Fussball

Der Kreis Arnsberg schwimmt weiter gegen den Strom

Michael Ternes.

Michael Ternes.

Foto: Foto: SK

Arnsberg.  Wir haben vor dem Punktspielstart der Arnsberger Fußball-Kreisligen mit Michael Ternes, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses, gesprochen.

Der Countdown läuft. Die Kreisliga-Vereine aus dem Fußballkreis Arnsberg starten am kommenden Sonntag, 25. August, in die neue Punktspielsaison. Die Sauerlandsport-Redaktion hat vor dem Meisterschaftsauftakt mit Michael Ternes (45), unter anderem Vorsitzender des Kreisfußballausschusses im Kreis Arnsberg, gesprochen.


Den Rahmenterminplan des Verbandes haben wir als sehr unglücklich empfunden. Dort ist die Saison mitten in den Ferien gestartet. Die Vorbereitungen der Vereine hätten also bereits mit Beginn der Sommerferien starten müssen und das kam für uns nicht in Frage.


Im Kreis Arnsberg wird erneut in vier Klassen von der A- bis zur D-Liga um Punkte gespielt. Hat es einen Zuwachs an Teams gegeben?
Wir schwimmen weiter gegen den Strom. Während es westfalenweit immer weniger Mannschaften werden, haben wir im Kreis Arnsberg erneut einen Zuwachs zu verzeichnen. Wir haben aktuell 64 Teams, die am Punktspielbetrieb teilnehmen, und damit eine Mannschaft mehr als in der vergangenen Saison.


Welche Mannschaften sind neu dabei?
Wir haben mit der SG Holzen/Eisborn III, dem FC Neheim-Erlenbruch III und dem TuS Niedereimer II gleich drei neue Mannschaften in der D-Kreisliga am Start.


Der Meister der A-Liga Arnsberg steigt im Gegensatz zum Kreis Hochsauerlandkreis, in dem es Relegationsspiele zwischen den Gruppensiegern der Staffeln West und Ost gibt, direkt in die Bezirksliga 4 auf. Wi rd das auch in Zukunft so bleiben?
Auf jeden Fall. Dafür haben wir mit den Kreisen Beckum und Lüdenscheid im vergangenen Jahr erfolgreich gekämpft. Der Kreis Hochsauerlandkreis hat ja sogar 1,5 Aufsteiger. Aber durch die zwei A-Ligen gibt es halt das Problem mit den Relegationsspielen. Bei einer eingleisigen A-Liga wäre das nicht der Fall und sogar der Vize-Meister hätte die Chance, am Ende noch in die Bezirksliga aufzusteigen.
Es gibt neue Regeln, unter anderem Gelbe und Rote Karten für Trainer und Offizielle auf der Bank. Welche Auswirkungen haben die Karten, und drohen, wie in der Fußball-Bundesliga geplant, Sperren?
Die Karten für Trainer und Offiziellen sind nichts anderes als die bisherigen mündlichen Ermahnungen. Je nach Eintrag im Spielbericht ist von einem Ordnungsgeld bis zu einer Verhandlung vor dem Sportgericht alles möglich. In den oberen Spielklassen wird derzeit über eine Sperre nach vier Verwarnungen nachgedacht. Persönlich halte ich das in den Kreisligen für schwer umsetzbar.


In der kommenden Woche steht vom 27. bis 29. August die erste Kreispokalrunde auf dem Programm. Wird der Kreis Arnsberg den Vorschlag des Verbandes, das Spiele bei einem Unentschieden nicht mehr in die Verlängerung gehen, sondern direkt im Elfmeterschießen entschieden werden, umsetzen?
Wir im Kreisvorstand waren sofort einstimmig dafür. Der Wegfall der Verlängerung hat einige Vorteile. Der höherklassige Verein muss schon sein bestes Personal aufbieten, um nicht in die Gefahr eines Elfmeterschießens zu kommen. Denn dort ist auch für den Underdog alles drin. In den vergangenen drei Pokalspielzeiten hätte es bei uns im Kreis mit der neuen Regelung 16 Mal ein Elfmeterschießen gegeben. Ich bin gespannt, wie es nach dieser Saison aussehen wird.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben