Fußball

Trotz Riesenerfolg: Darum bleibt Rumbecks Coach demütig

Trainer Daniel Struwe (rechts) blickt mit seinem Klub, dem TuS Rumbeck, optimistisch in die Zukunft.

Trainer Daniel Struwe (rechts) blickt mit seinem Klub, dem TuS Rumbeck, optimistisch in die Zukunft.

Foto: Thomas Nitsche

Arnsberg-Rumbeck.  In seiner ersten Saison als Chefcoach glückt Daniel Struwe mit dem TuS Rumbeck wohl der Sprung in die Fußball-Bezirksliga. Was das mit ihm macht.

Als Trainerneuling wird er mit Fußball-A-Kreisligist TuS Rumbeck wohl gleich in den überkreislichen Fußball aufsteigen – die erste Saison als Chefcoach hätte für Daniel Struwe (30) schlechter laufen können.

Wie berichtet, soll in der Kreisliga A Arnsberg, in der die Rumbecker punktgleich mit dem TuS Oeventrop an der Tabellenspitze liegen, neben den Oeventropern auch das Team von Daniel Struwe aufsteigen – vorausgesetzt, der für Mitte Juni angestrebte Außerordentliche Verbandstag des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) folgt dieser Planung.

Im Gespräch mit dieser Zeitung verrät Daniel Struwe die Planung für eine Aufstiegsfeier, sagt, welche neuen Spieler bereits verpflichtet wurden, und beschreibt, was der Rumbecker Aufstieg in die „Bundesliga des Sauerlandes“ bedeutet.

Daniel Struwe, der TuS Rumbeck hat jetzt den Aufstieg in die Bezirksliga 4, die „Bundesliga des Sauerlandes“, so gut wie geschafft – und das in Ihrer ersten Saison als Cheftrainer überhaupt. Sie sind also ein Naturtalent, oder?

Daniel Struwe: (lacht) Ja, es sieht gut für uns aus, dass wir es doch noch geschafft haben. Aber ich glaube das Talent steckt eher in der Mannschaft als in mir. (schmunzelt) Den meisten von den Jungs kann ich das Fußballspielen nicht besser beibringen als sie es schon können.

Sehen Sie sich trotzdem durch diese bärenstarke Saison auch selbst in Ihrer Trainerarbeit bestätigt?

Natürlich fühlt man sich selbst auch bestätigt, wenn man sieht, dass die Mannschaft viele Sachen richtig gut umgesetzt hat, die mein Co-Trainer Denis Lage und ich uns vor den Spielen überlegt haben.

Die Coronakrise verhindert derzeit eine große Aufstiegsfeier. Aber wie wird dieser unerwartete Triumph in der Zukunft begossen?

Erstmal müssen wir ja die finale Entscheidung abwarten. Wenn die dann gefallen ist, und wir endlich wieder feiern dürfen, wird mit sehr großer Sicherheit das eine oder andere Fass frisches Veltins getrunken werden. (lacht)

Der Aufstieg kommt überraschend, doch Ihr Team hat eine starke Saison gespielt. Was waren die wichtigsten Faktoren, um diesen Erfolg zu ermöglichen?

Das Wichtigste war, dass sich kein Spieler groß verletzt hat, und dass Spieler wie Marvin Ruf in ihrem erste Seniorenjahr eine überragende Saison gespielt haben. Des Weiteren sind natürlich Akteure wie Alex Gierse, Louis Kalinowski und Denis Lage mit ihrer Klasse extrem wichtig für die ganze Mannschaft. Und was uns natürlich auch hilft, sind die zahlreichen Fans und Unterstützer, die uns zu fast bei allen Spielen in großer Anzahl unterstützt haben.

Derbys unter anderem gegen den TuS Oeventrop und TuRa Freienohl – es wird eine heiße Saison in der Bezirksliga 4. Wie groß sind Vorfreude und Chance, bei wohl vier Absteigern die Klasse zu halten?

Die Vorfreude ist natürlich riesig. Spiele gegen den großen Nachbarn aus Oeventrop sind in den vergangenen Jahre immer das Highlight der Saison gewesen – und jetzt kommen Spiele gegen Freienohl und noch mehr dazu. Es werden viele spannende und schöne Spiele.

Welche neuen Spieler konnte der TuS bereits verpflichten?

Wir haben mit Felix Hunecke und Philipp Horch zwei klasse Spieler dazugewonnen. Dadurch wurde unser Kader nicht nur breiter, sondern auch noch besser aufgestellt. Dazu kommt noch Christoph Löhr, der wieder anfangen will zu kicken. Mit Jan Wiegelmann und Basti Ebbers kommen zwei Leute von den A-Junioren der JSG Oeventrop/Freienohl/Wennemen zurück nach Rumbeck, worüber wir uns sehr freuen. Dazu haben wir die Möglichkeit, Lukas Klemenz und Alex Braun aus unserer eigenen Jugend hochschreiben zu lassen, so dass diese ihre ersten Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln können.

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