Am Rande der Hallenstadtmeisterschaft

Vom Boxen-K.o., einer Sperre und Profi-Besuch

Foto: Volker Engel

Castrop-Rauxel.  Am Rande der Bande der Hallenstadtmeisterschaft am Dienstag gab es Kurioses, Besonderes - die Anekdoten eben, die so ein Turnier erst so richtig interessant machen, aber zum Teil unterhalb des Öffentlichkeitsradars segeln. Wir haben sechs solcher Dinge notiert.

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Marc Olschewski, Spielertrainer des VfB Habinghorst in der Kreisliga B, mag sich am Dienstag in der Halle mächtig über eine „Sünde“ geärgert haben, die er auf dem Feld begangen hatte. Denn bei der 1:4-Niederlage im Topspiel beim FC Castrop-Rauxel draußen hatte er sich seine 5. Gelbe Karte eingehandelt. Durch diese durfte er an der Stadtmeisterschafts-Vorrunde nicht teilnehmen - er war gesperrt. Seine Mitspieler sorgten durch ihr Ausscheiden nicht für ein Happy-End. Denn Olschewski hätte sein Lieblingsturnier zumindest in der Zwischenrunde am Samstag, 30. Dezember, gerne bestritten. Daraus wird frühestens bei der kommenden Auflage des Titelkampfes etwas – wenn ihn dann keine neue Sperre daran hindert.

Vedat Öz, Fußballer in Diensten des Bezirksligisten Spvg Schwerin, hatte am Vorrundenspieltag der Hallenstadtmeisterschaft am Dienstag eine Futsal-Regel offenbar noch nicht sofort verinnerlicht. Gleich im ersten Gruppenspiel gegen den FC Castrop-Rauxel wollte Öz in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule den Ball schnell wieder ins Spiel bringen, nachdem dieser ins Aus geflogen war. Also holte der Schweriner mit dem Arm aus und wollte die Kugel einrollen. Im allerletzten Moment, als sie die Hand schon fast verlassen hatte, entschied sich Vedat Öz um – und schoss den Ball regelkonform vom Boden ein. So ist‘s recht!

Die Herner Robby Erkmann (Arminia Holsterhausen) und Björn Taube (ASC Leone) übernahmen als Schiedsrichtergespann am 2. Weihnachtstag die Spätschicht bei der Fußball-Hallenstadtmeisterschaft und leiteten die Gruppen C und D. Mit drei Zwei-Minuten-Strafen und einer Roten Karte blieb es vergleichsweise ruhig. Von Mitorganisator Klaus Holzner (Vorsitzender der SF Habinghorst/Dingen) bekam das Duo anschließend wie ihre Schiedsrichter-Kollegen und der anwesende Reporter als Lohn Rabattkarten für das DFB-Museum in Dortmund.

Marc Kruska, Fußball-Profi aus Rauxel, der aktuell beim SC Paderborn (3. Liga) unter Vertrag steht, weilte am 2. Weihnachtstag unter den Zuschauern der Hallenstadtmeisterschaft an der Bahnhofstraße. Er war allerdings nicht der einzige Berufsfußballer, der den heimischen Kickern auf die Füße schaute. Kruska wusste nämlich zu berichten: „Ich habe auch Michael Esser kurz gesehen und gegrüßt.“ Der Keeper vom Erstligisten Hannover 96, der wie Kruska einst für den VfR Rauxel kickte, ist derzeit ebenfalls auf Heimatbesuch.

Klaus Holzner, Vorsitzender des Hallenstadtmeisterschafts-Gastgebers SF Habinghorst/Dingen (Kreisliga B), war mit seinen Mitstreitern in der Turnierleitung am Dienstag während Vorrundenspieltages zwischenzeitlich stumm. Der Grund: Nachdem sie am Freitag die Hallensprechanlage defekt vorgefunden hatten, waren nun auch die selbst mitgebrachten Lautsprecher-Boxen ausgefallen. Zum Glück konnte sich Holzner auf einen seiner 17 Turnierhelfer verlassen. Dieser besorgte ein Paar neue Beschallungskisten, durch die die Durchsagen an der Bahnhofstraße wieder für alle Zuschauer hörbar wurden.

Cengiz Caliskan, Betreuer der Kreisliga B-Fußballer von Eintracht Ickern, musste nach dem zweiten Vorrundenspiel gegen den TuS Henrichenburg (Kreisliga A) am Dienstag noch einmal mit dem Kugelschreiber an den offiziellen Spielberichtsbogen herantreten. Da seine Spieler weitaus höhere Rückennummern trugen als die vorgedruckten 1 bis 11, war es seine Aufgabe, diese individuellen Zahlen an die Namen der jeweiligen Akteure zu schreiben. Dazu war Caliskan von den Schiedsrichtern aufgefordert worden - muss ja alles seine Richtigkeit haben.

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