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Der Marathoni, der aus der Kälte kam

Der winterliche Sonnenaufgang entschädigt für die Kälte, die Läufer erwartet.

Der winterliche Sonnenaufgang entschädigt für die Kälte, die Läufer erwartet.

Foto: Stefan Reinke

Dortmund.  Paris ruft. Keine 80 Tage mehr hat unser Laufblogger Zeit, um topfit auf die Champs Elysees zu gehen. Glücklicherweise passt das Wetter.

Paris ruft, und ach, wie gerne erliege ich dem Locken meiner Lieblings-Metropole. Und ausgerechnet jetzt befinden sich die Temperaturen im Sinkflug. Ein Problem? Nein! Ich liebe es, bei Kälte zu laufen. Mein Problem ist eher Hitze, also alles über 20 Grad.

Seit 17. Januar läuft also hochoffiziell die Marathon-Vorbereitung. Passend dazu plagt mich just ein Zipperlein. Eigentlich sind es sogar zwei. Links moppert der Fußrücken mit etwas, das sich nach Sehnenscheidenentzündung anfühlt, rechts zwickt es rund ums Sprunggelenk. Glücklicherweise bin ich zum Start der Vorbereitung wieder zumindest halbwegs fit geworden, sodass den ersten zwei flotteren Zehn-Kilometer-Läufen nichts im Wege stand. Es gibt ja Tape.

Sonnenaufgang entschädigt für die beißende Kälte

Sogar um meine Motivation war es bei den morgendlichen Einheiten ganz gut bestellt. Logisch, bei dem Wetter! Denn der Sonnenaufgang entschädigt allemal für das beißende Gefühl, das die Temperaturen von minus sechs Grad im Gesicht verursachen. Ansonsten helfen gegen Kälte: lange Hosen, gute Funktionsshirts und isolierende Shirts.

Beim zweiten Trainingslauf zauberte der Sonnenaufgang ein dermaßen schönes Licht an den Himmel, dass ich am liebsten noch länger stehen geblieben wäre als es für die kleine Fotopause, auf die ich dann doch nicht verzichten wollte, nötig war. Allerdings überzeugte mich dann auch die Kälte davon, mich lieber wieder in Bewegung zu setzen.

Am Wochenende steht der erste lange Lauf an. Es soll ja kalt bleiben, die Motivation bleibt also hoch. Zumal ich im Vorjahr in Paris meine neue Marathon-Bestzeit aufstellen konnte und das Training ebenfalls fast ausschließlich bei Kälte stattfand. Beste Voraussetzungen also für Paris 2017.

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