Serie: VfL-Gegner

SV Darmstadt 98 spürt nach vier Niederlagen in Folge Druck

Dirk Schuster, der Trainer des SV Darmstadt 98.

Dirk Schuster, der Trainer des SV Darmstadt 98.

Foto: Christopher Neundorf/firo

Bochum/Darmstadt.   Dirk Schuster will die Länderspiel-Pause nutzen, um die Reset-Taste zu drücken. Nach dem 1:2 gegen Hamburg hat er den freien Montag gestrichen.

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Die jüngste Vergangenheit des SV Darmstadt 98 war schon sehr turbulent. Nur weil Kickers Offenbach keine Lizenz erhalten hatte, durften die Lilien am Ende der Saison 2012/13 in der 3. Liga bleiben und kletterten dann steil nach oben: 2014, nachdem sie sich in der Relegation gegen Arminia Bielefeld durchgesetzt hatten, in die 2. Bundesliga und nur ein Jahr später in die 1. Bundesliga. Inzwischen bestreiten die Darmstädter, bei denen seit dem 11. Dezember 2017 auch wieder Durchmarsch-Trainer Dirk Schuster das Sagen hat, nach ihrem Abstieg aus der Erstklassigkeit ihre zweite Zweitliga-Saison.

Und die läuft alles andere als rund. Ihre vergangenen vier Spiele haben die Lilien, die in der Sommerpause Selim Gündüz und am 23. August Johannes Wurtz vom VfL Bochum verpflichtet haben, allesamt verloren.

Präsident Fritsch: „Es läuft ergebnistechnisch unrund“

Nach dem 1:2 am vergangenen Freitag gegen den Hamburger SV griff Dirk Schuster dann insofern durch, als er den trainingsfreien Montag strich und stattdessen zwei Einheiten ansetzte. „Frei wäre das falsche Zeichen. Wir müssen weiter hart arbeiten, an der Defensive und nach vorne“, sagte der 50-jährige Trainer der Bild-Zeitung. „Wir müssen nach der Balleroberung sauberer spielen.“

Und 98-Präsident Rüdiger Fritsch meinte: „Wir wissen um unsere Lage, können die Resultate der vergangenen Wochen selbst lesen. Es läuft ergebnistechnisch unrund, das ist jedem klar. Aber dass die Saison kein Selbstläufer werden dürfte, sondern eine schwierige, war uns ebenfalls bewusst.“

Montagabend-Spiel im Ruhrstadion

Sehr gelegen kommt den Darmstädtern, die am 12. November im Montagabend-Spiel im Bochumer Ruhrstadion zu Gast sein werden, die aktuelle Länderspiel-Pause. „Das ist ein willkommener Anlass, um die Reset-Taste zu drücken“, sagt Trainer Dirk Schuster, der nicht wie zuletzt vor allem auf schnelle Regeneration achten muss, sondern konkret und detailliert mit seinen Spielern arbeiten kann.

„Es ist ganz gut, dass wir einen Break reinkriegen“, sagt Marcel Heller, der 32-jährige Darmstädter Mittelfeld-Mann, der unter anderem auch 16 Junioren-Länderspiele für Deutschland bestritten hat. „Da können wir uns sammeln, viel analysieren und arbeiten, um danach die Wende zu schaffen.“ Nach den Pleiten bei Dynamo Dresden (1:4), gegen den DSC Arminia Bielefeld (1:2), bei der KSV Holstein Kiel (2:4) und eben gegen den Hamburger SV.

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