WAZ-Aktion

Mit Ball macht Schule in den Ferien Spaß beim VfL Bochum

Schule während der Ferien? Na, klar. Alexander, Luca, Jürgen Holletzek, Felix, Fiona und Tim (v.l.) machen mit bei der Fußballschule des VfL.

Schule während der Ferien? Na, klar. Alexander, Luca, Jürgen Holletzek, Felix, Fiona und Tim (v.l.) machen mit bei der Fußballschule des VfL.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  Fünf Kinder haben bei der WAZ die Teilnahme an der VfL-Ferien-Fußballschule gewonnen. In dieser Woche lernen sie von ehemaligen Profis.

Als Jürgen Holletzek mitbekommt, dass sich gerade ein Kind weh getan hat, unterbricht er das Gespräch mit der WAZ sofort. „Das ist jetzt wichtiger“, sagt er und erkundigt sich bei der Mutter des Jungen, was passiert ist. Hingefallen ist er. Ist aber nicht so schlimm. Das passiert schon mal bei einer Fußball-Ferienschule des VfL Bochum.

Auch in diesen Herbstferien bietet der Fußball-Zweitligist eine Rundum-Betreuung an. 101 Kinder trainieren in verschiedenen Gruppen auf dem gesamten Kunstrasenplatz am Ruhrstadion. Mit dabei fünf Kinder, die die Teilnahme bei einer WAZ-Aktion gewonnen haben. Schule in den Ferien? Mit einem Ball am Fuß funktioniert das.

Das ist schon ein prächtiges Geschenk, das Fiona, Tim, Luka, Felix und Alexander da bekommen haben. Es ist eins im Wert von 189 Euro. So viel bezahlen die Eltern der anderen Kinder für diese Woche. Das ist viel Geld. „Dafür bekommen die Kinder aber auch richtig was“, sagt Holletzek. Er ist der Leiter der VfL-Fußballschule. „Unter anderem vier Mal Mittagessen, eine komplette Ausrüstung und neun Trainingseinheiten.“ Die sind das Besondere, das Highlight, das, was es sonst so nicht gibt.

30 Trainer hat die Fußballschule

Die Fußballschule des VfL hat 30 Trainer. Acht sind an diesem Morgen und auch für Fiona, Tim, Luka, Felix und Alexander da. Die Nachwuchskicker wissen nicht unbedingt, wen sie da vor sich haben, wer ihnen da Tipps gibt. „Die Eltern der Kinder wissen das aber schon“, sagt Holletzek. „Die kennen einen Christian Schreier, einen Darius Wosz oder einen Frank Benatelli noch als aktive Bundesligaspieler. Ata Lameck ist auch regelmäßig hier als Trainer aktiv. Ich glaube, deutschlandweit hat kein anderer Verein so viele ehemalige Profis als Trainer dabei. Die Eltern finden gut, dass ihr Kind bei einer VfL-Legende trainieren darf.“

Fiona, Tim, Luka, Felix und Alexander finden gut, dass sie dieses besondere Training bekommen. Alexander (11) spielt zum Beispiel gar nicht im Verein. Dafür ist er regelmäßig im Ruhrstadion. Am Sonntag war er auch da. „Nach dem sechsten Tor hatten wir keine Lust mehr“, sagt er und spricht damit nach dem 3:3 des VfL gegen Karlsruhe vielen VfL-Fans aus dem Herzen.

Fiona ist das einzige Mädchen

Fiona ist das einzige Mädchen in dieser Woche in der VfL-Fußballschule. Für die Zwölfjährige ist das kein Problem. Sie kennt das aus ihrem Verein. „Ich spiele für den SuS Niederbonsfeld in Hattingen“, sagt sie. „Da bin ich auch das einzige Mädchen. Aber ich kenne meine Mitspieler dort schon sehr lange. Auch deswegen ist das in Ordnung.“ Luka macht gerade Torschusstraining bei Frank Benatelli und bekommt ein Lob für seinen Schuss, der fast ins Tor geht.

Laut werden die VfL-Trainer im Normalfall nicht. Bei mehr als 100 Kindern aber kann es natürlich immer einen geben, der etwas aus der Reihe tanzt. „Uns ist wichtig“, sagt Holletzek, „dass die Kinder Spaß haben, aber auch wirklich was mitnehmen. Wir verwahren die Kinder hier nicht, wir korrigieren ständig und geben Tipps.“ Das kommt offensichtlich an. „Viele Jungs machen bei uns das komplette Programm“, sagt Holletzek. „Also vier bis fünf Mal Fußball-Ferienschule im Jahr, dazu die Förderkurse.“

Einstieg für eine Karriere - vielleicht

Seit sechs Jahren bietet der VfL diese Fußballschule an. Natürlich auch mit dem Gedanken, ein Talent zu finden, das den Weg zu den Profis findet. „Darüber sprechen wir vor der Ferienschule mit den Eltern“, sagt Holletzek. „Die Eltern müssen das schon richtig einordnen können, dass nicht jedes Kind Profi-Fußballer wird. Aber sechs, sieben Kinder haben über diese Maßnahmen schon den Weg ins Talentwerk geschafft.“ Das ist die Nachwuchsabteilung des VfL. Und vielleicht schafft auch eins der WAZ-Kinder – Fiona, Tim, Luka, Felix oder Alexander – den Weg dorthin.

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