VfL Bochum

VfL-Trainer Reis: „Die Mannschaft ist absolut intakt“

Engagiert an der Linie: Trainer Thomas Reis bei seinem Debut.

Engagiert an der Linie: Trainer Thomas Reis bei seinem Debut.

Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme / firo Sportphoto

Bochum.  Die Moral stimmt, die Ergebnisse nicht, sagen die Hauptdarsteller des VfL Bochum nach dem 2:2 gegen Dynamo Dresden. Die Stimmen zum Spiel.

Thomas Reis, Trainer des VfL Bochum: „Es war ein sehr intensives, interessantes Spiel. Von der Intensität kann man sich im ersten Spiel nichts besseres wünschen. Wir wollten aktiv verteidigen, das hat man in der ersten Halbzeit gesehen. Wir hatte auch einige Balleroberungen und ein paar Chancen. Leider ist es uns in der zweiten Halbzeit nicht gelungen, von Anfang an wach zu sein. Auch beim 0:2 haben wir nicht optimal verteidigt. Danach muss ich der Mannschaft wieder ein Kompliment machen, wie sie den Rückstand umgebogen hat. Das zeigt mir, dass die Mannschaft absolut intakt ist. Es steht ein Team auf dem Platz, egal, wer reinkommt. Es wäre sehr schade gewesen, wenn dieser Aufwand nicht belohnt worden wäre.“

(zur Idee, mit Thomas Eisfeld und Milos Pantovic zu beginnen): „Wir wollten kompakt sein und in der Defensive gut umschalten, der Plan ist in der ersten Halbzeit gut aufgegangen. Zudem wollten wir mit Spielern, die das technisch gut können, in die Halbräume reinkomen. Wir konnten dann Spieler nachlegen mit Tempo. Insofern bin ich absolut zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

(zur Spielweise): „Wir haben im Training viel gegen den Ball gearbeitet. Nach dem 0:2 ging dann viel mit der Brechstange. Wir wollen jetzt im Training auch mehr am Spiel mit Ball arbeiten und in Zukunft andere Mittel und Lösungen finden.“

Cristian Fiél, Trainer Dynamo Dresden: „Es war ein sehr verrücktes Spiel. Ich habe eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen mit den klareren Chancen für uns. Nach dem 1:0 hatte ich das Gefühl, dass wir den Faden verlieren, auch nach dem 2:0 dachte ich: Wo ist die Spielkontrolle? Das Gefühl hat mich nicht getäuscht. Der VfL wurde immer druckvoller, hat das 2:2 gemacht. Viel länger hätte das Spiel nicht gehen dürfen, sonst hätten wir wohl noch ein drittes Gegentor bekommen.“

Anthony Losilla, Kapitän des VfL Bochum: „Ein Punkt ist zu wenig in unserer Situation. Wir haben es in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gemacht, dann sind wir im Tiefschlaf, kriegen wieder zwei Gegentore, das ist unglaublich. Dann haben wir das Spiel wieder gedreht. Aber ich hoffe, dass es bald anders laufen wird. Wir können Positives mitnehmen aus dem Spiel, müssen aber die alten Muster abstellen, uns verbessern.“

Sebastian Maier, Spieler des VfL: „Ich kann nicht erklären, warum wir nicht mal in Führung gehen. Die erste Halbzeit war echt okay, wir haben früh gepresst, hatten Balleroberungen. Und dann laufen wir wieder einem 0:1 und sogar 0:2 hinterher. Wir haben wieder Moral gezeigt, kommen zurück, aber darüber müssen wir jetzt nicht jede Woche sprechen. Jetzt müssen wir mal ein Spiel gewinnen. Wir sollten zusehen, dass wir mal ohne Gegentor bleiben, denn wir können nicht immer zwei, drei Tore schießen. Im Training hat man eine leichte Aufbruchstimmung gespürt, das ist normal nach einem Trainerwechsel, die Intensität war etwas höher. Der Trainer hat zwei, drei klare Ansagen gemacht, was er sehen will, das gibt uns Sicherheit auf dem Platz. Aber wir müssen jetzt weiter hart arbeiten, um da unten herauszukommen.“

Vitaly Janelt, Spieler des VfL: „Wir haben deutlich besser und strukturierter gegen den Ball gespielt, wir hatten diesmal einen klaren Plan. Wir hatten einen guten Zugriff, sind auf die zweiten Bälle gegangen. Aber kurz nach der Halbzeit fällt das 0:1, dann das 0:2, wir müssen wieder hinterher rennen. Wir haben dann wieder alles nach vorne geworfen, noch das 2:2 geschafft. Wir müssen es aber einmal hinkriegen, selbst in Führung zu gehen.“

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