Fußball

RWE träumt vom großen rot-weißen Jubel

Womöglich dürfen Frederik Schlüter und Fußball-Landesligist RW Erlinghausen auch nach dem letzten Spieltag am Sonntag feiern. Um noch Platz zwei zu erreichen, wird allerdings Schützenhilfe aus Hüsten gebraucht.

Womöglich dürfen Frederik Schlüter und Fußball-Landesligist RW Erlinghausen auch nach dem letzten Spieltag am Sonntag feiern. Um noch Platz zwei zu erreichen, wird allerdings Schützenhilfe aus Hüsten gebraucht.

Foto: Dietmar Reker

Erlinghausen/Hüsten.  Mit einem Sieg und mit Schützenhilfe des SV Hüsten 09 möchte RW Erlinghausen noch den Sprung auf Platz zwei der Fußball-Landesliga 2 schaffen.

Im eigenen Heimspiel den VfL Bad Berleburg bezwingen, auf eine Niederlage des Konkurrenten FSV Gerlingen beim SV Hüsten 09 hoffen und im Anschluss kräftig die Qualifikation zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation feiern: Das ist der Plan des Fußball-Landesligisten RW Erlinghausen für diesen Sonntag. Mitspielen will da der SV Hüsten 09.

RW Erlinghausen - VfL Bad Berleburg (So., 15 Uhr). Die Ausgangslage spricht nicht für den Tabellendritten RWE (54 Zähler), das drei Punkte hinter dem Zweiten FSV Gerlingen (57 Punkte) liegt, dafür aber das um drei Tore bessere Torverhältnis schafft. Die Mannschaft von Trainer Vaidas Petrauskas, zuletzt sechs Mal in Folge siegreich, muss im Heimspiel zwingend den VfL Bad Berleburg besiegen, um für Rang zwei in Frage zu kommen. Selbst dann ist Schützenhilfe des SV Hüsten 09 notwendig, der im Heimspiel den FSV Gerlingen bezwingen müsste.

„Wir alle in Erlinghausen würden uns sehr freuen, wenn uns der SV Hüsten 09 helfen würde. Kontakt haben wir nicht aufgenommen, da ich davon ausgehe, dass eine Mannschaft, die Fußball spielt, auch gewinnen will. Wenn das Unmögliche doch noch eintrifft, werden wir sicherlich die Ersten sein, die Glückwünsche nach Hüsten schicken“, sagt RWE-Trainer Vaidas Petrauskas.

Top-Spieler müssen wohl passen

Zunächst muss RW Erlinghausen indes am Sonntag seine Hausaufgaben erledigen, um dann nach Hüsten schielen zu können. Das wird schwer genug, da es personell nicht gut aussieht. Neben Spielmacher Ümral Bahceci, der sich nach seiner Herzattacke auf dem Wege der Besserung befindet, ist noch der Einsatz der beiden Toptorjäger Pascal Raulf und Bilal Akgüvercin fraglich.

Akgüvercin hat sich am vergangenen Sonntag in Menden nach einem Foul eine schwere Schulterprellung zugezogen und soll aus ärztlicher Sicht zwei bis drei Wochen pausieren. Raulf hat am Dienstag ein Ziehen im Oberschenkel verspürt und das Training daraufhin abgebrochen. „Bei Pascal habe ich Hoffnung. Bilal verspürt starke Schmerzen. Er ist aber so fußballverrückt, dass er vielleicht auf die Zähne beißt“, so Petrauskas’ Hoffnung. Der VfL Bad Berleburg reist als Sechster (41 Punkte) an. Coach Martin Uvira möchte in Erlinghausen mindestens eine Halbzeit eine Taktik testen, die am Mittwoch, 29. Mai, im Finale des Kreispokals Siegen-Wittgenstein gegen den TuS Erndtebrück angewandt werden soll.

SV Hüsten 09 - FSV Gerlingen (So., 15 Uhr). Konstanz war in dieser Saison zumeist ein großes Fremdwort für die Hüstener, die auch durch ihre Leistungsschwankungen lange warten mussten, ehe der Klassenverbleib feststand. Sie sind momentan Zehnter. Nun möchte das Team von Trainer Klaus Borschel am letzten Spieltag dem FSV Gerlingen mit einem Sieg womöglich die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation verbauen – doch das wird nicht leicht.

Denn die Gastgeber müssen ohne das gesperrte Innenverteidiger-Duo Patrick Kampschulte (zehnte Gelbe Karte) und Mark Winkler (Gelb-Rote Karte) auskommen. Borschel: „Der FSV wird Gas geben, aber wir wollen uns vernünftig und wenn möglich mit einem Sieg in die Pause verabschieden.“

Kurios: Gegner Gerlingen (54 Punkte, plus 26 Tore) kann sogar noch Meister werden und somit direkt aufsteigen. Der FSV sollte selbst hoch gewinnen und dann auf eine möglichst hohe Niederlage des Ersten SV Hohenlimburg 10 (57 Zähler, plus 38 Tore, Heimspiel gegen den BSV Menden) hoffen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben