Handball

Handball-Zweitligist Tusem ringt Ferndorf nieder

Spiel mit Emotionen Tusems Tim Zechel (l.) im "Gespräch" mit Ferndorfs Thomas Rink

Spiel mit Emotionen Tusems Tim Zechel (l.) im "Gespräch" mit Ferndorfs Thomas Rink

Foto: Michael Gohl

Essen.  Umkämpfter 32:29-Heimsieg Tusems gegen die Siegerländer aus Ferndorf. Essener behalten die Nerven und trotzen den Ausfällen von Beyer und Seidel.

Von wegen der Druck ist vom Kessel – beim Heimspiel des Tusem Essen gegen den TuS Ferndorf ging es ziemlich hitzig zur Sache. Und letztendlich war der 32:29 (17:13)-Erfolg für die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert hart erarbeitet. Keine der beiden Tabellennachbarn wollte sich im Kampf um Rang sieben und mehr geschlagen geben.

Schubser und Wortgefechte

Als der Ferndorfer Julian Schneider den Essener Dennis Szczesny bei dessen Wurf von hinten schubste, riss Szczesny der Geduldsfaden. Immer wieder bekam der Rückraumspieler einen mit, dieses Mal war es ein Mal zu viel. Schneider wurde Opfer eines heißen Wortgefechts, sah aber direkt ein, dass er falsch gehandelt hatte. Glücklicherweise beruhigten sich die Gemüter schnell wieder, doch es hat gezeigt, wie wichtig den Jungs auf der Platte diese Partie war. Und ganz ohne Folgen blieb diese Szene nicht, denn Schneider musste mit einer Zeitstrafe vom Feld und der Tusem konnte sich entscheidend absetzen.

Essen macht die Begegnung immer wieder spannend

„Ich bin sehr zufrieden. Zwei Punkte sind immer schön“, freute sich Lucas Firnhaber. Der Essener Rückraumschütze feuerte die Kugel sieben Mal satt ins gegnerische Gehäuse, teilweise sogar sehr sehenswert. Allerdings war der 22-Jährige, ebenso wie einige seiner Mitspieler, teilweise zu hektisch im Angriff und machte die Begegnung somit wieder spannend. Denn nachdem sich der Tusem zur Pause schon ein Stück absetzen konnte, verspielte er die Fünf-Tore-Führung direkt nach dem Seitenwechsel. Eben weil im Angriff die Abschlüsse nicht mehr saßen und das Umschaltverhalten zu wünschen übrig ließ. „Damit haben wir uns das Leben selbst schwergemacht“, gestand Firnhaber im Anschluss.

Verletzung beim Aufwärmspielchen

Die Hausherren kamen lange nicht mit der offensiven Deckung der Gäste klar, was diesen sichtlich Schwung gab. Julius Andersson und Jonas Faulenbach waren nur schwer zu bremsen, wohl auch weil dem Tusem gleich zwei Akteure fehlten. Abwehrmann Malte Seidel und Linksaußen Noah Beyer verletzten sich im Abschlusstraining ausgerechnet beim obligatorischen Fußballspielen zum Aufwärmen, werden aber wohl nicht lange ausfallen. Doch ein Malte Seidel hätte gegen Ferndorf in der Deckung wohl gutgetan.

Dennoch behielt der Tusem die Nerven und war in der Schlussphase etwas abgezockter. Auch weil Kreisläufer Tim Zechel immer wieder zur Stelle war und der schnelle Tom Skroblien einige Gegenstöße verwandeln konnte. Am Ende sprangen also zwei Punkte heraus und damit haben es die Jungs von der Margarethenhöhe weiterhin in der eigenen Hand Tabellenplatz sieben zu festigen und eventuell sogar Rang sechs anzugreifen. Doch die verbleibenden zwei Begegnungen in Hamm und zuhause gegen Hamburg sind noch längst nicht gewonnen.

Tusem Essen – TuS Ferndorf 32:29 (17:13)

Tusem: Bliß, Borchert; Witzke, Akakpo (1), Szczesny (5), Ridder (2), Müller (2), Firnhaber (7), Klingler (1), Skroblien (7/1), Ingenpaß, Zechel (7).

Ferndorf: Rottschäfer, Hottgenroth; Faulenbach (7), Basic, M.Michel (1), Neitsch (1), Wicklein, Wörner (5), Zerbe (5/3), L.Michel, Schneider (1), Barwitzki (1), Andersson (7/1), Koloper, Müller, Rink (1).

Siebenmeter: 1/1 – 4/4.

Strafminuten: 2 – 10.

Schiedsrichter: L.Müller (Neubrandenburg)/R.Müller (Potsdam).

Zuschauer: 2031.

„Spielfilm“: 3:4 (5.), 6:5 (11.), 9:7 (15.), 12:9 (20.), 14:10 (25.), 17:13 (30.) – 20:15 (35.), 20:20 (40.), 24:22 (45.), 24:23 (50.), 28:26 (55.), 32:29 (60.).

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