Hallenfussball

Felix-Cup: Kreisvorstand und Polizei ermitteln nach Tumulten

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Foto: aut

Eslohe.   Beim 28. Felix-Cup in Eslohe kam es zwischen dem FC Fatih Türkgücü II und FC Arpe/Wormbach III zu Handgreiflichkeiten und tumultartigen Szenen.

Die Hallensaison im Fußball-Sauerland ist mit einem Eklat geendet. Beim 28. Felix-Cup des TSV RW Wenholthausen in der Sporthalle in Eslohe kam es gegen Ende der Vorrundenpartie zwischen dem FC Fatih Türkgücü Meschede II und dem FC Arpe/Wormbach III zu einer Rudelbildung mit Handgreiflichkeiten und tumultartigen Szenen.

Hintergrund: Kurz vor Schluss beging ein Spieler des FC Fatih Türkgücü Meschede II beim Spielstand von 1:1 ein grobes Foulspiel. Damit aber nicht genug, anschließend trat er einen weiteren Spieler des FC Arpe/Wormbach III in den Unterleib. Beide Szenen sind auf einem Video, dass der Sauerlandsport-Redaktion vorliegt, gut zu sehen. Daraufhin kam es zu tumultartigen Szenen, in die beide Teams verwickelt waren. Auch diese Szenen zeigt das Video. Nach gut einer Minute kehrte wieder einigermaßen Ruhe auf dem Spielfeld ein. Die Mannschaft von Fatih Türkgücü Meschede II trat danach nicht mehr zum letzten Vorrundenspiel gegen TuRa Freienohl II an.

Fatih entschuldigt sich

Jetzt ermittelt der Kreisvorstand des Kreises Hochsauerlandkreis. „Mir ist das Video mehrfach zugeschickt worden. Ich war sprachlos und geplättet, als ich es gesehen habe“, sagte Michael Schütte, Vorsitzender des Kreises Hochsauerlandkreis, gegenüber der Sauerlandsport-Redaktion und ergänzte: „Das Foulspiel war schon brutal, aber zu dem zweiten Tritt fällt mir nichts mehr ein.“

Seyfullah Kara, Vorstandsvorsitzender des FC Fatih Türkgücü, teilte gegenüber unserer Zeitung mit: „Ich kann mich nur in aller Form im Namen des Vereins bei allein Beteiligten entschuldigen. Wie mir berichtet wurde, sind unsere Spieler provoziert worden, was die Ausraster nicht rechtfertigen soll. Alle Spieler, die daran beteiligt gewesen sind, werden nicht mehr für Fatih spielen. Denn: Das ist nicht das Gesicht des FC Fatih Türkgücü.“

Verhandlung vor dem Sportgericht

Wie geht es jetzt weiter? Nach Auskunft von Kreischef Michael Schütte werden die Vorfälle nun vor dem Sportgericht verhandelt.

Der Verein Fatih Türkgücü Meschede muss damit bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr vor das Sportgereicht. Beim Volksbanken-Winter-Cup war es in der Vorrunde in Brilon bei der Partie zwischen Azadi Spor Brilon und dem FC Fatih Türkgücü Meschede zu Auseinandersetzungen zwischen Spielern und Anhängern aus beiden Lagern bekommen. Beide Vereine sind anschließend zu einem Ordnungsgeld von jeweils 300 Euro verurteilt worden. Während Azadi Spor das Urteil angenommen hat, wird Fatih Türkgücü nach Auskunft von Kreischef Michael Schütte in die Berufung gehen.

Auch die Polizei ermittelt

Neben dem Kreisvorstand hat inzwischen auch die Polizei in Meschede die Ermittlungen gegen den Fußballspieler der Reservemannschaft von Fatih Türkgücü Meschede aufgenommen. „Wir sehen eine Straftat“, sagt Polizeisprecher Holger Glaremin. Der Verdacht der Körperverletzung steht im Raum.

Auch wenn bislang noch keine Strafanzeige vorliegt, ermittelt die Polizei, die nicht gerufen worden war, aber der ebenfalls das Video vorliegt, von ihrer Seite von Amts wegen – dazu ist sie verpflichtet, wenn sie von möglichen Straftaten erfährt. Zuletzt muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob der Fall juristisch weiterverfolgt wird und zur Anklage kommt.

BC Eslohe II Turniersieger

Den Turniersieg beim 28. Felix-Cup sicherte sich der BC Eslohe II. Der Tabellenletzte der A-Liga West setzte sich im Endspiel gegen die SG Grevenstein/Hellefeld/Altenhellefeld II mit 6:5 im Neunmeterschießen durch. Dritter wurde der TV Fredeburg II (4:2 im Neunmeterschießen gegen die SG Bödefeld/Henne-Rartal II).

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