ziele

Chantal Homscheid im Ziel des Chiemsee Triathlons.

Chantal Homscheid im Ziel des Chiemsee Triathlons.

Foto: Homscheid

Voerde.  Chantal Homscheid absolvierte mit Ben Bose gemeinsam einen 100-Kilometer-Lauf in unter 24 Stunden. Nun startete sie beim Chiemsee Triathlon.

Gut anderthalb Monate sind vergangen, seitdem Chantal Homscheid mit Ben Bose gemeinsam einen 100-Kilometer-Lauf in unter 24 Stunden absolviert hat. Die Yoga-Lehrerin aus Voerde kann nun auch hinter ihr Projekt Chiemsee Triathlon über die Olympische Distanz einen Haken machen.

Frau Homscheid, wie kommt man darauf, sich immer wieder so hohen sportlichen Herausforderungen zu stellen?

Ich mag solche Herausforderungen einfach total gerne. Ich wollte einfach mal etwas anderes machen als einen klassischen Marathon in einer Großstadt. Angefangen habe ich mit dem Gornegrath Zermatt Marathon im letzten Jahr. Und dann hatte ich einfach mal Lust auf einen Triathlon.

Wie haben Sie sich auf den Triathlon vorbereitet?

Ich habe mir erstmal ein Buch bestellt und mich etwas belesen. Laufen gehe ich sehr oft, egal ob zu Hause auf Kurzreisen oder im richtigen Urlaub, meine Laufschuhe sind immer dabei. In meinem letzten Urlaub in Gambia habe ich mich dann stark mit Schwimmtechniken auseinandergesetzt. Ich habe ein eigenes Rad, auf dem ich draußen, aber auch auf der Rolle trainiert habe.

Bayern hat es Ihnen schon angetan, oder? Erst der 100-Kilometer-Marsch von München nach Mittenwald und jetzt der Chiemsee Triathlon.

Ja, das stimmt. Bezogen auf die eineinhalb Kilometer Schwimmen war es mir auch wichtig, sauberes Gewässer vorzufinden. Ich bin halt immer noch irgendwo ein Mädchen! So gern ich den Hamburg Triathlon im Fernsehen sehe, auf die Binnenalster als Schwimmstrecke bin ich nicht besonders scharf.

Nun war es bei Ihrem Triathlon schon ganz schön warm. Wie hat Ihr Körper darauf reagiert und wie sind Sie damit umgegangen?

Da war es an die 40 Grad. Ich habe die Hitze vor allem beim Laufen gemerkt, da bin ich die ersten drei Kilometer nicht in meinen gewohnten Tritt gekommen. An der ersten Versorgungsstation habe ich mir dann zwei Flaschen Wasser über den Kopf gegossen. Generell gab es an der Strecke dort teilweise auch von den Anwohnern Wasser, das man trinken und mit dem man sich kühlen konnte. Das hat dann ganz gut geklappt. Bei solchen Temperaturen muss man aber wirklich vorsichtig sein.

Sie hören sich begeistert an, was den Triathlon angeht. Werden Sie so etwas in Zukunft nochmal machen?

Ich kann es mir sehr, sehr gut vorstellen. Jetzt rückt für mich aber ein anderes Projekt in den Vordergrund, im Januar nächsten Jahres will ich auf den Kilimandscharo, da beginnt für mich bald das Training in einer Höhenkammer in Essen.

Sie brauchen aber auch dabei immer wieder neue sportliche Ziele, oder?

Ja. Ich schaue, was mir gefällt, und wenn ich auf etwas Lust habe, fange ich an, mich für dieses Highlight vorzubereiten. Ich bin, was das angeht, halt positiv verrückt. Es muss aber natürlich nicht immer so etwas Exotisches sein. Ich bewundere jeden, der sich ein sportliches Ziel setzt und dafür trainiert.

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