Frauenfußball

Rhenania Bottrop verpasst die Überraschung

Leyla Kimizi (am Ball) traf nach dem Seitenwechsel zum Anschluss. Der SV Rhenania verkaufte sich im Finale des Kreispokals teuer, unterlag Arminia Klosterhardt dennoch mit 2:3.

Leyla Kimizi (am Ball) traf nach dem Seitenwechsel zum Anschluss. Der SV Rhenania verkaufte sich im Finale des Kreispokals teuer, unterlag Arminia Klosterhardt dennoch mit 2:3.

Foto: Frank Oppitz

Oberhausen.   Die Blau-Weißen liefern dem Landesligisten Arminia Klosterhardt einen heißen Kampf im Pokalfinale. Aufholjagd bleibt am Ende aber ohne Lohn.

Einen mitreißenden Kampf um den Kreispokal lieferten sich am Mittwochabend Landesligist Arminia Klosterhardt und Bezirksligist Rhenania Bottrop. Klosterhardt führte zur Halbzeit verdient mit 2:0, doch die Bottroperinnen steckten nicht auf, glichen vor über 200 Zuschauern am Oberhausener Hans-Wagner-Weg aus und verloren am Ende nur unglücklich mit 2:3.

„Meine Spielerinnen sind ein wenig nervös“, stellte Marc Wittstamm vor dem Spiel fest. Der Trainer lieferte damit gleich die Erklärung für das, was sich im Anschluss auf dem Spielfeld tat. Die Bottroperinnen begannen das Spiel zwar aus einer defensiven Grundhaltung, die in der ersten Viertelstunde viele Ballgewinne und Konter ermöglichte, doch der Landesligist stellte sich schnell darauf ein und übernahm die Regie.

Favorit erzielt in der 21. Minute die Führung

Logische Folge war die Führung für Klosterhardt nach 21 Spielminuten. Nach einem Freistoß kam Schlussfrau Chantal Wittinghofer zu zögerlich aus ihrem Kasten, die heranlaufende Rebecca Thumulla lupfte den Ball über die geschlagene Torhüterin ins Netz. In der Folge verpassten die Bottroperinnen gleich zweimal den Ausgleich. In der 25. Minute verstolperte Anne-Sophie Warthun den Ball in aussichtsreicher Position, zwölf Minuten später verfehlte ein satter Schuss von Leyla Kirmizi nur knapp das Klosterhardter Tor. Es kam noch bitterer, weil die Arminia mit dem Halbzeitpfiff das 2:0 erzielte. Nach einem Angriff über die linke Seite landete die Flanke punktgenau vor Sarah Kämpf, die keine Probleme hatte, den Ball über die Linie zu drücken.

Die Moral der Rhenania sorgte aber dafür, dass die Partie nach dem Seitenwechsel noch einmal richtig spannend wurde. Leyla Kirmizi nutzte gleich die erste Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Die Bottroperinnen agierten nun deutlich beherzter, hielten den Ball besser in den eigenen Reihen und kamen zu weiteren Chancen. Klosterhardt wirkte angeschlagen. Bottrops Mühen sollten sich nach 65 Minuten auszahlen. Nathalie Dyrschka schloss aus 30 Metern zum 2:2 ab.

Rhenania gehen die Kräfte aus

Mittlerweile glaubte jeder Bottroper unter den mehr als 200 Zuschauen wieder an den Gewinn des Kreispokals. Doch in der Schlussphase bekamen die klassenhöheren Gastgeberinnen wieder Oberwasser, während Bottrop die Kräfte ausgingen. Rebecca Thumulla krönte ihre starke Leistung in der 78. Minute mit dem Oberhausener Siegtreffer. „Wir haben uns hier heute wirklich gut verkauft, die Mädels haben eine tolle Partie abgeliefert“, kommentierte Rhenanias Geschäftsführer Jörg Koßek.

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