Snowboard

Snowboard-Weltcup: Regen bereitet Winterberg keine Sorgen

Selina Jörg gewann im vergangenen Jahr den Weltcup in Winterberg.

Selina Jörg gewann im vergangenen Jahr den Weltcup in Winterberg.

Foto: Imago

Winterberg.   In wenigen Tagen gastieren die Snowboard-Stars zum Weltcup-Finale in Winterberg. Regen? Warum Florian Leber den sogar gut findet.

Der Countdown läuft: Am 23. und 24. März geht in Winterberg das Weltcupfinale der Snowboarder über die Bühne. Florian Leber ist Liftbetreiber und verantwortlich für die Piste, auf der Stars wie Weltmeisterin Selina Jörg oder Ester Ledecká im Parallel-Slalom um die letzten Weltcuppunkte in diesem Winter kämpfen. Ein Anruf.
Hallo Florian, ich sitze gerade in Hagen und schaue aus dem Fenster: Es regnet in Strömen.
Florian Leber: Ich sitze in Winterberg und schaue aus dem Fenster – und es regnet ebenfalls (lacht). Aber das ist das Beste, was uns derzeit passieren kann.


http://Selina_Jörg_gewinnt_in_Winterberg{esc#213749627}[video]Das müssen Sie erklären.
Verkürzt gesagt: Das Wasser sickert in den Schnee, der auf den Pisten liegt. Ab Sonntag soll es laut aktueller Wetterprognosen kälter werden und die vorhergesagten Nachtfröste sorgen dafür, dass auch die Piste am Poppenberghang, auf welcher die Weltcuprennen ausgetragen werden, superhart wird. Also: Der Regen bereitet mir keine Sorgen.


Wann wird die Piste für das Weltcupfinale denn offiziell vom Ski-Weltverband FIS abgenommen?
Charles Turcotte, der kanadische Pisten-Experte der FIS, ist ja schon seit gut einer Woche hier. Das ist schon passiert.


Und was kommt in den nächsten Tagen noch auf Sie zu?
Wir müssen erstmal den Regen abwarten und können voraussichtlich am Sonntag mit dem Feintuning der Piste beginnen. Der Starthügel ist aufgeschoben, die Roller ebenfalls. Für Anfang der Woche ist sogar neuer Naturschnee angesagt. Ab Mittwoch, oder vielleicht ab Dienstag, wird der Weltcuphang gesperrt.


Skiliftbetreiber Florian Leber will jetzt mit dem Feintuning der Piste beginnen. Foto: Falk Blesken Für die Ski-Touristen.
Für alle. Auch die Snowboard-Profis dürfen nicht auf dem Weltcuphang trainieren. Das steht in den FIS-Statuten. Die Koreaner und Japaner, glaube ich, sind die ersten, die ab Mittwoch in Winterberg trainieren – überall, aber nicht am Weltcuphang.


Es gab mal einen Sprung, der spektakuläre Bilder lieferte, aber den Sportlern Probleme bereitete...
...diesmal gibt es die zwei so genannten Roller. Sie haben keine 90-Grad-Kante. Man kann springen – oder einfach drüberfahren. So etwas ist im Weltcup zwar selten, aber die Sportler sollten sich gut darauf einstellen können (lacht).

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