Radsport

Große Pläne: Radsport-Weltmeisterschaft im Sauerland

Die Startphase in der Neheimer Innenstadt.

Die Startphase in der Neheimer Innenstadt.

Foto: Wolfgang Becker

Sauerland.  Die Veranstaltung elektrisiert die Region. Nicht nur die Radsport-Fans fiebern der 3. Sauerland-Rundfahrt am Sonntag, 22. September,entgegen.

Die dritte Auflage der Tour durch das Land der 1000 Berge ist in diesem Jahr erstmals auch das finale Rennen der Radbundesliga. „Für uns ist das ein Ritterschlag“, sagt Rennleiter Jörg Scherf, der gleichzeitig auch Team-Manager vom Bundesligateam Sauerland NRW ist.

Jörg Scherf und Heiko Volkert, die „Macher“ der Sauerland-Rundfahrt, geben sich allerdings mit dem bislang Erreichten nicht zufrieden. Der Bekanntheitsgrad des Radrennens und die Popularität in der Region sollen zukünftig noch intensiver ausgebaut werden.

Grünes Licht in den nächsten Tagen

Die Verantwortlichen haben große und ambitionierte Ziele. „Aller Voraussicht werden wir im Jahr 2021 die Deutsche Meisterschaft hier mit austragen. Wenn das klappen sollte, werden wir die deutschen Elite-Fahrer, die auch bei der Tour de France an den Start gehen, im Sauerland zu Gast haben“, sagt Heiko Volkert und fügt optimistisch hinzu. „Ich rechne damit, dass wir in den nächsten Tagen grünes Licht bekommen.“ Die Veranstaltung würde dann drei Eventtage haben.

Doch damit nicht genug: Jörg Scherf und Heiko Volkert versuchen, die Weltmeisterschaft ins Sauerland zu holen. „Wir denken tatsächlich darüber nach, um das Jahr 2027 eine WM hier austragen zu können. Dies ist natürlich wahnsinnig, ist auch ein bisschen größenwahnsinnig, aber dieses Ziel verfolgen wir konkret“, erklärt Volkert.

Aktuell steht allerdings erst einmal die dritte Sauerland-Rundfahrt auf dem Programm. Die 144 Kilometer lange Strecke führt von Neheim aus über Arnsberg, Warstein, Meschede, Sundern, Eslohe, Schmallenberg nach Winterberg mit dem Ziel auf dem Kahlen Asten. „Das Interesse am Radsport im Sauerland ist groß. Dies haben wir bereits in den letzten Jahren deutlich feststellen können“, erklärt Jörg Scherf. „An bestimmten Stellen entlang der Strecke herrscht teilweise der Ausnahmezustand.“

Der Radsport und die Sauerländer ziehen mittlerweile an einem Strang, um gemeinsam Imagepflege für den Sport und für die Region zu betreiben. Rund 400 Helferinnen und Helfer werden bei der vom RC Victoria Neheim ausgerichteten Rundfahrt im Einsatz sein. „Die Bereitschaft zu helfen ist da“, erklärt Jörg Scherf. „Wir hatten gedacht, es sei schwieriger Helfer zu gewinnen. Die große Bereitschaft zeigt, dass die Rundfahrt bei den Vereinen und in den Orten angekommen ist. Auf die Sauerländer ist Verlass.“

Scherf und Volkert, die im Begleitfahrzeug den Tross der Radprofis begleiten, freuen sich schon auf die Orte, die durchfahren werden. Scherf: „Ob Hirschberg, Calle, Meinkenbracht oder Visbeck, überall ist die Stimmung grandios. In den Orten wird gefeiert und angefeuert. Die Sauerland-Rundfahrt ist zu einer Veranstaltung für die ganze Familie geworden.“

Überraschungsgeschenke

So hat sich auch die Stadt Arnsberg für den Start in Neheim besonders für die Kids etwas Neues überlegt. „Wir freuen uns, den Start in diesem Jahr ab 10 Uhr mit einem Familienprogramm begleiten zu können“, berichtet Stadtmarketing-Managerin Tatjana Schefers. „Auf die Kids warten gleich mehrere Hüpfburgen. Und für die Kinder, die mit dem Fahrrad kommen, gibt es in der Happy Hour zwischen 10.15 und 11.15 Uhr Überraschungsgeschenke.“ Parallel dazu findet auf dem Marktplatz die Teampräsentation statt, bevor um 11.15 Uhr der Startschuss fällt.

Zur Einstimmung auf die Sauerland-Rundfahrt findet am Samstag, 21. September, ab 12 Uhr in Wenholthausen die Deutsche Bergmeisterschaft der Junioren statt.

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