Regionalliga

Abstiegs-Finale für die SG Wattenscheid 09 gegen Straelen

Die Wattenscheider, hier nach dem 3:0 gegen Lippstadt, wollen noch einmal richtig feiern. Foto:Stefan Rittershaus / FUNKE Foto Services

Die Wattenscheider, hier nach dem 3:0 gegen Lippstadt, wollen noch einmal richtig feiern. Foto:Stefan Rittershaus / FUNKE Foto Services

Wattenscheid.   Endspiel für die SG Wattenscheid 09: Gegen den SV Straelen muss ein Punkt her, um die Regionalliga zu sichern. Der Gast muss siegen.

In der Wattenscheider Fan-Gemeinde herrschen größte Anspannung und Nervosität. Das wichtigste Spiel des Jahres steht vor der Tür, der SV Straelen kommt ins Lohrheidestadion. Das klingt zunächst einmal nicht nach einem schillernden Namen. Erst recht verspricht die Konstellation, dass der 14. der Fußball-Regionalliga gegen den 15. spielt, überhaupt keinen fußballerischen Gaumenschmaus.

Um den Grund für innere Unruhe, permanentes Bauchgrummeln und hier und da sicher auch angestrengtes Kettenrauchen erfassen zu können, sei die mögliche Konsequenz einer Niederlage der Schwarz-Weißen erwähnt: Es geht um nicht weniger als um das Wohl und Wehe des Regionalligisten.

Es geht um das Wohl und Wehe des Vereins

Während es die, die es mit den Nullneunern halten, vor allem in die sozialen Netzwerke trieb, um Aufruf um Aufruf durch den virtuellen Äther zu posaunen, besannen sich Mannschaft und Trainer auf Gewöhnliches. Vertrautes. Erprobtes.

Das Ensemble von Farat Toku verbringt die Nacht auf Samstag gemeinsam in einem Hotel, am Abend setzt man sich zusammen stimmt sich ein. Wie schon vor den Spielen gegen den TV Herkenrath (3:1) und bei Rot-Weiss Essen (2:1).

Kapitän Buckmaier schwört alle ein

Kapitän Nico Buckmaier ist einer derjenigen, die bei der Zusammenkunft das Wort ergreifen wollen. Kurz bevor er sich auf den Weg machte, sprach er noch mit dieser Redaktion: „Es würde uns riesig freuen, wenn noch einmal ein größeres Interesse besteht, ins Stadion zu kommen. Wenn ich daran denke, dass 2000 Wattenscheider Fans in Ahlen waren und uns in den DFB-Pokal geschrien haben, dann bekomme ich Gänsehaut. Das wäre schon richtig geil, wenn es wieder so wäre.“

Ein Unentschieden würde die SG 09 retten

Nach dem Spiel wird das Team wieder zusammen sein. Ein letztes Mal in dieser Saison, die Höhen und Tiefen bereithielt. Die erst zusammenschweißte, nach dem Duell gegen Straelen aber wohl für ein Auseinanderbrechen der Elf sorgen wird. Das ist aber keineswegs als Zeichen der Demotivation zu verstehen: „Wir wollen das bestmögliche Ergebnis“, betont Buckmaier.

Das ist im Falle der Wattenscheider schon ein bescheidenes Unentschieden, das zum Klassenerhalt reichen würde. Doch im Endspiel gegen den Abstieg wird die Mannschaft auf Sieg spielen. „Wir sind in einer guten Ausgangsposition“, sagt Trainer Toku, „es gibt viele Mannschaften, die gern mit uns tauschen und auf den Klassenerhalt hoffen würden. Daher werden wir alles daran setzen, diese Chance zu nutzen.“

Straelen hilft nur ein Sieg zum Klassenerhalt

Auch Straelen hat diesen Funken Hoffnung, der Mannschaft von Inka Grings hilft allerdings nur ein Sieg zum Regionalliga-Verbleib. Toku: „Wir haben ein Heimspiel, und ich möchte, dass man das auch von den Rängen hört.“

Die Fans sind mobilisiert, alles ist angerichtet. Der Vollständigkeit halber: Julijan Popovic, Chang Kim und Hervenogi Unzola fehlen verletzt. Nicolas Abdat ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.

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