Tennis

Kumpel-Duell beim STK 07 Arnsberg endet mit Aufgabe

Auf den Spuren von Tommy Haas: Timo Trott (Kasseler TC) hadert lautstark mit sich und wird Dritter der Herren-30-Konkurrenz.

Auf den Spuren von Tommy Haas: Timo Trott (Kasseler TC) hadert lautstark mit sich und wird Dritter der Herren-30-Konkurrenz.

Foto: Philipp Bülter

Arnsberg.  Seit dem Februar 2018 ist Tennisspieler Jörg Bornemann vom STK 07 Arnsberg unbesiegt – und das auch nach dem Preisgeldturnier seines Vereins.

Das tut weh: Als Mathias Gerke im Halbfinale der Herren-30-Konkurrenz des Preisgeldturniers seines Vereins STK 07 Arnsberg gegen Kumpel Jörg Bornemann verletzungsbedingt aufgeben muss, sorgen sich zunächst beide Kontrahenten. Die dicken Kumpel atmen aber auf, denn allzu schwer ist die Verletzung nicht. Während Bornemann das Turnier der Herren 30 gewinnt, schnappt sich ein Münsteraner den Titel der Herren-Konkurrenz.

Diese Verletzung stoppt Gerke

Die einladende Anlage des STK 07 Arnsberg überzeugte vor allem am zweiten Veranstaltungstag viele Besucher. „Wir hatten dann etwa 100 Zuschauer hier vor Ort. Das war toll“, sagte Jörg Bornemann. Der Mitorganisator des Turniers und 2. Vorsitzende des STK 07 Arnsberg war selbst auch in der Herren-30-Konkurrenz als Aktiver am Start. Im Semifinale spielte er gegen seinen Vereinskollegen und Kumpel Mathias Gerke, der tags zuvor jedoch bereits eine schwere Partie gegen Michael Korte (TC Marl 33) hatte bestreiten müssen. „Gegen mich hat sich Mathias dann leider am linken Arm verletzt, so dass es bei 6:3-Führung für mich nicht mehr ging“, berichtete Jörg Bornemann.

Im zweiten Halbfinale setzte sich derweil Michael Korte gegen Kontrahent Timo Trott vom Kasseler TC durch. Auffällig: Trott wandelte in dieser Partie auf den Spuren von Ex-Profi Tommy Haas, der ebenfalls dafür bekannt war, sich mitunter selbst lautstark zu beschimpfen und ebenso anzufeuern. Das nutzte indes gegen Michael Korte wenig, der nach einem 6:1, 6:4 in das Finale gegen Jörg Bornemann einzog.

Im Endspiel zeigte der STK-Spieler dann eindrucksvoll, warum er seit Februar 2018 (!) ungeschlagen ist. Bornemann setzte sich souverän mit 6:1, 6:3 durch und feierte den Turniersieg auf der heimischen Anlage. „Das wäre auch sehr ärgerlich gewesen, ausgerechnet hier das erste Mal wieder zu verlieren“, sagte Jörg Bornemann und lachte.

So läuft’s in der Herren-Konkurrenz

In der Herren-Konkurrenz des Turniers, für das Förderer und STK-Mitglied Frank Chmielewski insgesamt 1600 Euro ausgelobt hatte, mussten Lennard Ufer vom STK 07 (0:6, 1:6 gegen Felix Rabe vom TC Unna 02) in Runde eins und Maximilian Kämper (TC Blau-Gold Arnsberg) in Runde zwei frühzeitig die Segel streichen. Kämper schied gegen Noah Fitzon (TC Unna 02) 7:5, 0:6, 5:7 aus.

Über den jeweils dritten Platz freuten sich Lennart Sude (TC Unna 02) und mit Niklas Kammer auch ein „Local Hero“, der früher für den STK 07 gespielt hatte und nun für den THC Münster aktiv ist, gleich zwei Spieler. Der an Position vier gesetzte Constantin Ruland (TC Blau-Gold Arnsberg) zog nach einem Freilos in die zweite Runde ein, in der er auf Felix Rabe traf. Ruland machte nach einem 6:1, 6:3 das Rennen, scheiterte dann jedoch mit 1:6, 4:6 an Niklas Kammer.

Tolles Erlebnis

Gleichwohl hatte Constantin Ruland am Hellefelder Bach auch außersportlich eine gute Zeit. Denn der Spieler des TC Blau-Gold Arnsberg – mit seiner Anlage unmittelbar unterhalb des STK 07 Arnsberg ansässig – hatte extra Unterstützung eines guten Freundes aus den USA erhalten. Parker Watt besuchte Ruland, den er aus der gemeinsamen Schul- und Tenniszeit an der Woodberry Forest School in Virginia kennt, zum ersten Mal in Deutschland. „Eine richtig coole Geschichte“, befand Jörg Bornemann.

Überraschend war das frühe Ausscheiden des potenziellen Favoriten auf den Titel bei den Herren, Karim Al-Amin. Der Youngster des Dorstener Tennisclubs wird in der Deutschen Herren-Rangliste derzeit an Position 438 geführt und war damit beim Preisgeldturnier in Arnsberg der topgesetzte Akteur. Er scheiterte indes in Runde eins an Christian Cremers (1. TC Hiltrup), „mit dessen Spiel er einfach nicht zurecht gekommen ist“, sagte Bornemann.

Cremers stellte auch in den weiteren Partien seine Qualitäten unter Beweis und spielte sich bis in das Finale vor. Hier traf er dann auf einen weiteren Starter aus Münster, nämlich Florian Bruch (THC Münster). Cremers gewann den ersten Satz 7:6 im Tiebreak, gab den zweiten Durchgang dann 4:6 ab und holte sich mit einem 6:3 doch den Titel.

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