VfL Bochum

VfL-Trainer Reis arbeitet Fehler aus dem Wiesbaden-Spiel auf

1800 Fans unterstützten den VL beim Spiel in Wiesbaden.

1800 Fans unterstützten den VL beim Spiel in Wiesbaden.

Foto: Hasan Bratic / dpa

Bochum.  Zwei Tage hatten die Profis des VfL Bochum nach dem Spiel in Wiesbaden frei. Das war nicht die Belohnung für den so wichtigen Auswärtssieg.

Am Trainingsplatz des VfL Bochum hängen keine Plakate mehr. Die Fans des Zweitligisten hatten in der vergangenen Woche vor dem Spiel gegen Wehen Wiesbaden welche aufgehängt. „Gemeinsam gegen den Abstieg“ und „In Bochum hält man zusammen“, so etwas stand da drauf. Was Anhänger so schreiben, wenn sie sich besonders viele Sorgen um ihren Lieblingsverein machen.

Von Platz 16 aus waren die Bochumer ins Spiel gegangen. Nun sind sie auf Platz geklettert. Ihr Ziel erreicht haben sie noch lange nicht. Nach dem 1:0-Sieg im „Endspiel“ gegen Wiesbaden aber sind die Sorgen etwas kleiner geworden. Sie aber immer noch da. Die Fans haben die Plakate dennoch abgehängt. Sonst hätte Sabine es gemacht.

Reis sieht viele Fehler im Wiesbaden-Spiel

Das Sturmtief hatte dafür gesorgt, dass die VfL-Profis außerplanmäßig gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nicht auf dem Platz waren. Trainer Thomas Reis nutzte die Zeit, um sich das Spiel seines Teams gegen Wiesbaden noch einmal intensiv anzusehen. Er habe gute aber eben auch viele schlechte Dinge gesehen, sagte er am Mittwoch nach dem Training. „Die Fehler müssen wir schleunigst abstellen.“ Am nächsten Montag geht es gegen den VfB Stuttgart. Es steht für den VfL Bochum zu befürchten, dass die Angreifer des Tabellendritten mit ihren Chancen nicht so fahrlässig umgehen werden wie es die der Wiesbadener gemacht haben.

„Wir haben zu viele Chancen zugelassen“, sagte Reis dann auch. „Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht. Gerade in der Anfangsphase.“ Erst nach der frühen Auswechslung von Vitaly Janelt und der Hereinnahme von Robert Tesche sowie einer Umstellung im Mittelfeld sei es besser geworden. „Aber viele Situationen haben wir nicht gut gelöst.“ Gut nur, dass vor allem Manuel Riemann einen so guten Tag erwischte.

24 Feldspieler auf dem Trainingsplatz

Der Torwart hatte im Sky-Interview vor dem Spiel gegen den Hamburger SV erneut eingeräumt, dass er einen Fehler gemacht habe. „Einen erfahrenem Spieler darf so etwas nicht passieren“, sagte er über seine Gelb-Rote Karte aus dem Spiel bei Arminia Bielefeld. Da hatte er durch Beklatschen der ersten Gelben Karte die zweite gleich hinterher gesehen. Gegen Wiesbaden spielte er wieder fehlerfrei. Die Rangfolge im Tor des VfL war und ist klar.

Am Mittwoch beim Training forderte Torwarttrainer Peter Greiber die drei Torhüter – Riemann, Patrick Drewes und Paul Grawe – mit einem besonderen Spiel. Jeder hatte ein Tor zu verteidigen, durfte und sollte aber bei den anderen jeweils ins Tor schießen.

Die 24 Feldspieler, die Reis derzeit zur Verfügung hat, spielten derweil auf zwei kleineren Feldern erst einmal Sieben gegen Fünf und danach jeweils Acht gegen Acht. Ein Achter-Team hatte immer Pause, beziehungsweise machte aktive Erholung mit Torschuss. Bis auf Uli Bapoh sind alle Akteure fit. Das erhöht sichtbar den Konkurrenzdruck. Kein Spieler kann sich hängen lassen oder im Trainingsspiel einen Ball verloren geben. Die Intensität ist aktuell hoch beim Training des VfL.

Sie muss es bleiben. Ab Donnerstag wird Reis sein Team nun noch gezielter auf Stuttgart vorbereiten.

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