VfL Bochum

VfL Bochum flucht erneut - 3:3 fällt in der Nachspielzeit

Wieder kein Heimsieg: Trainer Thomas Reis vom VfL Bochum.

Wieder kein Heimsieg: Trainer Thomas Reis vom VfL Bochum.

Foto: dpa

Bochum.  Irres Ende eines kuriosen Zweitligaspiels: Der VfL Bochum drehte gegen den KSC in Überzahl einen Rückstand, kassierte dann aber noch das 3:3.

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Der VfL Bochum kann im eigenen Stadion in dieser Saison nur Spektakel. Gegen den Karlsruher SC lag das Team von Trainer Thomas Reis zweimal zurück. Es gab eine Gelb-Rote Karte für Karlsruhe, einen Foulelfmeter nach Videobeweis und am Ende mit dem 3:3 (3:2) in der Nachspielzeit durch den KSC dann doch nicht den ersten Heimsieg in dieser Spielzeit und seit dem 4. Mai diesen Jahres. Da hatte es ein 4:2 gegen Magdeburg gegeben.

VfL-Verteidiger Decarli patzt erst - und trifft eine Minute später

Es war nichts mit dem zweiten Sieg in Reihe seit Thomas Reis Trainer ist. Der VfL bleibt unter ihn ungeschlagen. Nach zunächst drei Remis passen nun die Ergebnisse. Wobei die Bochumer auch diesmal einen Wachmacher benötigten und später davon profitierten, dass die Karlsruher einen Foulelfmeter vergaben und sich selber dezimierten.

Lukas Fröde hörte, nach dem er Foul gespielt hatte, nicht auf, mit Schiedsrichter Nicolas Winter zu diskutieren. Fröde sah für das Foul die Gelbe Karte und seine Handbewegungen danach deutete Winter als Applaus und schickte ihn mit Geld-Rot vom Feld.

Das Spiel hatte vieler solcher Geschichten. VfL-Innenverteidiger Soula Decarli war bei 1:0 für Karlsruhe nach acht Minuten nicht nah genug beim Torschützen Philipp Hofmann. Nur eine Minute später erzielte Decarli ebenfalls nach einer Ecke das 1:1.

VfL-Außenverteidiger Cristian Gamboa ließ vor dem 2:1 für Karlsruhe Damian Roßbach flanken. Kyoung-Rok Choi traf für die da bereits ins Unterzahl spielenden Karlsruher. Gamboa war es nach 32 Minuten, der zum 3:2 traf.

Nur zwei Minuten vorher hatte Danny Blum per Strafstoß zum 2:2 ausgeglichen. Es war ein Foulelfmeter mit Verzögerung. Schiedsrichter Winter wurde erst durch den Videoschiedsrichter auf das Foul an Bochums Vitaly Janelt aufmerksam gemacht. Blum überzeugte dann noch Silvere Ganvoula, dass er den Strafstoß ausführen würde. Auch Ganvoula hat in dieser Spielzeit seine beiden Strafstöße verwandelt.

Sicher war der erste Heimsieg trotz Führung und Überzahl lange Zeit dennoch nicht. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte verursachte VfL-Torwart Manuel Riemann einen Elfmeter. Er hielt dann aber auch gegen Marc Lorenz stark.

So treffsicher der VfL-Angriff in dieser Saison im eigenen Stadion ist, so anfällig bleibt die Abwehr. 13 Tore hat der VfL bei seinen fünf Heimspielen bislang erzielt, 13 Gegentore bekommen. Daheim kann der VfL nur Spektakel.

Die Statistik

VfL Bochum: Riemann – Gamboa (78. Celozzi), Lorenz, Decarli, Soares – Losilla, Janelt – Zoller (83. Pantovic), Maier (68. Weilandt), Blum – Ganvoula

Karlsruher SC: Uphoff, Gordon, Fröde, Pisot, Roßbach (80. Pourie), Lorenz, Stiefler, Wanitzek, Thiede (89. Fink), Hofmann, Choi (46. Kobald)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

VfL Bochum - Karlsruhe 3:3
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