Regionalliga

Nach 0:0 in Köln: Wattenscheid steht auf einem Abstiegsplatz

Trainer Farat Toku hofft auf einen Platz beim nächsten Lehrgang zum Fußball-Lehrer.

Trainer Farat Toku hofft auf einen Platz beim nächsten Lehrgang zum Fußball-Lehrer.

Foto: Gero Helm

Köln.   Die SG Wattenscheid 09 hat beim 1. FC Köln U21 einen Punkt geholt. Farat Toku strebt den Fußball-Lehrer-Lehrgang an - und den Klassenerhalt.

1. FC Köln U23 -
SG Wattenscheid 09 0:0

SG Wattenscheid 09: Pepic – Obst, Lach, Schneider, Popovic – Tietz, Corboz, Tunga (90.+3 Taskin) – Buckmaier, van Santen (87. Jakubowski), Diallo

Zuschauer: 800

Diese Trainerdiskussion kommt überraschend. Sie wird nicht etwa ausgelöst durch eine sportliche Misere oder heimlich aus der Kabine nach außen geleitete Misstöne. Sondern durch die guten Wünsche eines Kollegen, der einem seiner Nachfolger den gleichen Werdegang wünscht, wie er ihn genommen hat. „Viel Erfolg beim Lehrgang. Ich hoffe, dass du genommen wirst“, verabschiedete sich Kölns U 21-Trainer André Pawlak nach dem 0:0 gegen die SG Wattenscheid 09 von seinem Kollegen Farat Toku.

Der A-Lizenzinhaber wagt also erneut einen Anlauf. Wieder geht es für den 38 Jahre alten Toku darum, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen. Wattenscheids Trainer hofft nach Informationen von Reviersport auf einen Platz im Fußballlehrer-Lehrgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Ein Hoffnungsschimmer für den Trainer

Für Toku, der seit seinem ersten Tag an der Lohrheide im Jahr 2015 in Relation zu den stets herrschenden chaotischen Zuständen bei der SGW sensationelle Arbeit leistet, ist das nach den erfolglosen Versuchen in den vergangenen Jahren wieder ein Hoffnungsschimmer. Ein deutlich kräftigerer als das torlose Unentschieden seiner Mannschaft bei den Geißböcken, die damit zwei Punkte vor den Schwarz-Weißen bleiben. Wattenscheid hingegen steht als Viertletzter aktuell auf einem Abstiegsplatz.

Und dennoch: „Mit dem Punkt sind wir unter dem Strich zufrieden“, erklärte Toku auf der anschließenden Pressekonferenz und begründete diese Aussage: „Weil wir hier auf jeden Fall etwas mitnehmen wollten.“

Pawlak spricht von glücklichem Remis zur Pause

Wattenscheids Ambitionen blieben auch Andre Pawlak, der bis 2014 Trainer in der Lohrheide war, nicht verborgen: „Wir sind etwas glücklich mit 0:0 in die Pause gegangen, weil Wattenscheid ein, zwei richtig gute Chancen hatte“, sagte der gebürtige Marler. Die beste hatte dabei sicherlich SG-09-Angreifer Cellou Diallo, der den Ball aus kurzer Distanz über das Tor köpfte (17.).

Köln wurde nach dem Seitenwechsel stärker, und SGW-Torhüter Edin Pepic war es zu verdanken, dass die Toku-Elf doch noch Zählbares aus dem Franz-Kremer-Stadion mitnehmen durfte. „In den letzten zehn Minuten hat Köln etwas mehr Druck gemacht, wir haben aber trotzdem gut dagegengehalten“, fand Wattenscheids Trainer.

Am Samstag muss ein Sieg her gegen Herkenrath

Ein Punkt beim Nachwuchs des Zweitligisten ist aus Sicht des finanziell chronisch klammen Klubs ein achtbarer Erfolg. Am kommenden Samstag, 20. April (14 Uhr), kommt der abgeschlagene und als Absteiger feststehende TV Herkenrath ins Lohrheidestadion. Eine Partie, aus der die SGW drei Punkte mitnehmen will – um so auch den Hoffnungsschimmer für den Klub deutlicher werden zu lassen.

Wie groß hingegen die Chancen für Trainer Toku mit Blick auf die DFB-Akademie sind, ist ungewiss. 102 Bewerber streiten sich um nur 24 Plätze. Die besten Argumente für den 38-Jährigen? Seit 2015 hält er die unter widrigen äußeren Umständen kickende Mannschaft in der vierten Liga.

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