Fußball

Oeventrops Dirk Schnürch: „Fußball ist Heimatverbundenheit“

Das neue Erfolgsduo des Fußball-A-Kreisligisten TuS Oeventrop: Coach Dirk Schnürch (links) und Co-Trainer Niklas Welsch – zuvor mitverantwortlich für die Bezirksliga-Frauen des TuS – möchten nach dem gelungenen Saisonstart nun mit der Mannschaft nachlegen.

Das neue Erfolgsduo des Fußball-A-Kreisligisten TuS Oeventrop: Coach Dirk Schnürch (links) und Co-Trainer Niklas Welsch – zuvor mitverantwortlich für die Bezirksliga-Frauen des TuS – möchten nach dem gelungenen Saisonstart nun mit der Mannschaft nachlegen.

Foto: Thomas Nitsche

Arnsberg-Oeventrop.  Früher stand er 17 Jahre lang für den TuS Oeventrop auf dem Platz, nun ist Dirk Schnürch Trainer des ambitionierten Fußball-A-Kreisligisten.

Diese Aufgabe habe ihn „sehr gereizt“, gibt Dirk Schnürch unumwunden zu. Nach einem Jahr Pause als Fußballtrainer ist der gebürtige Rumbecker in diesem Sommer zu seinem Ex-Klub TuS Oeventrop zurückgekehrt.

Im Gespräch mit dieser Zeitung spricht der Oeventroper Coach über den gelungenen Einstieg mit seinem neuen Team in die Spielzeit 2019/2020 in der Kreisliga A Arnsberg, beschreibt seine Idealvorstellung des Fußballs und verrät, warum für ihn als Schalke-Fan der sensationelle Gewinn des UEFA-Pokals 1997 nur zur Nebensache geriet.

Dirk Schnürch, Sie sind Schalke-Fan und blicken gerne auf erfolgreiche Zeiten wie den Gewinn des UEFA-Pokals im Jahre 1997 zurück. Damals war das für Sie aber nicht der wichtigste Erfolg dieses Jahres, richtig?

Dirk Schnürch: (schmunzelt) Ganz genau. Ich bin 1997 als Spieler mit dem TuS Oeventrop in die Bezirksliga aufgestiegen – das war natürlich toll. Über den Schalker UEFA-Pokalsieg habe ich mich natürlich trotzdem sehr gefreut, aber eben nur am Fernseher.

Sie feiern am 20. April des nächsten Jahres Ihren 51. Geburtstag. Wenn Sie dann am 24. Mai, dem letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga A Arnsberg, mit Ihrer Mannschaft die gewonnene Meisterschaft feiern könnten, würde das doch ganz gut passen, oder?

Ein möglicher Aufstieg in die Bezirksliga ist momentan ganz weit weg. Wir haben uns vor dieser Saison darauf verständigt, dass wir einen vorderen Platz im Mittelfeld einnehmen wollen. Das Team des TuS Oeventrop hat in diesem Sommer durchaus einen Umbruch erlebt und deshalb müssen wir uns als Mannschaft erstmal finden.

Sie selbst wechselten in diesem Sommer als neuer Trainer zu Ihrem Ex-Verein und sammelten mit der Mannschaft gleich mal sieben Zähler aus den ersten drei Partien. Gemeinsam mit dem SV Bachum/Bergheim, der SG Holzen/Eisborn und dem TuS Rumbeck stehen Sie punktgleich an der Spitze. Wie ist der Start einzuordnen?

Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Auftakt, den ich mir so erhofft habe. Klar ist aber, dass wir jetzt nachlegen müssen. Uns erwarten in den beiden nächsten Ligaspielen gegen die SG Grevenstein/Hellefeld/Altenhellefeld und die SG Balve/Garbeck zwei starke Gegner. Ich erwarte beide Mannschaften oben in der Tabelle, ebenso den SV Bachum/Bergheim und den SV Hüsten 09 II. Wenn wir uns dort behaupten können, dann setzen wir uns erstmal im oberen Tabellendrittel fest.

Was waren Ihre Beweggründe, in diesem Sommer als Trainer zum TuS Oeventrop zurückzukehren?

Ich war 17 Jahre lang als Spieler in den Seniorenmannschaften des TuS Oeventrop aktiv, das war fußballerisch für mich eine sehr schöne Zeit. Im Vorstand des TuS arbeiten viele ehemaliger Mitspieler von mir, unsere beiden Kinder spielen ebenfalls Fußball beim TuS und meine Frau kommt aus Oeventrop. Das passt einfach alles sehr gut und diese Aufgabe hat mich sehr gereizt.

Was ist Ihre persönliche Idealvorstellung von Fußball?

Ich wünsche mir natürlich, dass wir einen erfolgsorientierten Fußball spielen. Die Art, wie wir spielen, mache ich gerne vom Gegner abhängig, das heißt, dass wir flexibel sein müssen. Mir ist vor allem das Umschaltspiel wichtig und ganz generell, dass wir auf die eigenen Leute setzen. Es gibt beim TuS Oeventrop kein Geld und so bauen wir auf die eigenen Spieler aus der Reserve und von den Junioren, die in die erste Mannschaft hochkommen. Für mich ist Fußball auch Heimatverbundenheit und so kann ich mich auch sehr gut damit identifizieren.

Auf welche Stützen können Sie derzeit bereits in Ihrer neuen Mannschaft bauen?

Da kann ich vor allem Dennis Pinke nennen. Er hatte vor ein paar Jahren mit einem Kreuzbandriss leider eine schwere Verletzung, hat sich aber mittlerweile sehr gut erholt und ist in einer super Verfassung. Dennis hat mich wirklich positiv überrascht, dass er so schnell wieder zum Leistungsträger geworden ist. Zudem ist er von der Mannschaft zum neuen Kapitän gewählt worden. Auch Steffen Kuhnert und Max Schlinkert können die jungen Spieler bei uns im Team führen.

Einer der nächsten Höhepunkte ist für den TuS Oeventrop die zweite Runde im Kreispokal: Ihre Mannschaft empfängt am Mittwoch, 18. September, um 19.30 Uhr Bezirksligist SuS Langscheid/Enkhausen. Der Gegner ist mittlerweile nach durchwachsenem Saisonstart besser in der Spur und Favorit, oder?

Auf jeden Fall. Diese Partie läuft für uns außerhalb der Reihe. Wir wollen das Pokalspiel mitnehmen und uns dort einfach gut verkaufen.

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