Fußball

Keine Angst vor Kritik an Grindel

Erneut zu Gast im Sauerland: DFB-Präsident Reinhard Grindel (links).

Erneut zu Gast im Sauerland: DFB-Präsident Reinhard Grindel (links).

Foto: Ted Jones

Herdringen.  Mit der Verpflichtung von DFB-Chef Reinhard Grindel als Besucher der Jubiläumsgala ist dem SV Herdringen ein Coup gelungen. Das war nicht leicht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bereits seit mehr als drei Jahren arbeitet ein Festausschuss, bestehend aus zwölf Personen, daran, dass das Jubiläumsjahr des SV Herdringen erfolgreich wird. Unter der Federführung von Werner Eickel ist mit der Verpflichtung von Reinhard Grindel ein Coup gelungen: Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes wird den Verein, der 100 Jahre alt wird, zu dessen Festakt am Samstag, 2. November, besuchen. Und dafür hat Eickel gemeinsam mit seinen Mitstreitern lange gekämpft.

Festausschuss empfindet „Stolz“

„Wir sind stolz darauf, dass wir so einen Mann für unsere Jubiläumsveranstaltung bekommen haben. Für einen so kleinen Verein wie unseren ist das schon eine echte Hausnummer“, sagt Werner Eickel. Bereits seit Anfang des vergangenen Jahres hatte er an der Verpflichtung Reinhard Grindels gearbeitet. Im vergangenen Februar besuchte Eickel dann Dirk Wiese, SPD-Bundestagsabgeordneter in Berlin. Wiese hat die Schirmherrschaft für das Jubiläumsjahr des SV Herdringen übernommen. „Wir haben besprochen, dass er den Kontakt zu Herrn Grindel herstellt. Das braucht natürlich zeitlich einen gewissen Vorlauf“, sagt Werner Eickel.

In den turbulenten Sommermonaten rund um die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, der frühzeitigen Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw bis 2022, dem schwachen Abschneiden der deutschen Mannschaft und der Trikotaffäre um Mesut Özil musste Reinhard Grindel viel Kritik einstecken. Gleichwohl stand schließlich zum Jahreswechsel fest, dass der derzeit bedeutendste Fußballfunktionär des Landes am 2. November beim SV Herdringen weilt und dann sicher auch Worte an die etwa 400 bis 500 erwarteten Gäste in der Schützenhalle richten wird. „Über was er genau sprechen wird, wird aber wohl erst ein, zwei Monate vor der Veranstaltung klarer werden. Wir müssen erstmal den gesamten Ablauf des 2. Novembers planen“, erläutert Werner Eickel.

Viele Höhepunkte

Dass Reinhard Grindel auch aus den Reihen der Basis des DFB, den Amateurvereinen, längst nicht mehr nur Zuspruch erhält, hat man auch beim SV Herdringen registriert. „Ich erwarte aber keine Pfiffe oder Ähnliches. Für uns als Verein ist der 2. November ein Festtag, der die vielen Veranstaltungen im Vorlauf krönen soll. Wir werden das gut hinbekommen“, sagt Eickel.

Eine Festschrift, ein Jugendturnier, das große Pfingstsportfest: Das Jubiläumsjahr beim SV Herdringen hat viel zu bieten. Auch das Spiel einer Alt-Herren-Hochsauerland-Auswahl gegen die Traditionsmannschaft des FC Schalke 04, das, wie berichtet, am 6. Juli ausgetragen wird. „Auf diese Partie haben wir uns erst am vergangenen Dienstag wieder drei Stunden vorbereitet. Es gibt quasi täglich Dinge zu organisieren“, sagt Festausschuss-Chef Werner Eickel.

Der frühere Vorsitzende hat übrigens Erfahrung mit Jubiläen beim SV Herdringen, schließlich hatte er – gemeinsam mit Mitstreitern – bereits den 75. Geburtstag des Vereins organisiert. Jetzt hoffen alle Beteiligten, dass insbesondere die große Jubiläums-Gala „100 Jahre SV 1919 Herdringen“ am 2. November ein Erfolg wird.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben