36. Silvesterlauf

Tolle Stimmung – André Kraus Zweiter über fünf Kilometer

Geschafft: Dieter Schumacher (GW Amecke) reißt nach dem Zieleinlauf die Arme in die Höhe. Der 62-Jährige war als Walker über 15 Kilometer im Einsatz.

Foto: SK

Geschafft: Dieter Schumacher (GW Amecke) reißt nach dem Zieleinlauf die Arme in die Höhe. Der 62-Jährige war als Walker über 15 Kilometer im Einsatz. Foto: SK

Soest/Sauerland.   Pünktlich zum Start des 36. Silvesterlaufes von Werl nach Soest hörte es gegen Mittag auf zu regnen. Das beflügelte auch die Aktiven aus dem HSK.

Das Timing stimmte schon vor dem Startschuss. Pünktlich zum Start des 36. Silvesterlaufes von Werl nach Soest hörte es gegen Mittag auf zu regnen. Temperaturen von 12 bis 14 Grad Celsius beflügelten die Aktiven ebenso wie der Rückenwind. Auch die Aktiven aus dem Sauerland genossen den läuferischen Schlussspurt am letzten Tag des Jahres.

André Kraus, Top-Läufer des LAC Veltins Hochsauerland, ging in diesem Jahr aus familiären Gründen nicht über die volle Distanz an den Start, sondern diesmal über fünf Kilometer. Der 42-Jährige war wie immer hochgradig motiviert und kam als Zweiter mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 16:20 Minuten ins Ziel. „Es war wieder schön zu laufen“, urteilte er nach dem Zieleinlauf auf dem Marktplatz in Soest. Für den „Fünfer“ hatten sich auch Klaus Höckel (54) und Stephan Kienast (52) vom SV Neptun Neheim-Hüsten entschieden. Klaus Höckel ließ sich trotz einer Erkältung nicht vom Start abhalten. „Jetzt wird gefeiert“, kündigte Stephan Kienast im Zielbereich einen euphorischen Jahreswechsel an. Rund 1000 Aktive nahmen nach Veranstalterangaben an dem „Fünfer“ teil.

Richtig happy war auch Fußball-Schiedsrichter Dieter Schumacher (GW Amecke). Beim Silvesterlauf ist der 62-Jährige ein ständiger Gast. Die 15 Kilometer von Werl nach Soest hat er insgesamt 17-mal laufend absolviert. „Im letzten Jahr habe ich aufgrund von Knieproblemen erstmals die Nordic-Walking-Strecke absolviert. Diesmal war ich als Walker unterwegs“, berichtet Schumacher. Nach 1:53 Stunden überlief er die digitale Zielmatte auf dem Marktplatz. „Ich war sogar sieben Minuten schneller als im letzten Jahr“, stellte er erfreut fest und verschwand Richtung Dusche.

Der Hauptlauf über 15 Kilometer war auch in diesem Jahr wieder ein „Kracher“. Rund 4000 Aktiven nahmen daran teil. Felix Brakel (27), Fußballer der A-Kreisligisten SG Grevenstein/Hellefeld-Altenhellefeld, hatte in Absprache mit seinem Trainer sogar extra am zurückliegenden Samstag auf einen Einsatz bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Sundern verzichtet, um topfit beim Silvesterlauf an den Start gehen zu können. Ebenfalls war sein Bruder Lorenz (22), der ebenfalls für die SG Grevenstein/Hellefeld-Altenhellefeld kickt, am Start. Die Brakel-Brüder, die sich alle zwei Kilometer bei der Führungsarbeit abgewechselt hatten, passierten Seite an Seite zeitgleich nach 57:22 Minuten gemeinsam die Ziellinie. Lorenz Brakel hatte sich total verausgabt und ging auf dem Marktplatz förmlich in die Knie, um wieder zu Kräften zu kommen. Doch nach ein paar Minuten war alles wieder in Ordnung. „Eine überragende Atmosphäre. Wir hatten sogar Sonnenschein“, urteilten die lauffreudigen Fußballer übereinstimmend.

An ihrer Seite stand Michael Millentrup, Fußballer des SV Hüsten 09 und bereits sechsmal beim Silvesterlauf am Start. Der 27-Jährige benötigte 1:04 Stunden für die 15 Kilometer. Doch Millentrup hatte sich tags zuvor beim „Pfiff Sport Champion Masters“ des SC Olpe eine Verletzung zugezogen. Doch Millentrup biss die Zähne zusammen. „Ein gelungener Lauf“, sagte er nach den Strapazen am letzten Tag des Jahres. Weitere Fußballer des SV Hüsten 09 im Teilnehmerfeld waren unter anderem auch Christoph Dahlmann, Thomas Malachowski und Ralf Winarski. Wie immer gehörten die Grün-Weißen zum WePa-Team. Susanne Müller, Ehefrau von Rainer Müller, 1. Vorsitzender des SV Hüsten 09, absolvierte die 15 Kilometer mit einer 68er-Zeit. „Eine starke Leistung“, anerkannte Thomas Malachowski das Ergebnis.

Celine Brouwer (17), Handballerin des Landesligisten SG Ruhrtal, gab beim 36. Silvesterlauf ihre Premiere. Nach 1:38 Stunden kam sie ins Ziel. „Eine tolle Stimmung“, stellte sie freudestrahlend fest. Als „Pacemaker“ hatte sie ihren Vater Jörg, passionierter Triathlet und 2. Vorsitzender vom TriFun Hennesee, „verpflichten“ können. Jörg Brouwer hatte kurz vor dem Ziel sogar noch Zeit, sich kurz mit Streckenmoderator Jochen Heringhaus zu unterhalten.

Treffpunkt nach dem Zieleinlauf war wie immer für die meisten Aktiven aus dem HSK der Große Teich in Soest. Dort waren die Busse geparkt. Nach viel Fachsimpelei ging es wieder Richtung Heimat. Die Einstimmung auf den Jahreswechsel hat jedenfalls prächtig funktioniert.

Ausführliche Ergebnislisten finden Sie hier: >>>

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