Einradfahren

Felix Griggels Motto: Stürzen – und wieder aufstehen

Wenn Felix Griggel mit seinem Einrad „seinen“ ungewöhnlichen Sport präsentiert, ist das Staunen bei Zuschauern oftmals groß.

Wenn Felix Griggel mit seinem Einrad „seinen“ ungewöhnlichen Sport präsentiert, ist das Staunen bei Zuschauern oftmals groß.

Foto: Eddy Griggel

Neukirchen/Meschede.  Er betreibt einen ungewöhnlichen Sport: Felix Griggel (18) aus Meschede ist Einradfahrer. Wie der Youngster auch als Showact begehrt ist.

Er ist viel unterwegs und überaus erfolgreich: Einradfahrer Felix Griggel aus Meschede weilte zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften im Einrad-Muni im bayerischen Neukirchen am heiligen Blut. Der 18-Jährige ist auch Repräsentant seines ungewöhnlichen Lieblingssports.

Bei der HSK-Sportgala, die immer im Frühjahr in Olsberg ausgerichtet wird, ist Felix Griggel oft und gerne gesehener Gast. Der Youngster trat in den vergangenen Jahren wiederholt als Preisträger auf. Im Vorjahr sicherte sich Griggel den Titel als bester HSK-Sportler des Jahres 2017. In diesem Frühjahr konnte er dann seinen Titel zwar nicht verteidigen, landete aber direkt hinter dem Nordischen Kombinierer Lenard Kersting (SK Winterberg) auf Platz zwei.

Gewürdigt wurden unter anderem Griggels starke Leistungen aus dem Jahr 2018: Bei den Einrad-Weltmeisterschaften der U19-Junioren hatte der Mescheder Titel im Weitsprung und im Rail Race gewonnen. Im Zuge der Europameisterschaften siegte er unter anderem im Wettbewerb im Cross Country und sicherte sich ebenso den Titel des Deutschen Meisters im Hochsprung. Auch bei der Sportlerehrung der Stadt Meschede räumte Griggel schon ab.

Auftritt beim Wandertag

Gefragt ist der Youngster ebenso, um mit imposanten Höhenflügen wie beispielsweise beim Einrad-Hochsprung Eindruck zu machen und Interesse für diesen Sport zu wecken. So trat der Nachwuchssportler in diesem Sommer beim 119. Deutschen Wandertag in Schmallenberg auf und präsentierte ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.

Ausdauer, Koordination, Kraft und Konzentration: All diese Eigenschaften sind beim Einradfahren vor allem gefragt. Ebenso ist offenbar auch eine gewisse Härte gegen sich selbst erforderlich – wie Felix Griggel nun bei den Deutschen Meisterschaften im Einrad-Muni im bayerischen Neukirchen am heiligen Blut erneut feststellen musste. „Ich bin bestimmt acht- bis zehn Mal gestürzt“, sagte das Talent nachher.

Gleichwohl legte Felix Griggel bei seinen Auftritten in Neukirchen starke Leistungen hin und sammelte gleich mehrere Medaillen. Am Start waren die besten Muni-Fahrer Deutschlands – Muni steht für Mountain-Unicycling, also das Berg-Einradfahren –, zu denen auch Felix Griggel zählt. Vor Ort ging es für die Teilnehmer auf Einrädern die Berge hinauf und hinunter, ebenso durch ein Gelände voller Herausforderungen wie Fahrten über Steine und Baumstümpfe. In den Disziplinen Cross Country, Uphill und Downhill wurden Deutsche Meister ermittelt.

Starke Auftritte in Bayern

Felix Griggel startete jeweils in den Expert-Rennen, die den erfahrenen Fahrern vorbehalten sind. Die Veranstaltung, die am Hohenbogen bei Neukirchen am heiligen Blut in 1050 Metern Höhe stattfand, startete mit einer 11,5 Kilometer langen Strecke im Cross Country. Felix Griggel, der sowohl im Einradfahren als auch als Leistungsschwimmer jeweils für den SSV Meschede startet, erreichte nach 51:51,60 Minuten das Ziel und wurde damit von 30 Startern Sechster. Der Lohn: In der Altersklasse U19 sicherte sich Griggel die Vizemeisterschaft.

Auch im Uphill-Wettbewerb machte Griggel eine gute Figur. Der Einradfahrer benötigte für die 200 Meter steile Strecke 1:37,71 Minute, wurde Fünfter von 27 Startern und Zweiter seiner Altersklasse – der nächste Vizetitel für den Mescheder. Auf der 2,3 Kilometer langen Strecke im Downhill-Rennen stürzte Griggel dann gleich mehrfach – verkraftete dies aber. Als 14. unter 74 gestarteten Sportlern qualifizierte sich Griggel für das Finale der besten 15 Fahrer. Letztlich belohnte sich der Youngster für sein Engagement mit der Bronzemedaille in der Altersklasse U19. Auch nach dem Finallauf nahm er Position drei ein.

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