Volleyball

So geht Meschedes „Mister Volleyball“ seine neue Aufgabe an

Er übernimmt beim SSV Meschede viel Verantwortung: Martin Kettler (links), hier mit den weiteren Vorstandsmitgliedern (von links) Waltraud Kotthoff, Silke Pöttgen, Andrea Krick und Mauro Viegas.

Er übernimmt beim SSV Meschede viel Verantwortung: Martin Kettler (links), hier mit den weiteren Vorstandsmitgliedern (von links) Waltraud Kotthoff, Silke Pöttgen, Andrea Krick und Mauro Viegas.

Foto: Verein

Meschede.  Beim SSV Meschede ist er seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert – und nun seit sieben Monaten auch Vereinschef: Martin Kettler. Das hat er vor.

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Beim SSV Meschede kannten sie ihn seit bereits mehr als zwei Jahrzehnten als „Mister Volleyball“, nun hat Martin Kettler seit April dieses Jahres zudem den Vorsitz des Gesamtvereins inne. Im Gespräch mit dieser Zeitung ordnet der gebürtige Mescheder die aktuelle Entwicklung des Vereins im Allgemein und der SSV-Volleyballer im Speziellen ein und erklärt, wie der Klub mit den Erkenntnissen aus der Mitgliederbefragung verfährt.

Martin Kettler, seit mehr als 20 Jahren sind Sie bei den Volleyballern des SSV Meschede aktiv, man spricht von Ihnen anerkennend als „Mister Volleyball“ des SSV. Wie fing das alles damals an?

Martin Kettler: Ich bin damals als Kassierer gestartet. Wahrscheinlich wurde ich gefragt, weil ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann hatte. (lacht) Schrittweise bin ich dann in weitere Bereiche und Aufgaben hineingeschlittert. Es soll nicht anmaßend klingen, aber ich gebe mich mit den Dingen nie ganz zufrieden und möchte versuchen, dass alles immer besser wird.

Qualität bewiesen hat auch die Volleyballabteilung des SSV Meschede. Die erste Frauenmannschaft rangiert derzeit als Aushängeschild in der Verbandsliga nach vier absolvierten Partien mit sechs Punkten auf Tabellenplatz fünf. Ist das zufriedenstellend?

Wir verlieren zwar in konstanten Wellen immer mal wieder Spielerinnen, die uns unter anderem für ihr Studium verlassen müssen. Aus der Not haben wir aber mittlerweile eine Tugend gemacht und bauen immer wieder Jugendspielerinnen bei uns ein. Unter diesen Voraussetzungen wäre Tabellenplatz fünf am Saisonende auf jeden Fall ein tolles Ergebnis.

Die Jugendarbeit der SSV-Volleyballer ist ein gutes Stichwort. Wie sehen Sie die Abteilung hier aktuell aufgestellt?

Wir können nach jahrelanger Arbeit schon stolz auf unsere Jugendarbeit sein. Unter anderem spielt unsere weibliche U20-Mannschaft in der Oberliga. Ich finde, dass wir ein schlüssiges Gesamtkonzept für unsere Jugendarbeit haben und uns auch in diesem Bereich reichlich Mühe geben. Man darf aber nicht locker lassen und es schleifen lassen, sondern muss schon früh Maßnahmen wie Schnuppertrainings für die Kinder und Jugendlichen anbieten.

Seit mittlerweile sieben Monaten sind Sie auch Vorsitzender des Gesamtvereins SSV Meschede. Wie lautet da Ihr erstes Fazit?

Für mich ist die Arbeit nicht gerade weniger geworden. Ich muss auch meinen Mädels der Volleyballabteilung manchmal klar machen, dass ich alle elf Abteilungen im Überblick haben muss und möchte. (lacht) Ich habe aber das Gefühl, dass es in allen Abteilungen in puncto Struktur, Qualität und letztlich auch im sportlichen Erfolg nach vorne gegangen ist. Ich sehe meine Aufgabe darin, dass auch die kleineren Abteilungen bei uns, wie etwa die Judoka und die Leichtathleten, profitieren, und ich finde, dass vor allem diese schon große Schritte nach vorne gemacht haben. Auch die erste Herrenmannschaft der Fußballer in der Kreisliga A schlägt sich sehr gut und baut Jugendspieler mit ein – eine tolle Entwicklung (das Team ist derzeit Tabellendritter, Anm. d. Red.).

Kurz nach Ihrem Amtsantritt hat der SSV Meschede anonym seine Mitglieder in einer großen Umfrage zu verschiedenen Themen befragt. Welche Erkenntnisse brachten die Ergebnisse und wie weit ist der SSV damit, erste Schritte umzusetzen?

Dass damals etwa 300 der insgesamt etwa 1400 Mitglieder des SSV Meschede an der Umfrage teilgenommen haben, halte ich für ein tolles Ergebnis. Wir waren damit zufrieden, denn schließlich liegen uns das Wohl der einzelnen Abteilungen und die Zukunft des Gesamtvereins am Herzen. Es ist natürlich trotzdem schwierig, objektiv Ergebnisse einzuschätzen, und trotzdem glaube ich, dass man die Ergebnisse der Befragung wertschätzen kann. Wir haben eine Liste als Essenz herausgearbeitet und setzen die ersten Maßnahmen um. Wir als Verein verlieren keine Mitglieder und ich denke, dass angekommen ist: Wir kümmern uns.

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