Fußball

Radikaler Umbruch beim Absteiger VfB Günnigfeld

Peter Rios-Pfannenschmidt (r.) spielte für den DSC Wanne-Eickel und in der Vorsaison für RW Ahlen. Jetzt verstärkt er Günnigfeld.

Peter Rios-Pfannenschmidt (r.) spielte für den DSC Wanne-Eickel und in der Vorsaison für RW Ahlen. Jetzt verstärkt er Günnigfeld.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Wattenscheid-Günnigfeld.   15 Spieler haben Günnigfeld nach dem Abstieg in die Bezirksliga verlassen. Neue Spieler stärken den VfB. Ein Hochkaräter kommt aus Ahlen.

Den Blick zurück auf die abgelaufene Spielzeit möchte Kevin Sickel, Sportlicher Leiter des VfB Günnigfeld, am liebsten nicht mehr werfen. Nach einer Saison mit vielen Pleiten, wenig Pech und etlichen zum Teil selbst herbeigeführten Pannen stand für den VfB am Ende der ebenso bittere wie verdiente Abstieg in die Bezirksliga. „Der Schock schlägt jetzt aber so langsam um in Vorfreude“, berichtet Sickel, der mit den Verantwortlichen an der Kirchstraße einen kompletten Neuaufbau eingeläutet hat.

Dino Degenhardt und Andreas Golm sind die neuen Trainer

Für Coach Sascha Wolf wurde mit Dino Degenhardt und seinem Co-Trainer Andreas Golm ein bezirksligaerfahrenes neues Trainerduo verpflichtet. Und auch im Spielerkader wurden alte Zöpfe abgeschnitten, um neue Strukturen aufzubauen. Gleich 15 Spieler werden in Zukunft für andere Vereine auflaufen. Dafür werden neun Neuverpflichtungen die Herausforderung Bezirksliga annehmen. Prominentester Neuzugang ist ohne Zweifel Peter Rios-Pfannenschmidt, der auf zahlreiche Einsätze in der Oberliga zurückblicken kann und gleich einer der Eckpfeiler im neuen Mannschaftsgebilde der Günnigfelder werden soll. Zuletzt spielte der 27-jährige Mittelfeldstratege bei RW Ahlen.

Frederick Raymond kommt eine Schlüsselrolle im Abwehrverbund zu

Das Malheur Abstieg wieder gutmachen möchte Frederick Raymond, der seine Zusage für eine weitere Saison gegeben hat und dem eine Schlüsselrolle im Abwehrverband zufällt. Als Abräumer und Aufbauspieler vor der Abwehr wurde Rene Merz (SF Wanne) verpflichtet, der gemeinsam mit Marvin Missun als zentrale defensive Schaltstelle das Spiel lenken soll. Erdal Bastürk (Firtinaspor Gelsenkirchen) und der in der letzten Winterpause verpflichtete Fabrice Meinert sollen den gegnerischen Abwehrreihen unlösbare Probleme aufgeben.

Weitere Neuzugänge sollen noch kommen

Weitere Neuzugänge sind nicht auszuschließen. „Es wurde Zeit, dass frischer Wind in die Mannschaft kommt“, spürt Sickel nach dem Abstieg keinesfalls so etwas wie Resignation, sondern eher die Hoffnung auf eine neue funktionierende Mannschaft mit Charakter und dem unabdingbaren Teamspirit. Der Wiederaufstieg ist nicht das zwangsläufige Ziel. Mit Mittelmaß will sich Sickel aber auch nicht zufrieden geben: „Wir wollen oben mitspielen und dann mal schauen was möglich ist. Die Liga ist sehr stark und ausgeglichen, denn viele Bezirksligisten haben personell unwahrscheinlich aufgerüstet.“ Dazu gehört sicherlich auch der VfB Günnigfeld.

Der Kader für 2019/20 im Überblick

Zugänge: Erdal Bastürk (Firtinaspor Gelsenkirchen), Marte Drews, Jan-Luca Nast (beide DJK TuS Hordel U19), Timo Farris, Simon Schlüter (beide DJK Wattenscheid), Rene Merz (SF Wanne), Maurice Pancke (eigene 2. Mannschaft), Bernd Paul (Amacspor Dahlhausen), Peter Rios-Pfannenschmidt (RW Ahlen).

Abgänge: Diyar Dilek (Spvg. Horsthausen), Jon Emmerling (SC Weitmar 45), Christian Luvuezo (RuWa Dellwig), Reuben Osei-Asibey (SV Wanne 11), Hakan Osma (TuS Heven), Pascal Plohmann (eig. 2. Mannschaft), Devon Rode (SF Wanne), Saliou Sow (SC Obersprockhövel), Randel Simato Ndifon, Baris Gücük, Abdessamad Moughli, Berkan Öztürk, Fernando Torres, Lokman El-Kasmi, Mohammed El-Kasmi (alle Ziel unbekannt).

Trainer: Dino Degenhardt für Sascha Wolf.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben