Fußball

FC Fleckenberg/Grafschaft verpasst den Bezirksliga-Aufstieg

Ist das bitter: Spieler des FC Fleckenberg/Grafschaft fallen nach der 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Türk Geisweid enttäuscht zu Boden.

Ist das bitter: Spieler des FC Fleckenberg/Grafschaft fallen nach der 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Türk Geisweid enttäuscht zu Boden.

Foto: Philipp Bülter

Schmallenberg-Fleckenberg.  Trotz einer kämpferisch starken Leistung bleibt der FC Fleckenberg/Grafschaft nach dem 1:3 gegen den 1. FC Türk Geisweid in der Fußball-A-Liga.

Die letzte Chance verpasst: Die Fußballer des FC Fleckenberg/Grafschaft haben die Sensation, den Sprung in die „Bundesliga des Sauerlandes“, nicht geschafft. Der Mannschaft von Spielertrainer Enrico Ledda bleibt nach der 1:3 (1:1)-Niederlage im Rückspiel der Aufstiegsrelegation gegen den 1. FC Türk Geisweid am Samstagabend der Aufstieg in die Bezirksliga 4 verwehrt. Im ersten Duell hatte es in Siegen-Geisweid ein 3:3-Remis gegeben.

Jubel brandete auf dem Fleckenberger Sportplatz nach Abpfiff der Partie nicht nur bei den Akteuren des 1. FC Türk Geisweid, deren Fans den Mittelkreis gemeinsam mit Mannschaft und Trainerteam in ein Tollhaus verwandelten und ihren Aufstieg in die Bezirksliga bejubelten, auf. Auch die Spieler des TSV Aue-Wingeshausen, eines C-Kreisligisten aus Bad Berleburg, der mit einer großen Delegation beim Spiel mitgefiebert hatte, freuten sich mächtig. Denn durch den Bezirksligaaufstieg der Geisweider spielt der Meister der Kreisliga C2 Siegen-Wittgenstein ebenfalls in der neuen Saison eine Liga höher, nämlich in der Kreisliga B. Beide Teams feierten am Ende gemeinsam ihre Erfolge.

Lob von den Hausherren

Das alles bekamen Spieler, Trainer und Vorstand des FC Fleckenberg/Grafschat nur am Ende mit. Zu groß war nach der Heimniederlage vor der tollen Kulisse von etwa 1000 Zuschauern zunächst die Enttäuschung darüber, selbst die Rückkehr in die Bezirksliga verpasst zu haben. Gleichwohl forderten die FC-Fans unmittelbar nach dem Abpfiff auf, die Köpfe hochzunehmen. Sie skandierten: „Wir wollen die Mannschaft sehen!“ Zu Recht, denn die Fleckenberger hatten sich auch nach dem zweiten Duell mit dem Vizemeister der Kreisliga A Siegen-Wittgenstein wenig vorzuwerfen. „Man hat gesehen, dass der Gegner von der Spielanlage her reifer war als wir. Sie haben die etwas bessere individuelle Klasse. Wir müssen uns aber nichts vorwerfen lassen“, sagte Fleckenbergs Spielertrainer Enrico Ledda.

Sein Team hatte bereits in der ersten Spielminute einen perfekten Start hingelegt: Nach einem dicken Patzer in der oft wackeligen Hintermannschaft des 1. FC Türk Geisweid ersprintete Benjamin Habbel das Leder, umkurvte Gästetorwart Oktay Düzgün und schob zum umjubelten 1:0 ein (1.). In der Folge zeigten sich die Hausherren durchaus bissig, verpassten es aber, direkt durch Habbel nachzulegen (7.). „Wenn wir in dieser Szene das 2:0 gemacht hätten, dann wäre das Spiel womöglich durch gewesen. Allerdings haben wir dann den verdienten Ausgleich kassiert“, sagte Michael Krähling, Sportlicher Leiter des FC Fleckenberg/Grafschaft. Für das 1:1 war für die Gäste Tevin Wagner zuständig, der sich im Strafraum gegen drei Gegner durchsetzte und die Gäste, die nun ein weiteres Tor benötigten, wieder heranführte (35.). Sturmkollege Pascal Jüngst vergab in der Nachspielzeit der ersten Hälfte eine weitere Riesenchance für sein Team – Dusel für die Gastgeber.

Am Ende wird trotzdem gefeiert

Nach dem Seitenwechsel blieb es dabei: Die Fleckenberger, die ihr viertes Spiel innerhalb von zehn Tagen absolvierten und deren Kräfte merklich schwanden, zogen sich weit zurück und ließen die Geisweider agieren. Diese zeigten nun gute Kombinationen und drückten auf ihren zweiten Treffer. Das 2:1 für den 1. FC Türk Geisweid resultierte dann aus einer Einzelaktion: Top-Torjäger Pascal Jüngst zog aus 17 Metern ab und traf unten links – keine Chance für FC-Keeper David Pape (62.). Kurz danach vergab Benjamin Habbel erneut eine dicke Gelegenheit für den FC, dem ein 2:2 zum Aufstieg gereicht hätte (64.).

So drängten die Hausherren in der Schlussphase, in der sich auch Spielertrainer Enrico Ledda noch in den Sturm einwechselte (80.), auf ihr zweites und damit goldenes Tor zum Aufstieg. Der 1. FC Türk Geisweid hielt aber allen Angriffen stand und markierte selbst durch Selcuk Özer das 3:1 – die endgültige Entscheidung (88.). Der Rest war großer Jubel der Gäste, die im Anschluss trotz der zuvor hitzigen Atmosphäre fair Mannschaft und Fans der Fleckenberger für deren dennoch starke Spielzeit gratulierten. „Die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt. Wir werden trotzdem einen guten Abschluss feiern“, kündigte Michael Krähling an.

FC Fleckenberg/Grafschaft: Pape; Galwas, Lübke, Langefeld (80. Ledda), J. Urban, L. Urban, Kafaoglu (53. Kenter), Heimes, Hochstein (75. Eßler), S. Urban, Habbel.

Tore: 1:0 Habbel (1.), 1:1 Wagner (34.), 1:2 Jüngst (62.), 1:3 Özer (88.).

Zuschauer: 1000.

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