Westfalenliga

Hordel kommt nach 0:3 zurück und verliert doch noch

Traf zum Ausgleich, musste die Punkte aber dennoch abtreten: Julius Ufer (links), hier im Spiel gegen den TuS Sinsen.

Traf zum Ausgleich, musste die Punkte aber dennoch abtreten: Julius Ufer (links), hier im Spiel gegen den TuS Sinsen.

Foto: ©Joachim Hänisch

Niederlagen handelten sich die beiden Bochumer Westfalenligisten Concordia Wiemelhausen und TuS Hordel am Donnerstag ein.

FC Iserlohn – DJK TuS Hordel 4:3 (1:0). Mit der letzten Elf – und nur einem gesunden Spieler auf der Bank – hat Hordel in Iserlohn verloren, dabei allerdings eine spektakuläre Aufholjagd abgeliefert. „Ich sehe das von zwei Seiten: Wir gehen am Stock. Es ist bemerkenswert, dass wir unter diesen Voraussetzungen nach einem 0:3 zurückgekommen sind. Aber bis dahin war es kein guter Auftritt und es ist ärgerlich, dass wir nicht den einen Punkt mitgenommen haben“, sagte Trainer David Zajas.

In der Anfangsphase gestalteten die Hordeler das Spiel auf Augenhöhe, nach dem 0:1 aber übernahm Iserlohn die Kontrolle. Bis auf eine Möglichkeit von Julius Ufer gaben die Gastgeber den Ton an und belohnten sich nach dem Seitenwechsel mit zwei weiteren Treffern.

Doch mit dem 0:3 drehte sich die Partie. Die Hordeler wollten sich nicht abschießen lassen und konnten einen Gang zulegen. Der Anschlusstreffer durch Philipp Dragicevic sorgte für Hoffnung. „Wir haben an uns geglaubt und alles versucht“, lobte Zajas, dessen Elf tatsächlich noch zum Ausgleich kam. Am Ende schwanden jedoch die Kräfte, Iserlohn kam noch einmal durch und entschied die Partie für sich.

Am Ostermontag geht es für die DJK an der Hordeler Heide gegen YEG Hassel weiter (15 Uhr). „Hassel ist momentan eine Wundertüte“, findet Zajas. Die Gelsenkirchener haben zuletzt 4:0 gegen Lennestadt gewonnen, davor aber 0:6 gegen Meinerzhagen verloren. In diesem Rhythmus geht es schon seit einiger Zeit. „Wir müssen auf jeden Fall wieder an unsere Grenzen gehen. Ich hoffe, dass der eine oder andere bis Montag wieder fit ist“, so Zajas.

Hordel: Gerlach – Schürrmann, J. Stöhr, Gronemeier, Michen (87. Post) – Dragicevic, Finkelstein, van der Heusen, Ufer – Elbers, Charles

Tore: 1:0 (24.), 2:0 (50.), 3:0 (54.), 3:1 Dragicevic (58.), 3:2 Finkelstein (71.), 3:3 Ufer (73.), 4:3 (83.)

Concordia Wiemelhausen – BSV Schüren 1:2 (0:1). Gerade war Wiemelhausen noch die Mannschaft der Stunde, nach zwei Niederlagen in Folge hat sich die Stimmungslage jedoch gedreht. Gegen den Vorletzten BSV Schüren war die Leistung vor knapp 300 Zuschauern an der Glücksburger Straße am Donnerstag wenig berauschend, am Ende stand eine verdiente Niederlage. „Das war ein blutleerer Auftritt. So dürfen wir uns nicht verkaufen“, haderte Trainer Jürgen Heipertz.

Die Gastgeber hatten die ersten Chancen, trafen aber nur die Latte und fanden ansonsten nicht ins Spiel. Stattdessen machte Schüren Druck und ging kurz vor der Halbzeit mit einem abgefälschten Freistoß in Führung. Direkt nach dem Seitenwechsel legten die Dortmunder, erneut per Freistoß, nach und machten anschließend hinten dicht.

„Wir haben uns in der zweiten Halbzeit mehr bemüht, aber immer noch zu viele Fehler gemacht“, kritisierte Heipertz, der sein Team am Ende auf Dreierkette umstellte. Die offensiven Wechsel brachten nochmal Schwung, doch selbst in Überzahl gelang in der Schlussphase nur der Anschlusstreffer durch Tom Franke.

Bereits am Ostermontag (15 Uhr) haben die Wiemelhauser beim Tabellen-Elften Westfalia Wickede die Chance, zurück in die Spur zu finden. „Ich hoffe, dass die Spieler bis dahin mal richtig in sich gehen. Wir dürfen uns in der Liga unsere gute Ausgangslage nicht vermasseln“, sagt Heipertz, dessen Team nun auf Platz sechs steht, und kündigt Konsequenzen an: „Ich werde auf jeden Fall auf mehreren Positionen umstellen.“

Concordia: T. Schmidt – Leone, C. Schmidt, Sundermann (54. Franke), Yerli – Gumpert, Wartala, Pflanz, Simsek (68. Costanzino) – Adinda (54. Silberbach), Kadiu

Tore: 0:1 (41.), 0:2 (48.), 1:2 Franke (79.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Schüren (wdh. Foulspiel, 73.)

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