2. Bundesliga

VfL Bochum: Manuel Riemann könnte Kapitän sein in Fürth

Manuel Riemann (l.) könnte das Kapitänsamt von Anthony Losilla, hier nach dem Spiel gegen den FC Bayern, für eine Partie übernehmen.

Manuel Riemann (l.) könnte das Kapitänsamt von Anthony Losilla, hier nach dem Spiel gegen den FC Bayern, für eine Partie übernehmen.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  Wer wird Kapitän des VfL Bochum beim Spiel in Fürth? Einiges spricht für Torwart Manuel Riemann. Janelt könnte seine Chance bekommen.

Christian Fiel hat es erwischt in Dresden, die sechste Trainer-Trennung dieser Saison ist perfekt in der 2. Bundesliga. Heiko Scholz, kurzfristig losgeeist vom Regionalligisten Wacker Nordhausen, springt als Interimstrainer ein beim Schlusslicht. Und die Spekulationen um den neuen Chefcoach dürfen beginnen.

Da lässt sich die aktuell am meisten diskutierte Personalfrage beim VfL Bochum deutlich entspannter angehen. Thomas Reis lächelt nach dem Auftakttraining am Dienstagmorgen, als er darauf angesprochen wird, genau genommen hat er auf die Frage schon gewartet: Wer führt den VfL am Samstag als Kapitän aufs Feld? Beim Auswärtsspiel in Fürth wird Anthony Losilla nach seiner fünften Gelben Karte fehlen.

Patrick Fabian ist ein Führungsspieler auch ohne Einsatzzeit

Klar geregelt ist die Rangfolge nicht. Patrick Fabian würde sicherlich zur Platzwahl schreiten, wenn er denn spielen würde. Damit ist aber auch am Samstag nicht zu rechnen, nachdem der VfL gegen Erzgebirge Aue (2:0) erstmals seit Mitte Mai (0:0 bei St. Pauli) wieder zu Null gespielt hat. Und erstmals seit Anfang März (1:0 gegen Heidenheim) wieder zu Null gewonnen hat. Fabian zählt, das betonte Reis auch jetzt nochmal, weiterhin zu seinen allerersten Ansprechpartnern, auch wenn er nicht zum Einsatz kommt.

Einige Faktoren sprechen für Manuel Riemann

Einer der weiteren ersten Ansprechpartner – einen mal angedachten Mannschaftsrat gibt es im engeren Sinne nicht – ist Manuel Riemann. Der Torwart ist derzeit unumstritten, er geht mit Leistung und Einstellung voran, er ist ein lautstarker Anführer, der diesen Anspruch auch im Training untermauert. „Manuel Riemann könnte der Kapitän sein in Fürth“, sagt Reis – auch wenn er dann von seiner bevorzugten Linie, einen Feldspieler als Spielführer zu benennen, abweichen müsste. „Für dieses eine Spiel wäre das okay.“

Entschieden sei das aber noch nicht, sagt Reis verschmitzt, man dürfe ruhig noch spekulieren. In Frage kämen noch Robert Tesche und Danilo Soares, beide sind aber eher leisere Typen. Und Saulo Decarli hatte in dieser Saison zu viel Schatten neben Licht, um ihn nun noch eine weitere Bürde aufzuhalsen. Bliebe: Manuel Riemann.

Vitaly Janelt dürfte seine neue Chance bekommen als Losilla-Ersatz

Sportlich entscheidender ist allerdings, wer Anthony Losilla als Spieler im Mittelfeldzentrum ersetzt. Erste Option: Vitaly Janelt. Der deutsche U21-Nationalspieler kam letztmals beim 3:3 gegen den Karlsruher SC Ende Oktober zum Einsatz, wurde in den sechs Pflichtspielen danach auch nicht mehr eingewechselt. Robert Tesche übernahm seinen Posten seit dem Bayern-Pokalspiel. „Ich habe versucht, die Mannschaft zu stabilisieren, das hat mit Robert geklappt“, sagt Reis. Janelt müsse sich im Training anbieten, Geduld haben und auf seine Chance hinarbeiten – und diese dann nutzen. „Es könnte sein, dass er die Chance jetzt bekommt“, sagt Reis.

Thomas Eisfeld, ein denkbarer Sechser bis Achter, ist zwar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, nach drei Wochen Pause und zuvor wenig überzeugenden Leistungen aber dürfte er für das Fürth-Spiel keine Startelf-Rolle spielen. Eine Alternative wäre noch ein etwas zurückgezogener Chung-Yong Lee, für dessen offensivere Position es mehr Auswahl gäbe. Mit Milos Pantovic zentral und dann Simon Zoller rechts zum Beispiel oder auch mit Tom Weilandt.

Reis erwartet auch von Simon Zoller „eine Reaktion“

Auch von Zoller erwarte er „eine Reaktion“, sagt Reis und hält den Konkurrenzkampf hoch. Zoller hatte gegen Aue für den lange Zeit die Bank drückenden Pantovic weichen müssen. Dass beim VfL Bochum Trainingsleistungen also durchaus in die Startelf führen können, hat Thomas Reis gegen Aue bewiesen.

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