Fußball-Bezirksliga 4

Staffelleiter Dirk Potthöfer vor dem Saisonstart im Gespräch

Die Spiele der Fußball-Bezirksliga 4 live zu verfolgen, sind die pure Freude für ihn: Hier studiert Staffelleiter Dirk Potthöfer gerade die Mannschaftsaufstellung.

Die Spiele der Fußball-Bezirksliga 4 live zu verfolgen, sind die pure Freude für ihn: Hier studiert Staffelleiter Dirk Potthöfer gerade die Mannschaftsaufstellung.

Foto: SK

Sauerland.   Favoriten und Erwartungen: Wir haben mit Staffelleiter Dirk Potthöfer vor dem Start der Fußball-Bezirksliga 4 ausführlich gesprochen.

Die Fußball-Bezirksliga 4 ist eine Herzensangelegenheit für ihn. Dirk Potthöfer ist der Staffelleiter der „Bundesliga des Sauerlandes“. Wir haben mit ihm vor dem Saisonstart an diesem Wochenende (11./12. August) über die Klasseneinteilung, Favoriten und Erfolgsmodelle gesprochen.

Sind Sie zufrieden mit der Klasseneinteilung durch den FLVW?

Dirk Potthöfer: Hundertprozentig. Sechszehn Vereine sind genau die richtige Größe. Und da diese Clubs zudem froh sind, in unserer „Bundesliga des Sauerlands“ an den Start zu gehen, fiebere auch ich dem ersten Spieltag entgegen.

Wie sieht Ihr persönlicher „Spielplan“ der Saison aus. Besuchen Sie Spiele?

Der Besuch von Fußballspielen live vor Ort ist einfach das schönste, was es in diesem Ehrenamt zu erleben gibt. Mal sehen, ob ich es noch bis Dezember schaffe alle Bratwürstchen zu testen. In jedem Falle setze ich mir aber mindestens 30 Spiele pro Saison als Ziel und kann auch nur allen Fußballfreunden der Region empfehlen, wieder vermehrt die Sportplätze der Region zu besuchen.

Haben Sie Favoriten vor der Saison ausmachen können?

Es ist schon gut möglich, dass der nächste Aufsteiger aus dem Fußballkreis Arnsberg kommt. Zumindest der TuS Sundern oder der SuS Langscheid/Enkhausen würden zur neuen Saison bestimmt auch wieder gerne in der Landesliga spielen.

Wie sehen Ihre Erwartungen grundsätzlich für das bevorstehende Meisterschaftsjahr aus?

Insbesondere an der Tabellenspitze erwarte ich nochmals eine Steigerung der bisherigen Leistungsqualität. So kann ich mich nicht daran erinnern, einmal so viele Top-Torjäger wie derzeit in der Liga vereint zu haben. So wird es für Felix Schmidt-Holthöfer sicherlich nicht einfach, seine Torjägerkanone gegen solche Klassestürmer wie Rene Weißbach (SF Hüingsen), Alexander Schmidt (FC Arpe/Wormbach) Lukas Kessler (SuS Langscheid/Enkhausen) oder auch Jonas Schmidt und Chedli Melki (TuS Sundern) verteidigen zu können.

Ist die „Bundesliga des Sauerlandes“ ein Erfolgsmodell?

Sie ist die populärste Amateursportliga mit den meisten Zuschauern im gesamten Hochsauerlandkreis. Dessen sollten sich auch die Vereine der Liga mit der entsprechenden Außendarstellung bewusst sein. Auch ich mache es mir zur Aufgabe, diese Attraktivität nicht nur zu erhalten, sondern auch in jedem Jahr weiter auszubauen.

Und was kann der Fußballfan zur neuen Saison hier erwarten?

Aus der Fußballbundesliga habe ich mir zum einen erstmals die Vergabe einer Torjägerkanone als auch das Eröffnungsspiel abgeschaut.

Wie ist es denn derzeit um dessen Stellenwert bestellt?

Wir haben uns lange genug vom Profifußball an den Rand drängen lassen und erstmals in der vergangenen Saison wieder ein deutliches Zuschauerplus von über 2000 Besuchern verzeichnen können. Doch damit nicht genug. Nicht „Best never rest“, sondern „Back to the roots“ sollte jetzt das Motto einer neuen Aufbruchstimmung auf den Sportplätzen lauten, um von der vielleicht schon übersättigten Fußballbundesliga auch sonntags wieder Zuschauer vom Bezahlfernsehen zurück gewinnen zu können. Die Chancen des Aufbruchs stehen sicherlich schon seit Jahren nicht mehr so gut.

Welcher Umstand könnte Ihnen schlaflose Nächte bereiten?

Wenn ich dies jetzt schon wüsste, wäre mir sehr geholfen (lacht). Früher war dies einmal ein strenger Winter mit vielen Spielausfällen. Aber dank der hervorragenden Kunstrasenplätze sollte uns die Witterung nicht mehr vor allzu große Probleme stellen.

Wie beurteilen Sie die HSK-Derbys?

Hier zeigt bereits der erste Spieltag mit sechs anstehenden Derbys an was alles möglich ist. Überhaupt sind doch alle Begegnungen von HSK-Mannschaften Derbys. Und auch wenn immer noch zwei Sportkreise im Hochsauerlandkreis existieren, kann es doch nur ein Sauerland geben.

Was darf auf keinen Fall passieren?

Kampfloses Nichtantreten oder gar Zurückziehen von Mannschaften geht gar nicht und kommt natürlich bei einer Liga, die so wie unsere im Fokus der Öffentlichkeit steht, überhaupt nicht gut an. Mein Saisonziel wäre es, dass alle Spiele auch ausgetragen werden und die Saison erstmals nach vier Jahren wieder auch komplett mit sechszehn Vereinen beendet wird.

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