Laufblog

Der Saucony Xodus - hart auf Asphalt, aber griffig im Wald

Foto: Saucony

Dortmund.  Im Winter werden Wege schnell zu Trails. Wer auch bei Schnee und Matsch trainieren will, braucht Trailschuhe - etwa den Saucony Xodus.

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Der Winter bringt nicht nur mitunter ekelhaftes Wetter mit sich, sondern auch ebensolche Wege mit nicht minder bescheidener Bodenbeschaffenheit. Was im Sommer noch trocken und griffig ist, kann im Winter zur glatten Rutschbahn werden. Abhilfe können spezielle Trailschuhe schaffen. Ich habe den Saucony Xodus getestet.

Wer den Xodus in der Wohnung anzieht, kann sich vielleicht nicht auf Anhieb mit dem Schuh anfreunden. Zwar ist das Obermaterial sehr angenehm und anschmiegsam. Doch die Sohle wirkt auf festem Boden knüppelhart. Da hilft auch die Dämpfung mit der neuen "Everun"-Technologie nicht.

Die Sohle krallt sich in den Boden

Der Eindruck hält so lange, bis der Schuh zum ersten Mal trailigen Boden unter die Sohlen bekommt. Vermittelt der Xodus auf Asphalt noch das leicht hölzerne Laufgefühl eines Fußballschuhs, legt er auf weichem Geläuf sofort los. Die stark gerippte Sohle krallt sich in den Boden, die Zwischensohle dämpft und federt. Durch die geringe Sprengung von vier Millimetern vermittelt der Schuh außerdem eine große Dynamik.

Ich habe den Xodus zweimal beim Ruhrklippenlauf im Dortmunder Süden und bei einem kleinen, aber flotten Lauf über Trampelpfade und Reitwege getestet. Der Eindruck war stets der gleiche: Je weicher der Boden, desto besser der Schuh. Auch glitschige Passagen steckt der Xodus souverän weg, ebenso Geröll oder Laub. Das großzügige Polster an der Ferse bietet dem Fuß dazu den nötigen Komfort.

Nicht so gut ist das Verhalten des Xodus auf harten Böden. Dann wirkt die harte Sohle kontraprodktiv. Das ist aber verschmerzbar, wenn der Weg zum Wald nicht lang ist.

Preis: 150 Euro

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