Fußball - Bezirksliga

Schiedsrichter stellt Anzeige: Spiel in Bochum hat Nachspiel

Das Spiel in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem FC Altenbochum (in blau) und CF Kurdistan Bochum hat in jedem Fall ein Nachspiel.

Das Spiel in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem FC Altenbochum (in blau) und CF Kurdistan Bochum hat in jedem Fall ein Nachspiel.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Bochum.  Das Spiel der Bezirksliga zwischen dem FC Altenbochum und Kurdistan Bochum hat ein Nachspiel. Der Schiedsrichter hat eine Anzeige gestellt.

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Am Montag konnte Andreas Pelzing noch nichts zum Spiel zwischen dem FC Altenbochum und CF Kurdistan Bochum sagen. Er ist der Staffelleiter der Fußball-Bezirksliga Staffel 10. Beim Spiel der beiden Mannschaften hatte es am Sonntag nach dem Abpfiff einen Polizeieinsatz gegeben. Zuschauer waren auf den Platz gelaufen, der Schiedsrichter wurde angegangen. Gastgeber Altenbochum rief daraufhin die Polizei. „Der Schiedsrichter hat einen Sonderbericht verfasst. Der ist wohl noch auf dem Weg zu mir“, sagte Pelzing.

Da es drei direkte Rote Karten gab und der Schiedsrichter eine Anzeige wegen Körperverletzung gestellt hat, wird es in jedem Fall ein Nachspiel geben. Sportlich und zivilrechtlich. „Das geht direkt an das Bezirkssportgericht“, sagte Pelzing. „Wenn ein Spieler einen Schiedsrichter anfasst, wird das direkt auf diese Ebene gehoben.“ Bislang war das in dieser Saison zumindest in dieser Staffel noch nicht vorgekommen.

Schlag in den Nacken des Schiedsrichters

Die Vorfälle bei diesem Spiel waren allerdings weit weniger heftig als zum Beispiel die bei der Partie zwischen Union Bergen und SW Eppendorf vor mehreren Wochen. Im Zuge dessen war ein Spieler für ein Jahr gesperrt worden, weil er einen Gegenspieler gegen den Kopf getreten haben soll.

Diesmal geht es offensichtlich um einen Schlag in den Nacken des Schiedsrichters durch einen Kurdistan-Spieler. Der Schiedsrichter hatte noch am Sonntag Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt. Die Polizei war schließlich mit mehreren Streifenwagen vor Ort. „Die Situation“, sagte Polizeisprecher Volker Schütte, „hatte sich da aber wieder beruhigt. Der Schiedsrichter war wohl in die Kabine geflüchtet.“

Altenbochum fordert die Polizei an

Laut Polizei waren nach dem Schlusspfiff, das Spiel endete 3:2 für Altenbochum, mehrere Zuschauer auf den Platz gestürmt. „Die Lage drohte wohl zu eskalieren“, sagte Schütte. „Es ist auch etwas zu Bruch gegangen. Deswegen haben die Altenbochumer auch die Polizei angefordert.“ Als der erste Streifenwagen vorfuhr, hatten sich die Gemüter allerdings schon wieder etwas beruhigt.

Altenbochums Coach Frank Rinklake hatte sich vorab ein Spiel ohne Emotionen gewünscht. Das klappte nicht. „Leider haben sich die Gegner absolut daneben benommen. Ich bin immer noch fassungslos“, sagte er am Sonntag.

Drei Platzverweise für CF Kurdistan

Weniger dramatisch sah das Geschehen der zweite Kassierer des CF Kurdistan, Redvan Derwish: „Ja, nach dem Spiel sind ein paar Zuschauer auf den Platz gerannt. Die waren halt sauer. Wir als Vorstand sind aber direkt dazwischen gegangen. Meiner Meinung nach wurde der Schiedsrichter auch nicht angegriffen.“

Im Spiel war es zuvor war es auf jeden Fall zur Sache gegangen. Altenbochum führte mit 3:0, Kurdistan verkürzte trotz Unterzahl auf 2:3. Hussein Albadran hatte die Rote Karte gesehen. In der Nachspielzeit mussten mit Mohamad Hosin (Gelb-Rot) und Kapitän Jwan Ibrahim (glatt Rot) zwei weitere Kurdistan-Spieler vom Platz.

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