Frauenfußball

Der Aufstieg ist nicht mehr das Ziel der VfL-Frauen

U17-Nationalspielerin Maria-Luisa Grohs ist die neue Nummer eins beim VfL Bochum.

U17-Nationalspielerin Maria-Luisa Grohs ist die neue Nummer eins beim VfL Bochum.

Foto: Klaus Pollkläsener

Grumme.   Pünktlich zum frühlingshaften Wetter endet an diesem Wochenende auch die Winterpause für die Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Bochum.

Pünktlich zum frühlingshaften Wetter endet an diesem Wochenende auch die Winterpause für die Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Bochum. Pause ist dabei aber nicht wörtlich zu nehmen, denn die Bochumerinnen bereiteten sich intensiv auf die, wenn auch schon angebrochene, zweite Saisonhälfte vor. Zu Beginn des Jahres stand aber erst einmal Hallenfußball auf dem Programm, wo sich die Mannschaft von VfL-Trainer Paul Müller den Titel bei der Hallenstadtmeisterschaft holte und sich dadurch gleichzeitig für die Hallenmeisterschaften auf Westfalenebene qualifizierte.

Dort trafen die Bochumerinnen im Finale auf den SC Borchen, gegen den der VfL zwar dominierte, aber dennoch bis drei Sekunden vor Schluss mit 0:1 zurück lag. Doch nach einer Hereingabe von Amelie Fölsing verlängerte Janine Angrick den Ball per Kopf über die herauseilende Borchener Torhüterin, so dass die Finalpartie im Sechs-Meter-Schießen entschieden werden musste. Dort wurde Torhüterin Maria-Luisa Grohs zur Matchwinnerin, denn sie entschärfte nicht nur den zweiten Borchener Strafstoß, sondern verwandelte danach sogar selber. Der dritte Schuss des SC landete schließlich neben dem Tor, so dass der VfL auch den Hallentitel auf Westfalenebene holte.

Dementsprechend können die Bochumerinnen von einem erfolgreichen Abschluss einer zufriedenstellenden Vorbereitung sprechen. „Die Mädels haben gut mitgezogen, auch die Leistungen in den Testspielen stimmen mich optimistisch“, lobt Müller die Arbeit seiner Mannschaft. Die musste sich lediglich im Test gegen den Zweitligisten FSV Gütersloh mit 2:3 geschlagen geben, siegte in den anderen Spielen gegen den SC Gremmendorf (5:1), 1. FFC Recklinghausen (5:0) und Bayer 04 Leverkusen (7:2) deutlich. Müller, der erst Ende November die Mannschaft übernommen hatte, konnte nun erstmals dem Spiel der VfL-Frauen seinen Stempel aufdrücken. Der Schwerpunkt lag beim Mittelfeld-Pressing sowie veränderten Laufwegen. „An Taktik und Stellungsspiel in der Defensive müssen wir aber weiterhin arbeiten“, befindet Müller, der auch vier Neuzugänge integrieren musste. Mit Maria-Luisa Grohs hütet fortan die U17-Nationaltorhüterin das Tor des VfL, neu dabei sind darüber hinaus auch Charlotte Heithoff (BSV Ostbevern), Ann-Kristin Frank (Vorwärts Spoho Köln) sowie Julia Cipriano (Side Kicks Team/ USA). Dafür verabschiedete sich Torhüterin Maike Vogler in Richtung Ligakonkurrent Borussia Bocholt.

Die ursprüngliche Zielsetzung Aufstieg ist nicht mehr haltbar, es soll jetzt, so Paul Müller, „ein Platz in der oberen Tabellenhälfte“ sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wäre ein Erfolg im Auftaktspiel bei der SpVg Berghofen (15.15 Uhr) am Sonntag ausgesprochen wünschenswert.

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