Handball Bezirksliga

TSG Kirchhellen: Erster Sieg könnte Initialzündung sein

Michael Zawadzki und die TSG Kirchhellen sammelten am vergangenen Wochenende die ersten Punkte in der Bezirksligasaison.

Michael Zawadzki und die TSG Kirchhellen sammelten am vergangenen Wochenende die ersten Punkte in der Bezirksligasaison.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Nach elf Niederlagen in Serie sind die Handballer der TSG Kirchhellen mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet. Weitere sollen schon bald folgen.

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Für die Handballer der TSG Kirchhellen wurden die Uhren am vergangenen Wochenende sinnbildlich noch einmal auf null gestellt. Nach zuvor elf Niederlagen in Serie holte die Mannschaft im zwölften Anlauf endlich den ersehnten ersten Saisonsieg und darf so in der Bezirksliga womöglich doch noch einmal neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfen. Im Gespräch mit der WAZ lässt Trainer Michael Zawadzki die lange Durststrecke der Kirchhellener noch einmal Revue passieren und begründet, warum sein Team am Ende der Saison die Liga halten wird.

Herr Zawadzki, elf Spiele in Folge hat Ihre Mannschaft seit Saisonbeginn verloren. Am Wochenende dann der erste Sieg gegen Osterfeld – wie glücklich waren Sie darüber?

Natürlich ist uns allen da schon ein Stein vom Herzen gefallen. Der erste Sieg und dieses Erfolgserlebnis im Allgemeinen tut allen sehr gut und ist wichtig für den Kopf. Darauf wollen wir nun gerne aufbauen.

Wie haben Sie diese Niederlagenserie denn erlebt? Beginnt man als Trainer an der Seitenlinie irgendwann zu verzweifeln?

Es war für uns alle selbstverständlich keine schöne Zeit, weshalb auch die Kreisliga unweigerlich in den Gedanken vorkam. Aber dazu haben wir in erster Linie selbst entscheidend beigetragen, das muss man einfach so klar sagen. Wir hätten schon viel eher für Punkte sorgen können, haben aber einfach nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das ist uns erst gegen Osterfeld wirklich gelungen.

Worin sehen Sie als Trainer noch Verbesserungsbedarf, damit die TSG auch in den kommenden Wochen weiter Punkte einfährt?

Personell läuft es bei uns tatsächlich ziemlich gut. Zwar müssen wir in nahezu jedem Spiel berufs- oder verletzungsbedingte Wechsel vornehmen, aber davon sind andere Teams ja genauso betroffen. Baustellen haben wir in der Abwehr, aber auch im Umschalt- und Angriffsspiel. Wir wollen daran arbeiten, unser Tempospiel wieder mehr zu etablieren und auch mal die einfachen Tore zu erzielen. Gegen den HSC haben wir zehn Mal Aluminium getroffen und weitere Hochkaräter vergeben – da müssen die Jungs effizienter werden. Aber ich sage auch: Das Team benötigt Zeit, um sich zu entwickeln.

Wie haben Sie die Entwicklung Ihres Teams in der laufenden Spielzeit erlebt? Und was zeichnet die TSG in dieser sportlich schweren Zeit aus?

Die Mannschaft macht Fortschritte. Wie gesagt, wir hätten durchaus einige Spiele für uns entscheiden können, die Jungs standen sich bloß irgendwo selbst im Weg. So lautet auch das Feedback aus dem Team, die Spieler gehen selbstkritisch mit der Situation um und zeigen sich ehrgeizig. Beeindruckend finde ich die Moral und den Zusammenhalt: Die Trainingsbeteiligung ist so hoch wie selten zuvor und die Jungs halten auf wie auch abseits der Platte zusammen. Das stimmt mich als Trainer zuversichtlich, dass wir unsere Ziele noch erreichen werden.

Wie sehen diese konkret aus?

Noch steht uns ja die komplette Rückrunde bevor. Wir wollen am Wochenende gegen den MSV Duisburg gerne nachlegen und den Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen weiter reduzieren. Dann stellen wir alles nochmal auf null. Alle Mannschaften spielen noch gegeneinander und wir erhalten ebenfalls eine zweite Chance. Wenn wir eine entsprechende Punkteanzahl erreichen, haben wir eine realistische Chance auf den Klassenerhalt in der Bezirksliga.

Mit dem MSV Duisburg gastiert am Sonntag der Siebtplatzierte an der Loewenfeldstraße. Wie schätzen Sie die Chancen der TSG gegen die Zebras ein?

Schwer zu sagen. Ich behaupte aber: Wenn wir unser Spiel so durchziehen, wie wir es uns vornehmen, werden wir die Partie auch gewinnen. Die Duisburger haben eine eingespielte, junge und dynamische Mannschaft, so dass wir selber schnell auf den Füßen sein müssen. Aber das traue ich meinen Jungs zu – gegen Osterfeld hat es ja auch schon gut geklappt. Da wollen wir nun erfolgreich anknüpfen.

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