Leichtathletik

TV Wattenscheid: Voigt überrascht mit Bestzeit bei der EM

Nils Voigt vom TV Wattenscheid, hier bei der DM in Essen im Juni, wurde sensationell Vierter bei der U23-EM in Schweden.

Nils Voigt vom TV Wattenscheid, hier bei der DM in Essen im Juni, wurde sensationell Vierter bei der U23-EM in Schweden.

Foto: Wolfgang Birkenstock

Gävle/Schweden.  Was für ein Rennen: Nils Voigt ist bei seiner EM-Premiere in Bestzeit auf Platz vier über 10.000 Meter gerannt. Er schwärmt vom TV Wattenscheid.

„Wahnsinn“: Michael Huke, der Manager des TV Wattenscheid 01, war auf der Tribüne des Leichtathletik-Stadions im schwedischen Gävle begeistert. „Das ist eine absolute Überraschung“, sagte er. So eben war der 10.000-Meter-Lauf bei der Europameisterschaft der U23 beendet, und Nils Voigt vom TV Wattenscheid hatte nicht nur den Manager schwer beeindruckt. Der 22-Jährige lieferte bei seinem ersten großen internationalen Auftritt ein beherztes Rennen ab. In persönlicher Bestzeit, also zu einem Saisonhöhepunkt topfit, rannte er auf Rang vier. Einziger Wermutstropfen: Eine Medaille verpasste er damit denkbar knapp.

Nils Voigt knackt die magische Marke von 29 Minuten

Nils Voigt knackte dabei ja auch noch eine weitere magische Marke: Die Bestzeit bedeutete auch, dass er erstmals unter 29 Minuten blieb über diese Distanz. Am Ende standen 28:54,16 Minuten auf der Uhr.

Nils Voigt bedankte sich in Schweden auch gleich einmal bei seinem Trainer und den Wattenscheider Laufkollegen. „Einmal war ich in der Jugend Zweiter und einmal Dritter über 5.000 Meter bei Deutschen Jugend-Meisterschaften“, sagte Voigt vor Ort dem Portal leichtathletik.de.

Der EM-Vierte schwärmt vom TV Wattenscheid 01

„Aber ich habe so schwere Jahre hinter mir, ich war viel verletzt. Niemals hätte ich gedacht, dass ich hier Vierter werde! Ich bin letztes Jahr zum TV Wattenscheid 01 und zur Trainingsgruppe von Tono Kirschbaum gewechselt, das ist so geil dort, die haben mich wieder aufgebaut“, sprudelte es aus ihm heraus. „Die ersten 400 Meter waren sehr langsam, da habe ich gedacht, dass es ein taktisches Rennen wird. Ich bin ruhig geblieben und habe mich am Ende immer weiter nach vorne gearbeitet. Die Zeit ist sehr stark, das hätte ich vorher nie gedacht.“

Der Sieger kommt aus Frankreich

Sieger wurde der Franzose Jimmy Gressier (28:44,17 Minuten) vor dem Israeli Tadesse Getahon (28:46,97) und dem Briten Emilie Cairess (28:50,21). Die beiden weiteren deutschen Starter landeten auf den Plätzen elf und 15.

Julia Ritter erzielt im Kugelstoßen Bestweite und erreicht das Finale

Weiterhin in Topform präsentiert sich Werferin Julia Ritter. Nach ihrem souveränen Final-Einzug im Diskuswurf am Vorabend schaffte sich auch im Kugelstoßen die Qualifikation für das Finale - und zwar wieder im ersten Versuch. Mit 17,32 Meter erzielte sie sogar die beste Weite der gesamten Konkurrenz. „Eigentlich wollte ich im ersten Versuch ein bisschen ruhiger machen. Aber ich kann nicht anders als 100 Prozent“, sagte Julia Ritter „leichtathletik.de“. Am Abend steht das Finale im Diskuswurf an.

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